Donnerstag , 12. Dezember 2019
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Das Quartett Faltenradio. Foto: Privat

Nobel bis empfindsam

Konau. Ihr Name ist so ungewöhnlich wie ihre Musik: Am Freitag, 21. Juni, 19.30 Uhr, tritt bei „Konau 25 – Frohe Zukunft“ das österreichische Quartett Faltenrad io auf, gemeint ist das Akkordeon. Die Musiker spielen Klarinetten samt Bassklarinette und Bassetthorn, dazu Gitarre, Mundharmonika und natürlich die Steirische Harmonika, eben das Faltenradio, das sie 2009 zusammengebracht hat. Sie sind auf kleinen Bühnen ebenso zu Hause wie bei großen Festivals der Volksmusik, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder den Niedersächsischen Musiktagen. Bei ihrem Crossover pendeln sie zwischen Klassik, Jazz, Klezmer und Volksmusik. Der steirische Ländler gehört zu ihrem Fundus ebenso wie Falcos Amadeus oder Schuberts Die launische Forelle samt Gesang und eingestreuten Jodlern. Das weitere Programm bei Konau 25:

Donnerstag, 4. Juli 

19.30 Uhr: Im Rahmen der Landpartie der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern laden die Violinistin Mira Tujakbajewa und Pianist und Festspiel-Preisträger Denys Proshayev ein zu einem Kammermusik-Abend in den Saal des Kulturvereins. Auf dem Programm stehen Werke von Alfred Schnittke, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Dmitri Schostakowitsch.

Sonnabend, 7. September 

17 Uhr: Konzert mit dem Duo Heupel & Kropinski. Uwe Kropinski hat eine spezielle Perkussionstechnik auf dem Gitarrenkorpus entwickelt und spielt eine Gitarre mit 39 Bünden, statt der üblichen 19 oder 20. Michael Heupel spielt auf verschiedenen Flöten, von der Piccoloflöte bis zur Subkontrabassflöte mit ihrer enormen Rohrlänge von dreieinhalb Metern, die speziell für ihn angefertigt wurde. Beide verbindet eine über 30-jährige Zusammenarbeit.

Sonnabend, 14. September 

17 Uhr: Literaturfest Niedersachsen, Lesung mit Musik, Motto: „Mut“. Für eine der Lesungen fiel die Wahl auf das denkmalgeschüzte Dorf Konau an der Elbe im ehemaligen Grenzsperrgebiet der innerdeutschen Grenze der Gemeinde Amt Neuhaus, die 1993 zu Niedersachsen zurückgegliedert wurde. Ausstellungen und ein grenzhistorischer Rundgang durch das Elbvorland erinnern an die Zeit vor 1989 und das Leben mit der Grenze. Autorin Katja Lange-Müller hat Texte von DDR-Schriftstellern wie Wolfgang Hilbig, Durs Grünbein und anderen zusammengetellt, die von der Schauspielerin Annett Renneberg und einem Kollegen gelesen werden. Den musikalischen Rahmen gestaltet der Jazz-Percussionist und -Drummer Günter Baby Sommer.

Sonnabend, 21. September 

17 Uhr: „Bandoneon nuevo“ mit Jakob Neubauer. Er spielt auf mehreren dieser Instrumente unter anderem Kompositionen von Astor Piazzolla, und eigene Bearbeitungen von Johann Sebastian Bach, George Bizet oder Modest Mussorgsky. Jakob Neubauer ist in der Hauptstadt der autonomen Republik Komi, in Syktywkar, das im nördlichsten Winkel des des europäischen Teils Russlands liegt, geboren. Er studierte an der Musikhochschule in St. Petersburg. 1991 wählte er Hamburg zu seinem Lebensmittelpunkt und ist seitdem unter anderem auch am Deutschen Schauspielhaus, der Hamburgischen Staatsoper, dem Philharmonischen Staatsorchester, im NDR- und WDR-Sinfonieorchestern und in der NDR Bigband tätig.

Sonnabend, 19. Oktober 

17 Uhr: Barockkonzert mit Viktor Töpelmann (Viola da gamba) und Menno van Delft (Cembalo). Unter dem Titel „…nobel bis empfindsam!“ erklingen französische Suiten und Sonaten aus Deutschland für Viola da gamba und Cembalo. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Marin Marais und Jean-Philippe Rameau, Carl Friedrich Abel und Carl Philipp Emanuel Bach.

Sonnabend, 30. November 

17 Uhr: Lesung mit Musik, „Theater um Weihnachten“, mit Wanja Mues und Stephan Braun (Jazzcello). Wanja Mues erzählt bekannte und neue Geschichten von Gerhard Polt, Erich Kästner, Karl Heinrich Waggerl, Hans Christian Andersen und anderen Autoren. Stephan Braun fügt mit seinem Cello Klänge hinzu, die wie ein Stummfilm-Musik die Geschichten begleiten. ff