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Der Natur in ihren vielfältigen Ausprägungen gilt das Hauptaugenmerk des Malers Volker Winter; hier: Park (2010, Öl auf Malkarton, Ausschnitt).

Volker winters norddeutsche Sichtweisen

Lüneburg. Eigentlich ist Volker Winter, 1944 in Lüneburg geboren, von Beruf Jurist. Vielleicht liebt er deswegen die präzise Ansage. Und so hat er seine Ausstellung in der KulturBäckerei „Landschaften, Blumen, abstrakte Farbkompositionen“ genannt, genau das ist zu sehen. Ein bisschen komplexer aber ist die Sache dann doch, in immerhin 55 Ölbildern führt der Maler durch wechselnde Sichtweisen, Stimmungen und Stile.

Seine Motive findet Volker Winter vor allem im norddeutschen Raum, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein: melancholische, verhangene Landschaften und von der Sonne durchglühter Wildwuchs, der Blick in die Tiefe und auf das verborgene Detail, mal ausformuliert, meistens aber verdichtet, reduziert bis zum Abstrakten, aufgebaut mit lasierenden Farbschichten oder in pastoser, die spontane Geste betonender Malweise. Gemeinsam ist den Arbeiten ein wegweisender Titel, „Große Wolke“, „Morgenstimmung an der Trave“ oder „Mädchen in Tulpenfeldern“.
Es gibt also eine klare Orientierung, die gewählte Darstellungstechnik folgt der Motivation des Malers. Vielschichtig ist auch der Untergrund, Volker Winter malt auf Leinwand, Malpappe, Karton, Holz, Hartfaserplatte und was eben sonst noch taugt.
Die Ausstellung im Artrium der Kultubäckerei, also im ersten Stock, läuft bis einschließlich 18. Dezember. ff