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So einen Scheck bekommt das Theater gern: 7500 Euro spendet der Freundeskreis um die Vorsitzende Heiderose Schäfke ans Theater, was die Geschäftsführer Volker Degen-Feldmann (l.) und Hajo Fouquet ebenso freut wie Frank Elsner (r.) als stellvertretendem Freundeskreis-Vorsitzenden. Foto: t&w

Die Zahlen stimmen

Lüneburg. Zahlen standen im Zentrum: 7500, 38.000, 600, 100.000. Es ließen sich locker weitere nennen, die der Freundeskreis Theater Lüneburg bei seiner Mitgliederversammlung auflistete. Die Zahlen sind gut, wie die Vorsitzende Heiderose Schäfke deutlich machte.

7500 Euro stand auf dem symbolischen Scheck, den der Freundeskreis ans Theater überreichte. Mit dem Geld können anstehende Produktionen gestärkt werden, es kommt ja noch einiges in dieser Spielzeit aufs Publikum zu (siehe Kasten unten).

Bei der 38.000 handelt es sich ebenfalls um Euro. Das ist die Gesamtsumme, die der Freundeskreis im Laufe des letzten Jahres ans Theater weiterreichte. „Doppelt so viel wie im Vorjahr“, sagte Schäfke. Das liegt vor allem an einer sehr großzügigen Einzelspende von 10.000 Euro – aus anonym bleibender Quelle.

Es stagniert ein wenig

Vor der 600 ließen sich noch die fünf Busse erwähnen, mit denen Lüneburger Theaterfreunde nach Hannover fuhren. Dort demonstrierten die sechs kommunalen Theater für das nötige – und zugesagte – Geld, um auch in Zukunft Qualität bieten zu können und nicht in eine existenzbedrohende Situation zu rutschen. Zurzeit laufen in Hannover Gespräche. Ziel ist, die schließlich beschlossene einmalige Summe, von der 350.000 auf Lüneburg entfielen, in künftigen Etats zu „verstetigen“, wie es auf Politikerdeutsch heißt. Klappt es nicht, „stehen wir wieder vor der Tür“, kündigte Heiderose Schäfke an.

Weiter zur 600. Das ist die Ziffer, um die sich derzeit die Mitgliederzahl dreht. „Es stagniert ein wenig“, sagte Schäfke. Schatzmeister Wolfgang Blaffer schloss seinen Jahresbericht mit 599 Mitgliedern ab. Mittlerweile sind es aber wieder 608. Es geht also voran.

Die 100.000 galt und gilt als erhoffte Besucherzahl. Sie muss nicht erreicht werden, aber schön wäre bzw. ist es doch. Zur Spielzeit 2017/18 kamen weit mehr als 110.000 Besucher, „und nach derzeitigem Stand liegen wir im Vergleich darüber“, sagte Intendant Hajo Fouquet. Aber es kommt ja noch einiges, und nicht jede Produktion wird ein Renner. Abgerechnet wird am 30. Juni, wenn die Spielzeit mit „Singin‘ in the Rain“ endet – und möglicherweise mit Sonnenschein.

Dirk Schneefuß neu im Vorstand

Einen Blick voraus warf die Vorsitzende. Am 25. August steht das Theaterfest an, am 21. September die erste Premiere. Dort will der Freundeskreis wieder sein großes Buffet auftischen. Dringend aber seien mehr Helfer nötig, sagte Schäfke und dazu jemand, der bei der Organisation ab 2020 „den Hut auf“ haben mag.

Neu in den Vorstand gewählt wurde als Beisitzer Dirk Schneefuß. Er sorgt für einen neuen Akzent, startet eine Reihe mit Referenten aus der Theaterwelt. Am Montag, 18. März, um 19 Uhr wird im Foyer des Theaters Prof. Christoph Meyer erwartet. Er ist Intendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und spricht über Herausforderungen, mit denen Theater laufend umgehen müssen. Meyer stammt aus Lüneburg, besucht seine Heimatstadt oft – und Mitglied im Freundeskreis ist er auch.

Nach der Pause folgte die Kunst. Dramaturgin Hilke Bultmann führte durch ein kurzweiliges Programm.

Von Hans-Martin Koch

Premieren-Vorschau

Das kommt noch

22. März: „Mongos“ von Sergej Gößner, T.3
29. März: „Glaube Liebe Hoffnung“ von Ödön von Horvath, Großes Haus
5. April: „Gold!“ von Leonard Evers, T.3
11. April: „Melancholía“ von Josep Caballero García, T.3
3. Mai: „Arbeit macht das Leben“ (Mimetten), T.NT
10. Mai: „Der kleine Horrorladen“, Musical von Menken/Ashman, T.3
11. Mai: „Bunbury“ von Oscar Wilde, Großes Haus
17. Mai: „Konstellationen“ von Nick Payne, T.NT
25. Mai: „Der kleine Prinz“, Ballett von Olaf Schmidt, Großes Haus
1. Juni: TanzJugendClub, T.3
6. Juni: „Transparencia“, T.NT
20. Juni: TheaterJugendClub, T.3
29. Juni: „Singin‘ in the Rain“, Großes Haus.