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Die Ratten im Künstlerhaus Lauenburg.
Die Ratten im Künstlerhaus Lauenburg.

Tote Ratten im Künstlerhaus Lauenburg

Lauenburg. Zum 31. Mal ist jetzt eine neue Stipendiaten-Generation in das Lauenburger Künstlerhaus eingezogen. Eine mit internationalem Touch: aus der Ukraine D aniil Galkin (32), mit französisch-kanadischen Wurzel Thierry Tidrow (30) und aus Deutschland Dagmar Weiß (38), Valentin Moritz (30) sowie Anja Gerecke (40). „Es ist sensationell, dass wir hier bereits die 31. Generation begrüßen können. Die Stipendiaten können stolz darauf sein, ausgewählt worden zu sein“, erklärte Andrea Kühnast aus dem Kieler Kulturministerium.

Gerecke, Galkin und Weiß werden sich der bildenden Kunst widmen, Komposition ist das Thema von Tidrow, und Moritz sorgt für die Literatur im Haus – gerne jeweils mit Bezug zu Lauenburg, wie Marita Landgraf, die künstlerische Leiterin des Hauses am Elbufer, betont.

„Hier an der Elbe ist immer alles im Fluss“, sagte Bürgermeister Andreas Thiede vor etwa 40 Gästen bei der Vorstellung der Stipendiaten. „Kunst soll ja auch immer ein bißchen polarisieren“, sagte Thiede und riet zum Gang in den Keller des Künstlerhauses. Die steile Treppe aus der Galerie hinab, große Besucher müssen den Kopf einziehen, wartet eine schaurige Art moderner Kunst. Daniil Galkin hat in einem Bodenloch unter einer Glasplatte tote Ratten drapiert. Ergänzt hat der Künstler das Projekt der an den Schwänzen verknoteten Ratten um eine Videoarbeit. Auch die Krähenfüße, die im Erdgeschoss gezeigt werden und etwa an einem Zirkel hängen, sind eher speziell.

300 Künstler hatten sich beworben

Dagmar Weiß überzeugt derweil mit Schwarzweiß-Fotografie. Während ihres sechsmonatigen Aufenthalts in Lauenburg möchte sie sich um Videos kümmern. Anja Gerecke hat der Außenwand zum Nachbarhaus bereits frische Farben verpasst und zeigt weitere Werke im Haus. Komponist Thierry Tidrow hatte mit der Uraufführung seiner Oper „My Corporate Identity“ im April in Berlin für Aufsehen gesorgt. Valentin Moritz möchte während der Schaffensphase in Lauenburg seinen ersten Roman, der sich mit Wochenendhaussiedlungen in der ehemaligen DDR beschäftigt, schreiben.

„Wir werden uns hier auf große künstlerische Qualitäten und sehr hochwertige Arbeiten freuen können“, gab sich Andrea Kühnast überzeugt. Das Land fördert den Aufenthalt der Stipendiaten in Lauenburg finanziell. Respekt zollte die Ministeriumsmitarbeiterin dem Verein Künstlerhaus Lauenburg für dessen Arbeit. „Das Künstlerhaus selbst ist sehr kreativ und lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen“, lobte Andrea Kühnast.

300 Künstler hatten sich um die Stipendien beworben. tja

3 Kommentare

  1. die toten ratten als kunst zu bezeichnen hat schon was. ist so ähnlich , wie das gekleckse von einem affen,wo deren besitzer es bei einem malerwettbewerb eingereicht hatte und da einen preis gewonnen hat. dummheit scheint auch eine kunst zu sein.

  2. Norbert Kasteinecke

    Klaus, Sie sind ein Kunstbanause.

    Der Versuch einer Definition :

    http://artfocus.com/kunst/

    „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)