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Das "Ensemble reflektor" (v.l.n.r.): William Overcash, Jakob Nierenz, Dorothee Kalbhenn, Joosten Ellée, Selma Brauns, Micha Häußermann, Marc Kopitzki. (Foto: t&w)

Ensemble reflektor erhält den Hamburger Brauer-Preis

Hamburg/Lüneburg. Es ist ein gutes Jahr für das junge ensemble reflektor. Das eng mit Hamburg und Lüneburg verbundene Orchester wurde zu den Festspielen Mecklen burg-Vorpommern eingeladen und zu den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, es nahm seine erste CD auf. Nun bekommen die Musiker in Hamburg einen Preis, und in Lüneburg heben sie im Herbst ein eigenes Festival aus der Taufe.

Am 22. September wird das 2015 von 40 jungen Profimusikern gebildete selbstverwaltete ensemble reflektor in Hamburgs Kampnagelfabrik den Max-Brauer-Preis erhalten. Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1993 vergeben und „ermutigt Akteure, die das kulturelle, wissenschaftliche oder geistige Leben Hamburgs mit ihrem Engagement prägen“. Namensgeber des Preises ist der erste frei gewählte Erste Hamburger Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg.

Angebote zur Musikvermittlung

Das Orchester steht – in enger Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Thomas Klug – für maximal hohes Niveau und sieht sich zugleich als Botschafter für klassikferne Menschen. Auftritte an ungewohnten Orten wie der Hamburger Kiez-Disco Grünspan zählen dazu, Programme mit Geflüchteten und Angebote zur Musikvermittlung.

Unter dem Titel „ultraBACH“ steht das Festival, das vom 20. bis 27. Oktober in Lüneburg sein Debüt erlebt. Es soll künftig alle zwei Jahre im Wechsel mit der traditionellen Bachwoche stattfinden. Zum ultraBACH-Programm gehören ein kammermusikalischer „Wohnzimmerparcours“ rund um St. Michaelis, ein tänzerisches Konzert in der Musikschule, eine Clubnacht im Salon Hansen und eine „Imaginäre Kantate“. Bei ihr wird am 26. Oktober gemeinsam mit dem Publikum ein neuer Choral uraufgeführt. In dem Konzert erklingen auch Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 und die Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (BWV 93). Singen wird ein Projektchor St. Michaelis & St. Johannis. Kantaten erklingen auch zu Beginn und zum Finale des Festivals. Programm: www.ultrabach.de.

Am 9. November sind die Musiker erneut in Lüneburg im Einsatz, dann spielen sie bei der Aufführung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms in der St. Johanniskirche. oc