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Das Programm für "A Summer's Tale" 2019 steht. Die französische Sängerin ZAZ ist nicht das erste Mal in Luhmühlen zu Gast. Foto: t&w

Aller guten Dinge sind fünf

Westergellersen/Luhmühlen. Der Zeitplan steht und einige Künstler sind noch hineingerutscht. Das Festival „A Summer‘s Tale“ naht. Vom 1. bis 4. August läuft auf dem weitläufigen Reitgelände namens Eventpark Himmel und Heide die fünfte Mischung aus Konzerten, Workshops, Vorträgen, Comedy, Lesungen, Sport- und Naturerlebnissen. Ein paar Dinge sind anders als in den Vorjahren.

Kein Konzertzelt in 2019

Der Termin rutscht einen Tag nach hinten, Start ist nun am Donnerstag, Ende am Sonntag, das letzte Konzert spielt Elbow bis 22 Uhr. Wer bleibt, kann bei einer Aftershow-Party in den frühen Morgen hineintanzen. Wegfallen beziehungsweise eingespart wird das große Konzertzelt, was das „Summer‘s Tale“-Stammpublikum bedauern wird, bot es doch sehr intensive Konzerte wie zum Beispiel 2018 bei Meute – und als potenzieller Regenschutzort war es ja auch nicht schlecht. Dafür rückt die entfernter liegende Waldbühne als Spielort stärker in den Fokus.

Zu den neuen Programmpunkten zählt eine Lesung mit Heinz Strunk („Das Teemännchen“). Enno Bunger wird sein Album „Was berührt, das bleibt“ vorstellen. Kelvin Jones, Singer-Songwriter mit Wurzeln in Simbabwe, kommt, ebenso der Musiker Das Paradies, das Indie-Pop-Trio whenyoung, die irische Liedermacherin Amy Montgomery und der Hamburger Tom Klose.

Waldbühne rückt stärker in den Fokus

Headliner auf der Hauptbühne sind in diesem Jahr, wie berichtet, am Freitag Suede, Maximo Park und Tina Dico, am Sonnabend Zaz aus Frankreich, Xavier Rudd und Faber, am Sonntag Elbow, Michael Kiwanuka und Kate Nash. Donnerstag ist Anreisetag, da bleibt die große Bühne leer, auf der Waldbühne spielen Helgen, Whitney und Die Nerven. Das Programm mit Workshops, für Kinder etc. läuft am Donnerstag auch an.

Die Philosophie des Festivals ist neben einem auf Nachhaltigkeit und Komfort ausgerichteten Konzept, eine Art Kurzurlaub zu bieten. Wie weit die Idee über Deutschland hinaus greift, wird sicher auch in diesem Jahr bei einem Gang über den Parkplatz mit Blick auf die Autokennzeichen zu sehen sein.

Festival macht noch Verluste

Bei allem bundesweit positiven Echo auf die ersten vier Ausgaben hat „A Summer´s Tale“ bisher die Gewinnzone nicht erreicht. Folkert Koopmans, Geschäftsführer des Veranstalters FKP Scorpio, will aber, wie er in einem LZ-Interview betonte, an dem Festival festhalten.

Für Besucher aus der Region, die vor allem an der Musik interessiert sind, gibt es zum zweiten Mal von Freitag bis Sonntag Musiktickets für jeweils 49 Euro. Freitag und Sonnabend gelten sie ab 18 Uhr, am Sonntag ab 16 Uhr. Das Gesamtticket für alle vier Tage kostet – ohne Zelten etc. – 134 Euro, das entspricht einem Top-Sitzplatz bei einem der großen Musicals in Hamburg.

Auf NDR Info werden vorab zu später Stunde Sendungen über das Festival ausgestrahlt, am 26. Juli ab Mitternacht, am 28. Juli ab 23.05 Uhr. Der Sender wird wieder mehrere Konzerte mitschneiden, Sendetermine stehen noch nicht fest.

Zur Sache

Zahlreiche Zusatzangebote

Gut essen allein ist schon eine feine Sache. Wissen wie‘s geht ebenso. Tricks und Kniffe vermitteln Workshops wie „Hot Shots – Gesunde kleine Immun-Booster“, „Wein mit allen Sinnen“, „Bliss Balls – Mach dir die Kugel!“, „Kleine Tiere – Großes Potential“ oder eine „Detox-Pflanzenwanderung“.

Auch zu vielen anderen Themen gibt es Workshops, sie reichen von verschiedensten Yoga-Arten, Thai Massage, Tai chi bis hin zu Kalligraphie und Woodworking. Ein Teilkontingent lässt sich schon jetzt online buchen.

Weiteres neues Angebot ist das Babysitter-Ticket für Eltern, die mal ohne die kleinen Racker unterwegs sein wollen.

von Hans-Martin Koch