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Autorin Priya Basil erzählt von den indisch-kenianischen Traditionen ihrer Familie. Foto: Suhrkamp

Über Gastfreundschaft, Trauer und Licht

Lüneburg. Die britisch-indische Schriftstellerin Priya Basil wuchs in Kenia auf, studierte in Großbritannien und lebt heute in Deutschland. In ihrem Buch „Gastfreundschaft“ erzählt sie von den indisch-kenianischen Traditionen ihrer Familie, von einer unerwarteten Einladung zum Spargelessen und einer Massenspeisung in einem Sikh-Tempel mitten in Berlin. Gastfreundschaft ist ein vielseitiges Geben und Nehmen, das Familie, Freunde und Fremde einschließt und in jeder Kultur etwas anders ist. Basil hält ein leidenschaftliches Plädoyer für ein gastfreundliches Europa und lädt dabei immer wieder in ihre eigene Küche ein. Im Gespräch mit der Kulturjournalistin Claudia Kramatschek stellt sie das Buch am Donnerstag, 28. März, um 19.30 Uhr im Heinrich-Heine-Haus vor.

Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter

Der Debütroman von Priya Basil „Ishq and mushq“ (2007) war für den Commonwealth Writers’ Prize, den Dylan Thomas Prize sowie den International IMPAC Dublin Literary Award nominiert. Ihr zweiter Roman „Die Logik des Herzens“ erschien 2012 in deutscher Übersetzung im Schöffling Verlag. Basil schreibt regelmäßig für Lettre International, sie ist Mitbegründerin von Authors for Peace und eine der Initiatorinnen des Aufrufs „Die Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter“, einer weltweiten Aktion gegen Massenüberwachung. Claudia Kramatschek ist als selbstständige Literaturkritikerin, Feature-Autorin und Kulturjournalistin für überregionale Medien tätig.

Sizilien, die magische Insel, von der entscheidende Impulse zur Erneuerung der italienischen Literatur kamen, steht im Mittelpunkt von Maike Albaths neuem Buch „Trauer und Licht. Lampedusa, Sciascia, Camilleri und die Literatur Siziliens“. Die Italien-Kennerin nimmt die Leser mit auf einen verführerischen Streifzug durch die Geschichte, durch Landschaften und durch die Straßen von Palermo und Catania. Sizilien brachte nicht nur einen Theaterrevolutionär wie Luigi Pirandello und einen Naturlyriker wie Salvatore Quasimodo hervor, beide mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, sondern auch einen Aufklärer wie Leonardo Sciascia und einen Krimiautor wie Andrea Camilleri.

Italienische Literatur

Als Fluchtpunkt der Migration aus Afrika ist Sizilien heute wieder ein Laboratorium der Zukunft. Am Dienstag, den 7. Mai um 19.30 Uhr spricht der Verleger Heinrich von Berenberg mit Maike Albath über die italienische Literatur im Heine-Haus. Die Reihe „grenzenlos 2019“ wird von der Sparkassenstiftung Lüneburg und dem Landkreis Lüneburg gefördert.

Maike Albath ist als Literaturkritikerin u.a. für Deutschlandfunk Kultur, die NZZ und die Süddeutsche Zeitung tätig. Sie hat mehrere Jahre in Italien verbracht und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der italienischen Gegenwartskultur. Für ihre Arbeit als Literaturkritikerin erhielt sie 2002 den Alfred-Kerr-Preis.

Heinrich von Berenberg arbeitete 20 Jahre lang als Lektor und Übersetzer und entdeckte unter anderem Michel Houellebecq und Roberto Bolaño. 2004 gründete er den Berenberg Verlag. 2010 wurde er mit dem Karl-Heinz-Zillmer-Preis der Hamburgischen Kulturstiftung für verdienstvolles verlegerisches Handeln ausgezeichnet. lz