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Prof. Dr. Andreas Heinecke und Museumsdirektorin Hilke Lamschus bei der Präsentation einer App. Eine neue Ausstellungs-Konzeption soll mit Zuschuss-Hilfe der Stadt realisiert werden. Foto: t&w

Es stehen noch 1,5 Millionen aus

Lüneburg. Die Zusage hat Lüneburgs Stadtbaurätin Heike Gundermann erst jüngst in Berlin persönlich entgegengenommen: Der Bund fördert die Sanierung des Deutschen Salzmuseums mit 4,5 Millionen Euro. Exakt 4.499.000 Euro kommen aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“, verteilt auf die Jahre 2020 bis 2023. Auch der Eigenanteil der Stadt in Höhe von zehn Prozent ist bereits gesichert.

Die 400.000 Euro, die die Stadt – auf vier Jahre verteilt – aus dem kommunalen Strukturentwicklungsfonds des Landkreises beantragt und bewilligt bekommen hat, werden damit nicht mehr gebraucht? Nicht ganz, sondern anders. Denn über das Bundesprogramm wird weder die geplante Überarbeitung der Ausstellungskonzeption noch die dann nötige neue Ausstattung des Museums finanziert.

Leiterin Hilke Lamschus und die Kulturreferentin des Rathauses, Katrin Schmäl, warben jetzt im Kulturausschuss dafür, den kreislichen Zuschuss dorthin umzuleiten, denn die inhaltliche Weiterentwicklung des Museums werde nach ersten groben Schätzungen weitere 1,5 Millionen Euro kosten.

Die 400.000 Euro sind an Investitionen gebunden

„Alles, was ein Museum ausmacht“, beschrieb Lamschus das, was jetzt noch finanziert werden müsse. Das Museum müsse zukunftsfähig gemacht werden. „Wir wollen überregional wirken“, auch über Lüneburgs Geschichte hinaus, unterstrich Lamschus, hier die Ansprüche auch höher schrauben zu wollen. Dabei gelte es, „die Balance zu finden“, sich inhaltlich zu erweitern, aber „keinen Millimeter mehr“ Platz zu haben.

Das wollen die Ausschussmitglieder auch unterstützen. Doch ganz so einfach könne das Geld im Haushalt nicht verschoben werden, mahnte Hans-Richard Maul von der Verwaltungsspitze. Die 400.000 Euro seien an Investitionen gebunden, betonte er und riet Lamschus und Schmäl, kurzfristig den Antrag zu präzisieren, damit er im Rahmen der jetzt anstehenden Haushaltsberatungen eingearbeitet werden könne. Das sicherten beide zu und bekamen dazu noch ein „Wir wollen doch unser Salzmuseum nicht sterben lassen“ mit auf den Weg.

Von Marc Rath