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Das Göttinger Symphonieorchester mit Dirigent Nicholas Milton. Foto: privat

Tschechische Meisterwerke

Bleckede. Der Dirigent des Göttinger Symphonieorchesters heißt seit einiger Zeit nicht mehr Christoph-Mathias Mueller sondern Nicholas Milton, ansonsten aber ha t sich nicht viel geändert: Auch das 27. Neujahrskonzert des Orchesters, eingeladen vom Kultur- und Heimatkreis Bleckede, ist von der klassischen Sorte nach dem Vorbild Wiens: Polkas, Märsche, Walzer, Auszüge aus Operetten, vorzugsweise von Johann Strauß Vater und Sohn – eben alles, was gute Laune und Lust auf das neue Jahr macht. Termin: Sonnabend, 4. Januar, 18 Uhr im Bleckeder Haus. Solist des Abends ist der Cellist Valentino Worlitzsch.

Dvoraks Slawische Tänze und die glanzvolle Ouvertüre zu Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ bilden inhaltliche Schwerpunkte des Programms. Bedrich Smetana und Antonin Dvorak sind die Begründer und Meister der tschechischen Musik des 19. Jahrhunderts. Inspiriert durch die Volksmusik Böhmens gaben sie in ihrem Schaffen der Liebe zu ihrem Land und zur Natur musikalischen Ausdruck.

Valentino Worlitzsch spielt ein kostbares Violoncello aus dem 18. Jahrhundert. Foto: Felix Broede

Valentino Worlitzsch wird unter anderem Tschaikowskys „Pezzo Capriccioso für Violoncello“ und Dvoraks „Waldesruh“ (Adagio für Violoncello und Orchester) spielen. Der junge Musiker hat an zahlreichen in- und ausländischen Musikwettbewerben teilgenommen. Er gewann unter anderem den ersten Preis und zwei Sonderpreise beim Internationalen Musikwettbewerb „Pacem in Terris“ in Bayreuth. Beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in St. Petersburg war er Semifinalist und wurde als bester Teilnehmer beim Pierre Fournier Award in London ausgezeichnet. Der langjährige Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes konzertierte mit den Düsseldorfern Symphonikern, dem Beethoven Orchester Bonn und dem Münchner Kammerorchester, spielte in der Wigmore Hall London, in der Philharmonie St. Petersburg und der Philharmonie Berlin. Als Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Stiftung Musikleben spielt er seit 2015 ein Violoncello aus dem 18. Jahrhundert, eine treuhänderische Gabe aus Privatbesitz.

Chefdirigent Nicholas Milton war bis zum Ende der Spielzeit 2017/18 Generalmusikdirektor und Chefdirigent am Saarländischen Rundfunk Saarbrücken. Engagements an deutschen und internationalen Opernhäusern führten den gebürtigen Australier rund um den Globus. Mit 19 Jahren wurde er zum jüngsten Konzertmeister Australiens ernannt. 1999 kürte ihn „Symphony Australia“ zum Dirigenten des Jahres. 2001 erhielt er für sein gesellschaftliches Engagement und seine Aktivitäten zur Förderung der Musik die „Australische Jahrhundertmedaille“.

Mitveranstalter und Förderer des Neujahrskonzerts, auch daran hat sich nichts geändert, ist die Volksbank Lüneburger Heide. lz