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Das Heidebuch von Anja Putensen betont die historischen Ausprägungen der Region. Foto: Ff

Fotoband von der alten Lüneburger Heide

Fotografien von der Lüneburger Heide zeigen meistens die leuchtend lila blühende Besenheide und publikumswirksam gekleidete Schäfer vor urigen, windschiefen Stä llen. Aber die Region um Undeloh und Wilsede war ursprünglich kein Touristen-Wandergebiet sondern eine durch Überweidung entstandene Kulturlandschaft, ihre überwältigende Kargheit ist immer wieder von geplagten Kutschen-Reisenden beschrieben worden. Erst mit der Industrialisierung entstand die Wahrnehmung der Heide als schützenswertes Gegenbild zum Leben in den lauten, engen Großstädten.

42 Fotos im Postkartenformat

Jetzt hat die Künstlerin Anja Putensen, 1977 in Winsen/Luhe geboren, ein kleines Fotobändchen herausgebracht, das den historischen Aspekt der Lüneburger Heide betont. Das von der Stiftung Kunstfonds geförderte Buch „Die Heide – The Heath“ besteht im Kern aus 42 Fotos im Postkartenformat – nebelige Waldszenarien, Winterland, Soldatengräber, Panzerspuren, natürlich auch mal Calluna Vulgaris mit Wacholder. Eine melancholische Heidewanderung für Menschen, die auch lieber nach Venedig fahren, wenn die Tristesse am Canale Grande am intensivsten ist. (Kerber Verlag, 64 Seiten, Hardcover, 20 Euro). ff