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Der Erfolg des Jakob-Festivals 2016 ermutigt die Veranstalter, ein zweites Kurpark-Event zu inszenieren. Foto: ff

Jakob Festival kehrt in den Kurpark zurück

Lüneburg. Sie hofften auf fünfhundert, es kamen tausend: Viel Arbeit hatten die jungen Veranstalter des Jakob-Festivals im vergangenen Jahr im Kurpark, sie wurde belohnt. Damals war der Lüneburger Stadtjugendring der offizielle Träger, und weil mittlerweile alles eine gewisse Eigendynamik bekommen hat und eine Nummer größer geworden ist, gibt es nun seit Februar einen neuen Verein: „Jakob Jugendkultur“. Partys soll es geben, Konzerte, einen Poetry Slam – und natürlich ein zweites Jakob Festival. Das Line up mit zehn Bands ist noch nicht spruchreif, der Termin schon: 12. August.

Über das Jahr verteilt immer wieder Events auch für Teenager anzubieten, die jünger als 16 Jahre sind, das war die Idee, und sie kam gut an. Neben dem Open Air Festival hat das Jakob-Team mittlerweile eine Reihe von „Youth Side Partys“ im Vamos ins Leben gerufen, zuletzt, bei der sechsten, waren da 500 Besucher. Die „Jakobiner“ veranstalten nun seit Februar auch HipHop bei Anna & Arthur in der Katzenstraße, am 20. Mai soll es ein Konzert im Wasserturm geben, und beim Lüneburger Stadtfest 2017 wird der Jugendkultur-Verein das Programm am Sonnabend, 17. Juni, im Glockenhof gestalten, zum Beispiel mit einem Poetry Slam. Geplant ist außerdem, sich an dem Kurzfilmfestival „Im Kasten“ des Stadtjugendringes zu beteiligen.

„Wir arbeiten alle sehr freundschaftlich miteinander, aber ganz ohne Hierarchien und klare Ansagen geht es nicht.“
Johanne Hobel, Vereins-Sprecherin

Rund 30 Mitglieder hat der Verein, die jüngsten sind 14, die ältesten Anfang zwanzig. Viel Wert wird auf das Miteinander gelegt, „der Partizipationsprozess ist fast noch wichtiger als die Veranstaltungen, wir treffen uns momentan fast jeden Tag“, sagt Pressesprecherin Johanne Hobel, die selbst in die elfte Klasse geht, und: „Wir arbeiten alle sehr freundschaftlich miteinander, aber ganz ohne Hierarchien und klare Ansagen geht es nicht.“

Diese Erfahrungen machten die jungen Leute bei dem ersten Festival, für das sie einen Jugendkulturpreis der Stiftung Niedersachsen gewannen: Behördengänge, Presse-Arbeit, Booking, Gestaltung der Ausstattung, Werbung um Zuschüsse, Kontrolle der Finanzierung – all das will einigermaßen organisiert sein, weshalb die Vorbereitungen diesmal zeitig begannen. Es ist sogar noch ein bisschen Geld aus 2016 übrig. Viel Phantasie steckte in dem Konzept, das (wie das Lunatic-Festival) ein Rahmenprogramm und die Einbindung von Initiativen vorsieht – und auch zwei Bühnen: die Konzertmuschel und eine im Wandelgang für dezentere Background-Musik. „Im vergangenen Jahr hatten wir Lüneburger Bands im Blick“, so Johanne Hobel, „diesmal gehen wir mehr Richtung Hamburg.“

Von Frank Füllgrabe