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Die Malerin Birgit Horn. Foto: ff

Mit leichtem Gepäck unterwegs

Lüneburg. Urban Sketching – das ist ein moderner Begriff für die Kunst des Malers, das Leben mit schnellen Strichen zu erfassen. Also: Mit leichtem Gepäck unter wegs sein, in Straßen und Parks die Menschen beobachten, sie in Skizzen festhalten. Beispiele zeigt Katrin Langer, ausgeführt mit Liner, Stiften und Aquarell in kleinen Formaten, bis zum 28. Juni in der Ratsbücherei: Passanten im Gespräch, im Café oder auf dem Markt, Wahrnehmung architektonischer Akzente, auch mal genauere Schilderungen von schmucken Fassaden – was der Lüneburgerin, zuweilen mit dem Klapphocker unterwegs, eben so begegnete. Das Frauenqartett beispielsweise, Foto links.

Wie gehen Menschen miteinander um?

Solche Momentaufnahmen schildert auch Birgit Horn (Foto oben), allerdings in aufwändiger Acrylmalerei: Die Lüdersburgerin, die auch als Grafikerin und Objektlknstlerin unterwegs ist, schildert ihre Zeitgenossen aus wechselnden Blickwinkeln: Wie gehen Menschen miteinander um? Wie sind sie von ihrer Umwelt beeinflusst, oder umgekehrt:

Wie prägen sie ihren Lebensraum? Nicht zuletzt: Was macht der Mensch mit sich selbst? Zu sehen sind (auf unbestimmte Zeit) in der Provinzperle (Marie-Curie-Straße 3) klassisch ausgeführte Gemälde in melancholisch-heiterer Stimmung, in ironischer Distanzierung, mit Blick für das Detail und für Komposition, auch mal in surrealistischer Verschlüsselung. Titel: „Switch your light on“.

Die Malerin Christina Siemers-Meyer vom Kunstkreis 2012 gestaltet die Juni-Ausstellung im Lüneburger Modecafé Aust, rechts ein Portrait von Frida Kahlo. Abgerundet wird die Präsentation mit kleinformatigen, introvertierten Fotografien von Wolfgang Könemann. ff