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Robin Davis leitete im „tutti pro“- Konzert mit Filmmusik Profis und Musikschüler. Foto: be

Das war zauberhaft

Lüneburg. Es braucht Ideen, um Säle zu füllen, und an diesem Sonntagmorgen waren die 540 Plätze im Theater zu wenig, die Grundidee also passte. Einige Interessierte mussten wieder gehen, ohne „Fantasy und Zauberei“ genießen zu können. So war das dritte Familienkonzert überschrieben, das voll war mit Filmmusik, mit anspruchsvollen, populären und auch mal kaum bekannten Klängen. Eigentlich war‘s ein wilder Mix, aber Robin Davis, die Solisten, die Symphoniker und ihre Mitspieler hatten ebenso Spaß wie das Publikum.

Mitspieler waren Musikschüler, die Pult an Pult mit den Profis saßen. Das Konzept „tutti pro“ ist auch so eine Idee, die das Haus mit jungem Leben füllt. Die folgenden Filmmusiken stammten allerdings vorwiegend aus elterngerechten Kinowerken – von „Star Wars“ über „James Bond“ bis – zur Zugabe – „Shrek“.

Franka Kraneis und Signe Ravn Heiberg ließen große Opernkunst aufblühen, Anna Müllerleile war bei Musical- und Pop-Parts stark, etwa bei „Skyfall“. Die jugendlichen Moderatoren Jona Hoek und Timm Moritz Marquardt zeigten auch gesanglich Qualitäten, und so flog die Zeit dahin.

Stark die Idee, Paul Dukas‘ 120 Jahre alte „Zauberlehrling“-Musik mit entsprechenden Szenen aus Disneys „Fantasia“ von 1940 zu kombinieren. Und eine der jüngsten Truppen des Theaters mischte mit, der TanzJugendClub war in Sachen „Harry Potter“ aktiv. Zum „Exit“ gab‘s „Pomp and Circumstance“, da schwenkte Alexander Eissele gar den Union Jack.
Selten hat ein Familienkonzert so viel Spaß gemacht. Mal sehen, was Robin Davis und Co. zu Gustav Holsts „Planeten“ einfällt, sie kreisen am 19. März

Von Hans-Martin Koch

Robin Davis geht nach Salzburg

Das ist ein Verlust für das Theater und seine Symphoniker: Robin Davis wird das Haus verlassen. Er setzte sich gegen 150 Mitbewerber durch und wird zur Spielzeit 2017/18 Erster Kapellmeister am Salzburger Landestheater. Robin Davis, 1982 in England geboren, schloss ein Mathematikstudium an der Cambridge Universität ab, bevor er an der Royal Academy of Music in London Liedbegleitung und Kammermusik studierte.

Nach zwei Jahren als Solo-Korrepetitor am Theater Dortmund ging er als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors ans Oldenburgischen Staatstheater. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Davis 1. Kapellmeister und Studienleiter am Theater Lüneburg. Davis wird noch das vierte Familienkonzert und das fünfte Meisterkonzert, er dirigiert das „Weiße Rössl“, das noch einmal am 26. Februar auf dem Spielplan steht und bereits ausverkauft ist.

Schließlich wird Davis im T.NT mit Hajo Fouquet „Das Feuerwerk“ zum 1. April in Gang setzen. oc