Donnerstag , 21. November 2019
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Lisa Wulfes-Lange gestaltet zusammen mit Daniel Stickan den Auftakt der Freitag-Nacht-Konzertreihe selbst. Fotos: ff/Markus Tiemann

Durch das Ohr ins Herz

Amelinghausen. So um die achtzig bis hundert Besucher kommen regelmäßig zu den Freitag-Nacht-Konzerten in der Hippolitkirche. Veranstalterin Lisa Wulfes-Lange kann nicht klagen, und das tut sie auch nicht. „Es läuft wirklich gut, und in diesem Jahr feiern wir das 150. Konzert“. Unterhaltsame Kammermusik, aber auf Profiniveau, ab 21 Uhr ein Stündchen bei Kerzenschein, das ganze bei freiem Eintritt, aber gegen eine kleine Spende, das ist die Idee, die sich zum Longseller entwickelt hat.

Längst haben Solisten und Ensembles aus dem ganzen Bundesgebiet die Attraktivität der Reihe entdeckt, auf dem Schreibtisch von Lisa Wulfes-Lange stapeln sich die Demo-CDs. Das Programm:

Ohr & Herz, Freitag, 28. Juni:

Gastgeberin Lisa Wulfes-Lange (Querflöte, Piccoloflöte) gestaltet mit Daniel Stickan (Klavier, Orgel) das Auftaktkonzert mit Musik quer durch die Stilepochen und alle Gemütslagen, von Schuberts Ständchen über Edvard Elgars Schlager Salut d`amoure bis hin zum Soundtrack aus „Schindlers Liste“.

Chornetto lässt Gefühle regnen, 12. Juli:

Seit 15 Jahren ist der etwa 50 Personen starke Chor Chornetto aus Amelinghausen eine fixe Größe im Rock-Pop-und Gospelgenre der Region, seit zwei Jahren geleitet von Joana Toader. Gesungen werden Titel des legendären Gesangsduos Simon und Garfunkel, Liebeslieder von John Legend, Robbie Williams und Sting, dessen „Fields of Gold“ von im Wind wogenden, golden schimmernden Gerstenfeldern erzählt, in denen sich viele Paare ihr Liebesversprechen gegeben haben. Schließlich spannt sich der Bogen hin zu bekannten Gospels wie Chris Tomlins „How great is our God“ und John Rutters „Look at the world“. Julia Klink begleitet am Klavier.

Ich will den Herrn loben allezeit, 26. Juli:

Mit Jazztrompete und Orgel nimmt das Duo Zia die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Kontinente und Jahrhunderte. Dabei sind sie Liedern und Gesängen auf der Spur, die auf den Psalmen Davids berufen. Solch eine Reise hält einiges Unerwartetes bereit, haben doch die Psalmen durch die Jahrhunderte eine Verbreitung weit über alle Kontinente erfahren. Marcus Rust (Berlin, Jazztrompete) und Christian Grosch (Potsdam, Orgel) verbinden die so unterschiedlichen Psalmvertonungen mit einem Musikstil unserer Zeit – dem Jazz.

Augenblicke, 9. August:

Matthias Clasen ist ein gefragter erfahrener Saxophonist (James Last/ Otto Walkes/ Jan Delay etc) aus Hamburg. Er spielt mit dem Lüneburger Pianisten und Sänger Joachim Goerke seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen. Hier wieder als Duo mit all der musikalischen Intensität und einer tiefen Verbundenheit der beiden Musiker, die sich musikalisch entfaltet.

Crossover, 23. August:

Für das 150. Konzert der Reihe leistet sich Lisa Wulfes-Lange ein größeres Ensemble: das Kammerstreichorcheser Sinfonietta Concertante aus Soltau unter der Leitung von Raimund Wartenberg. Es wurde 1996 gegründet und besteht aus Berufs- und engagierten Laienmusikern. Lisa Wulfes-Lange wird mit unbekannten Werken als Solistin dabei sein.

Sing your Soul, 6. September:

Meike Salzmann (Konzertakkordeon) und Ulrich Lehna (Bass- und andere Klarinetten) präsentieren ihr Programm „Musik für die Seele“. Für die vielfältigen und einzigartigen Besetzungen haben Ulrich Lehna und Meike Salzmann verschiedenste Werke neu für diese einzigartigen Instrumentenkombinationen arrangiert. So erklingen mit der A-Klarinette der zweite Satz aus dem A-Dur-Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart, mit der Bassklarinette Werke von Johann Sebastian Bach. Dazu sind Werke von Carlos Gardel und des Tango nuevo im Stile Astor Piazzollas zu hören.

Von Frank Füllgrabe