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Sie laden zum Medienforum: Carsten Junge (Sparkassenstiftung), Jörg Witte (Medienagentur M7), Karl Maier (Film & Medienbüro) und Jürgen Enkelmann (Wirtschaftsförderungsgesellschaft). Foto: ff

Medienforum in Lüneburg

Lüneburg. Die Zeiten sind nicht leicht für die etablierten Fernsehsender: Ihnen läuft das Publikum davon. Das gilt vor allem für die jungen Leute, für die das Tablet und der Laptop selbstverständlich sind, die die gute alte Glotze aber kaum noch anstellen. Von einem „Generationen-Abriss“ ist die Rede. Auf der anderen Seite finden Filmemacher und Produzenten im Netz schnelle Wege, ihre Werke zu publizieren, ohne sich durch aufgeblähte TV-Verwaltungsapparate kämpfen zu müssen. Die Branche trifft sich in Lüneburg auf zwei ineinander verzahnten Veranstaltungen: dem Film- und Medienforum Niedersachsen (27./28. Oktober) im Kloster Lüne und der MediaNight (27. Oktober) in der Kulturbäckerei.

Neue Studie: Wer sind die Creators auf Youtube?

Früher feierte ein Film im Kino oder im Fernsehen Premiere, dann kamen Unternehmen wie Amazon und Netflix. „Mittlerweile hat sich der Ablauf umgekehrt“, so Jürgen Enkelmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Lüneburg.

Natürlich konzentriert sich die Aufmerksamkeit auch auf Youtube-Macher, deren Filmchen millionenfach angeklickt werden, und die möglicherweise ins Boot geholt werden können. „Die sollen ihre Fans mitbringen“, so Karl Maier vom Film & Medienbüro Niedersachsen in Osnabrück. Es geht um die Förderung und Einbindung von jungen Talenten, auch um die Rolle der Lüneburger Film-Wirtschaft als Schnittstelle zwischen den Studios in Hamburg und Hannover.

Bereits in die siebte Runde geht das zweitägige Forum im Kloster Lüne; Beginn: Donnerstag, 27. Oktober, 9.30 Uhr. Vorgestellt werden beispielsweise die ersten Projekte von „funk“, einem neuen Netzwerk von ARD und ZDF, das am Anfang Oktober online startete. Ein weiteres Thema ist die „doku.klasse“, ein Stipendiatenprogramm für Filmemacher, das die 3sat-Dokumentarfilm-Ausschreibung „Ab 18!“ begleitet, und die Transmedia Kinderplattform. Generell sollen die Rahmenbedingungen für Produktionen in Niedersachsen beleuchtet werden, und es gibt eine neue Studie: „Wer sind die Creators auf Youtube?“

Die zweite MediaNight in der Kulturbäckerei steht unter dem Thema „Online-Distribution von Film- und TV-Produktionen in Deutschland“ (Distribution: Verteilung, Vertrieb, Verbreitung). Am Donnerstag, 27. Oktober, ab 19 Uhr, analysiert Dirk Martens, Geschäftsführer der House of Research GmbH, in einem Impuls-Vortrag, wie VR-Technik, das Kürzel steht für Virtual Reality, den Medienmarkt verändert. In der anschließenden rund einstündigen Talkrunde wollen Wissenschaftler und Praktiker das Thema vertiefen.

Über virtuelle Realität und den Medienmarkt

Wo so viel über Filme gesprochen wird, sollen auch welche zu sehen sein, und zwar in der Scala. Am Mittwoch, 26. Oktober, startet um 19 Uhr eine Reihe von Kurzfilmen, am 28. Oktober ist um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Botticelli Inferno“ zu sehen. Nähere Informationen und Anmeldungen beim Veranstalter, dem Film- und Medienbüro Niedersachsen, 0541-28426, info@filmbuero-nds.de. ff