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Phillip Barczewski hat die Übersicht über die Chorensembles auch aus dem Orchestergraben heraus. Foto: t&w

Phillip Barczewski erweitert die Chorszene rund ums Theater Lüneburg

Von Hans-Martin Koch
Lüneburg. Vier Themen, ein Mann: Phillip Barczewski, 28 Jahre jung und Chordirektor des Theaters Lüneburg, Nachfolger von Deborah Coombe. Er hat einiges angeschoben, und jetzt stellt er sich auch als Dirigent vor beim Weihnachtskonzert des Theaters am Sonnabend, 17. Dezember, 20 Uhr. Thema Nummer zwei wird auch mitwirken und bei Thema Nummer drei auch. Aber von vorn:

Das Weihnachtskonzert bietet ein Programm, das nicht im Detail verraten wird. Etwas von Mendelssohn ist dabei, Passendes von Händel und Mozart wird erklingen. Der 17. Dezember ist der Tag, an dem das Weihnachtsoratorium in St. Johannis aufgeführt wird dort erklingen um 17 und 20 Uhr die Kantaten I bis III. Barczewski liefert die Fortsetzung mit Kantate IV namens „Fallt mit danken, fallt mit loben“. So viel verrät er denn doch und auch den „Abendsegen“ aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“. Neben Solisten aus dem Haus wird in diesem Konzert der Chor gefragt sein, und da kommt Thema Nummer zwei ins Spiel: die Lüneburger Singakademie.

Gemeinschaft mit der Musikschule

Sie wird neben dem Opernchor des Theaters eine Rolle spielen. Die Singakademie ist eine Gemeinschaftsproduktion mit der Musikschule. Dort ist Anna Schwemmer die Frau für Kinder und Jugendliche, im Theater feilt Barczewski mit den Erwachsenen an Takt und Ton. Die Singakademie versteht Barczeski als ein Dach der Chöre, unter dem neben dem Haus- auch der Extrachor des Theaters zu Hause ist. „Wir versuchen, der Chorarbeit eine schöne Form zu geben“, sagt Barczewski.

Er bringt trotz junger Jahre viel Erfahrung ein. Von 2008 bis 2015 leitete er beim Impuls-Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt Musiktheater-Jugendprojekte. Barczewski stammt aus Sachsen-Anhalt, und er hat als Dirigent vor nahezu allen Orchestern des Bundeslandes gestanden.Er war auch bei den Operncamps der Wiener Philharmoniker im Rahmen der Salzburger Festspiele engagiert.

Ausblick auf Beethovens Neunte

Am Theater Lüneburg studierte er die Opern „Neues vom Tage“ sowie „Die Zauberflöte“ als Assistent mit ein und übernahm die musikalische Leitung von Stravinskys „Die Geschichte vom Soldaten“ in einer Produktion des Theater-Konglomerats Lüneburg. Mit der Singakademie öffnen Anna Schwemmer und Philipp Barczewski das Theater allen, die gerne und gerne gut singen. Das dürfen wohl ziemlich viele sein, vor allem bei Thema drei, das da immerhin heißt: „Sing mit die schönsten Opernchöre der Welt“.

Das hat noch etwas Zeit, denn erst am 24. Juni zum Saisonschluss kann jeder, der Spaß am Singen hat, mitmachen, egal ob Anfänger ohne Vorkenntnisse oder Vollprofi. Ein Formular zur Anmeldung ist an der Theaterkasse zu bekommen, findet sich aber auch auf der Website des Theaters beim Hinweis auf das Konzert unter „Anhänge“. Die Lüneburger Symphoniker werden spielen, Thomas Dorsch und Phillip Barczewski dirigieren, Mitglieder des Opernensembles singen und die geballte Chormacht. Alles open air! Natürlich wird vorher geprobt.

Es gibt da noch ein viertes Thema: Beethovens „Neunte“. Sie soll am 11. März um 11.30 Uhr zur Eröffnung des Libeskind-Baus erklingen. Erwartet werden 150 Gastsänger aus Lüneburgs japanischer Partnerstadt Naruto. Auch da können Lüneburger mitsingen. „Interessierte sind erwünscht“, sagt Phillip Barczewski. Wer dabei sein möchte, kann ihm auch eine Mail schicken; Adresse: Phillip.Barczewski@theater-lueneburg.de