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Kirchenmusikerin Frauke Heinze will eine „Singschule Lüneburg“ auf die Beine stellen.

Kirchenmusikerin Frauke Heinze : Eine Stimme für St. Johannis

Lüneburg. An der Johanniskirche herrschte durch den Ausfall der langzeiterkrankten Christiane Maiwald ein Vakuum. Jetzt springt Frauke Heinze ein, um den Chören der Kinder und Jugendlichen Stimme zu geben.

Die 34-Jährige bringt dazu alle Voraussetzungen mit. Die aus Hessen stammende Musikerin studierte historische Musikwissenschaft sowie Mittlere und Neuere Geschichte an den Universitäten Leipzig und Graz, absolvierte ein Bachelorstudium in den Fächern Schulmusik und Chor-/Ensembleleitung. In Luzern folgte der Masterstudiengang „Dirigieren“ mit Schwerpunkt Chorsinfonik.

Zusätzliches Profil erwarb sich Frauke Heinze durch zehn Jahre, die sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Leipziger Bach-Archiv beschäftigt war. Dem ist sie weiterhin freiberuflich verbunden. Noch rund sechs Wochen pendelt Frauke Heinze zwischen Luzern und Lüneburg, aber eine Wohnung hat sie hier mittlerweile gefunden, und während langer Zugfahrten lassen sich schließlich gut Ideen zu Papier bringen.

Ein reiner Knaben- bzw. Mädchenchor

Frauke Heinze wird schnell Akzente setzen. Sie werden unter dem Titel „Singschule Lüneburg“ stehen. Dazu werden die zurzeit 60 bis 70 Stimmen umfassenden Chöre der Jüngsten an der Kirche neu sortiert. Aber das ist noch in Planung und dürfte im Laufe des Sommers umgesetzt werden, unter anderem möchte Frauke Heinze Kinder im bestimmten Alter als reinen Knaben- bzw. Mädchenchor führen.

Als musikalische Vorlieben nennt Frauke Heine auf der Homepage der Kirche nord- und mitteldeutsche Barockmusik, Leben und Werk der Familie Bach sowie spätromantische englische Chorsinfonik, etwa von Charles Villiers Stanford und Sir Hubert H. Parry.
Lüneburg war der Kirchenmusikerin bisher aus der (Bach-)Literatur bekannt. Nun ist sie zumindest zeitweise hier und hat „sich auf Anhieb wohlgefühlt.“ oc