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Aufstellen zum Siegerfoto: Schüler, Pädagogen und Organisatorin Nina Lawryniuk (hinten, vierte von rechts). Foto: zimmermann

So sehen Sieger aus

Lüneburg. Das also war Runde drei. Der Jugendkunstpreis für Stadt und Kreis Lüneburg hat wieder viele verdiente Gewinner gefunden, aber ein Problem behalten. In der sehr gut besuchten KulturBäckerei wurden jetzt tolle Preise verteilt, von Gutscheinen über Bargeld bis zu Klassenfahrten in die Kunsthalle bzw. ins Miniaturwunderland Hamburg.
Alle zwei Jahre werden Schüler aller Klassen zur Teilnahme an dem Jugendkunstpreis aufgerufen. Vorangestellt wird dem Preis ein Motto. Das sorgt für Vergleichbarkeit, was der Jury dient. Gerechterweise werden die Preise in drei Altersstufen aufgeteilt: Klasse eins bis vier, Klasse fünf bis acht und drittens gibt es eine Preiskategorie für alle ab Klasse neun.
70 Einzeleinsendungen kamen in diesem Jahr, das ist viel, und Arbeiten von 14 Schulklassen. Beteiligt hat sich ein gutes Dutzend Schulen. Das klingt gut, aber es befinden sich rund 50 Schulen in Stadt und Kreis. Da also kann noch etwas wachsen, was sicher vor allem von den Schulen selbst ausgehen müsste.

Springen mehr Schulen an, wäre das gut für den Wettbewerb, hart für die Juroren. „Wir haben uns schwergetan“, sagt die Malerin Anja Struck, die vom Kunstverein als Jurorin benannt wurde. Mit ihr diskutierten Stefanie Kleefeld (Halle für Kunst), Christiane Kause (Kunstverein Dahlenburg), Margaretha Stumpenhusen (Kunstschule Ikarus), Jürgen Landmann (Stadt Lüneburg), Freia Srugis (Landkreis), Ernst Bögershausen (Kulturausschuss der Stadt), Bernie Wiemann (Kreis-Kulturauschuss) und als organisierende Kraft Nina Lawryniuk von der Sparkassenstiftung. Die Stiftung hat die Aufgabe übernommen, den von der Kommunalpolitik ins Leben gerufenen Wettbewerb durchzuführen.

Das Motto lautete in diesem Jahr: „Deine Mikrowelt“. Da war Phantasie gefordert, um die eigene Welt aus ungewohnter Perspektive zu betrachten. Die Bilder, die aus szenischen Darstellungen heraus entstanden – oft mit Hilfe von Knete oder Playmobil-Figuren – führten wiederholt in die Arbeitswelt oder zeigte. wie ein (Natur-)Hindernis überwunden wird.
Hier und da war die Idee origineller als das Ergebnis, aber was zählt, ist der kreative Gedanke und der Weg zum Ziel. Das wurde auch bei Grußworten von Lüneburgs Bürgermeister Eduard Kolle und Landkreisvertreter Martin Wiese deutlich, ebenso in den Worten der Juroren bei der Preisvergabe. Und das sind die Gewinner:

Bei den Klassen eins bis vier gingen Einzelpreise an Miya Feller von der Grundschule im Roten Feld sowie an Finnja Kohl, Lasse Hammann, Denise Grohnwaldt und Michel Achenbach, alle von der GS Betzendorf. Den Gruppenpreis bekam die 3b der GS Kreideberg, einen Sonderpreis die Betreuungsklasse der GS Lüne. Einzelsieger der fünften bis achten Klasse wurden Karl Döring und Michelle Hasemann, beide vom Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck sowie die Herderschüler Marly Saucke, Emma Temmen und Felix Schäfer. Auch den Gruppenpreis vergab die Jury an das Scharnebecker Gymnasium. Preisträger der Kategorie ab Klasse neun wurden Amelie Abram, Jana Konle und Lena Marie Sommer, als Gruppe ging ein Sonderpreis an eine Gruppe der Klasse R10C von der Christianischule.

Dass es atmosphärisch eine runde Stunde wurde, dafür sorgte Miss Allie mit Liedern, bei denen sogar die Jungs mitsangen und -pfiffen.

Von Hans-Martin Koch