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Saskia Kuntzsch-Zschoch und Joachim Kuntzsch haben wieder ein Programm quer durch die Genres vorbereitet. Foto: A/oc

Programm von „Konau 25“: Jenseits der Grenzen

Konau. Der Kuhstall versprach zu DDR-Zeiten eine „Frohe Zukunft“. So nannte sich die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, deren Mitarbeiter im Sperrgebiet zwischen DDR und BRD eingepfercht leben und arbeiten mussten. „Frohe Zukunft“, das war einmal. Heute aber greift ein Verein den Namen auf und füllt ihn neu – in Konau 25. Saskia Kuntzsch-Zschoch und Joachim Kuntzsch haben das Hallenhaus aus dem 19. Jahrhundert in einen Ort der Kultur verwandelt. Am Ende des Dorfes, hinterm Deich wird auch in diesem Jahr ein Programm mit Klassik, Jazz und Literatur geboten. Zuerst geht es um „Jahrtausendgänger“.

So nennt das Jaspar Libuda Trio sein aktuelles Programm mit „Cinematic Bass Music“. Eine Art Klangkino verspricht der Berliner Kontrabassist und Komponist. Mit Gitarrist Florian Segelke und Schlagzeuger Sven Tappert entführt Libuda seine Zuhörer in eine Klangwelt der Poesie. Das Band-Projekt ist auf Festivals und Tourneen erprobt – und war auch schon einmal in Konau. Das Trio eröffnet die neue Konau-Saison am Sonnabend, 27. Mai, um 17 Uhr. Kaffee, Kuchen, Wein sind natürlich ebenfalls im Programm, das hat hinten im Marschhufendorf längst Tradition.

Programm

Bis in den Dezember folgen noch sieben Programmpunkte.

Die Welt der Empfindsamkeit in der Barockmusik und Literatur wird am Sonnabend, 17. Juni, um 17 Uhr von Menno van Delft (Clavicord) und Arash Marandi (Rezitation) aufgefächert.

Aus Gourmet- und Garküchen tischt am Sonntag, 9. Juli, um 15 Uhr Michael Prelle vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg Geschichten auf.

Alexej Gerassimez & Friends kommen als Gastspiel der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag, 3. August, um 19.30 Uhr nach Konau. Der Schlagzeuger Gerassimez ist „Preisträger in Residence“ des Festivals und bringt viele Freunde mit: die Percussionisten Julius Heise und Sergey Mikhaylenko, den Jazzpianisten Omer Klein, den Kontrabassisten Haggai Cohen-Milo und das Vision String Quartet, das gerade beim Movimentos-Festival in Wolfsburg begeisterte. Gespielt wird Musik von Franz Schubert bis Chick Corea.

Faltenradio steht ebenfalls für grenzüberschreitende Musik. Mit Klarinette, Horn, Gitarre, steirischer Harmonika und Gesang haben sie ihre Crossover-Musik schon wiederholt beiderseits der Elbe präsentiert. „Respekt“ fordern sie am Sonnabend, 9. September, um 17 Uhr.

Kammermusik mit Meisterschülern des 11. Internationalen Mendelssohn Festivals erklingt am Sonnabend, 23. September, um 17 Uhr.

Hannelore Hoger gehört zu den Künstlern, die den Weg nach Konau bereits kennen. Sie liest Geschichten von Siegfried Lenz. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.

Wanja Mues und Cellist Stephan Braun sind aber schon fest für Sonnabend, 2. Dezember, 17 Uhr gebucht. Sie bieten „Theater um Weihnachten“.

Von Hans-Martin Koch