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Gemälde (Mischtechnik) von Anette Kügler. (Foto: ff)

Mal momentan, mal monumental

Lüneburg. Schön, dass es noch neue Ideen für die Titel von Gemeinschaftsausstellungen gibt. „Metamorphosen“ und „Stimmungen“ sind hinreichend vergeben. Jetzt wird im Heine-Haus die Präsentation „momental“ eröffnet, da steckt monumental und momentan drin. Zu sehen sind Gemälde von Christel Hasper, Anette Kügler und Constanze Straub, außerdem Skulpturen von Jan Amelung. Vernissage: Sonntag, 8. September, 11.30 Uhr, zur Einführung spricht Barbara Westphal.

Vorgestellt werden vier Positionen. Jan Amelung präsentiert fragil wirkende Stelen aus geschichteten Steinen, monumental und momentan eben. Die Vita: geboren 1960 in Uznach/Schweiz. Ausbildung als Steinbildhauer, Studienaufenthalt in Carrara/Italien. Ab 1986 Ausstellungen und öffentliche Aufträge. Ankauf Museum für Kunst und Gewerbe, ab 2010 kontinuierliche Ausstellungen in Niedersachsen, Hamburg und Berlin.

Constanze Straub verfolgt als Malerin weiter ihr Programm: Mischtechniken auf quadratischem Grund, schwarze und graue, oft plastische Farbflächen, die zuweilen wie erkaltete Lava wirken, oder wie archaische Aufnahmen: Immer ist das scheinbar Zufällige, Grobe, in diesen verrätselten Szenarien durch zeichenhafte Skizzen aufgelockert. Constanze Straub wurde 1960 in Lüneburg geboren, lebt und arbeitet in Hohnstorf/Elbe als Grafikdesignerin. Studium Grafikdesign am Institut of Design Hamburg, Fotografie an der Akademie für Photografie Hamburg. Malerei in Acryl und Mischtechnik. Seit 1990 zahlreiche Ausstellungen in Hamburg, Niedersachsen und Berlin.

Christel Hasper zeigt Landschaftsmalerei in klassischer Schule, stimmungsvolle, zurückhaltende Impressionen von Inzmühlen und Ramelsloh, Fischerhude, Asendorf und Bötershelm. Geboren in Berlin, lebt und arbeitet Christel Hasper in Jesteburg. Ausbildung: Internationale Sommerakademie Salzburg bei Johannes Grützke. Internationale Sommerakademie Salzburg bei Vlassis Caniaris. Akademie für Kunst und Gestaltung Pentiment Hamburg bei Max Uhlig. Arbeit bei Frank Pein, Stipendium Stiftung Kulturfonds/Künstlerhaus Ahrenshoop.

Ihre Tochter Anette Kügler wiederum führt zurück zum Archaischen, ihre lichtdurchfluteten, oft kleinformatigen Landschafts- und Tierszenen könnten auch Fundstücke aus Afrika-Expeditionen sein. Anette Kügler, Jahrgang 1960, studierte an der Fachhochschule für Gestaltung, wechselte an die HFBK Hamburg Fachbereich Kunsterziehung, erstes Staatsexamen, Schwerpunkt: Malerei, Referendariat. Seit 1988 freiberuflich tätig in der Kinder- Jugend und Erwachsenenbildung. Museumspädagogik der Malschule der Hamburger Kunsthalle.
„Momental“ läuft bis 21. September (mi., sbd und so., 11 bis 18 Uhr).

Von Frank Füllgrabe