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Benjamin Tomkins bei einem seiner vergangenen Auftritte im Kulturforum. (Foto: t&w)

Comedy und Kabarett im Kulturforum Wienebüttel

Lüneburg. Es gibt ein Wiedersehen mit dem Kabarettisten Vince Ebert (15.9.) und dem Puppenspieler Benjamin Tomkins (26.10.), neben der Comedy liegt der Schwerpunkt auf dem Jazz, das A-cappella-Quartett Maybebop hat vorsorglich gleich zwei Termine hintereinander (30./31.8.) bekommen: Das zweite Halbjahresprogramm verzeichnet 59 Termine von Musik über Vorträge und Ausstellungen bis zum Theater, eigentlich ist alles wie immer im Kulturforum Gut Wienebüttel – fast. Mit der fünfzigsten Ausgabe des vertrauten Programmhefts verabschiedet sich Gebhardt Dietsch, fast 27 Jahre lang hat er mit wechselnden Partnern das Profil des „Kufo“ geprägt.

Kabarettist Vince Ebert / Foto:nh

Ab Januar 2018 sind Mathias Meyer und Simone Winkelmann vom Vorstand des Trägervereins für den Betrieb in der Konzertscheune und auf der Brettlbühne im Haupthaus nebenan verantwortlich. Sie wollen „Bewährtes erhalten, aber auch neue Akzente setzen“. Das Bewährte, das ist etwa das mongolische Weltmusik-Trio Sedaa (4.11.), das neben seinen eigentümlichen Instrumenten vor allem mit einer dramatisch-skurril anmutenden Gesangstechnik fasziniert: Unterton- und Kehlkopfgesang, manchmal gleichzeitig, aus einem Mund. Die schwedische Sängerin Aino Löwenmark und die südafrikanische Geigerin Hanmari Löwenmark führen als Duo Fjarill – also: „Schmetterling“ – in die Welt der schwerelosen Klänge (20.12.), die elfköpfige Salsa-Bigband Havana präsentiert natürlich die aus vielen Quellen gespeiste Musik Kubas (2.12.).

Alle Abende mit Jürgen von der Lippe ausverkauft

Comedy beziehungsweise Kabarett macht fast die Hälfte der Termin-Liste aus: „“, sagt Altmeister Martin Buchholz, der sich am 30. November nach 35 Bühnenjahren ebenfalls von seinem Lüneburger Publikum verabschiedet. Er zählt, ebenso wie etwa Lothar Bölck („Dummerland, oder: Was weiß ich denn“, 28.12.) zu den Analytikern der gesellschaftspolitischen Gegenwart. Andere lassen es lieber krachen, das gilt erfahrungsgemäß für Dietmar Wischmeyer („Vorspeise zum Jüngsten Gericht“, 10.11.) und das Duo Podewitz, das in seinem Best of „Selten dämlich“ (13.12.) „das Verrückteste aus 25 Jahren“ verspricht.

Das Duo Fjarill / Foto: nh

Erfahrene Witzarbeiter wie das „Distel“-Ensemble (11.11.) wechseln mit jungen Kolleg(inn)en wie Martin Klempnow (23.11.), der „den Dennis aus Hürth“ gibt, einen sympathischen, aber auch etwas begriffsstutzigen Berufsschüler. Sein erstes Solo spielt Faisal Kawusi (18.11.), Motto: „Glaub nicht alles, was Du denkst“. Nicht mehr ganz so jung: Dagmar Schönleber, die unter dem Titel „40 Fieber“ damit hadert, inzwischen altersmäßig die Schuhgröße überholt zu haben (14.10.). Das ist für Jürgen von der Lippe (mittlerweile 69 Jahre alt) kein Thema mehr, dafür sorgt er für ein Novum: Er tritt gleich drei Mal (27./28.11. und 1.12.) hintereinander auf – und alle drei Abende sind längst ausverkauft.

Insgesamt ein Programm mit Veranstaltungen in dichter Folge, teilweise täglich. Aber der Juli ist noch ganz entspannt, da gibt es vier Mal die – inzwischen auch schon traditionelle – Wienebütteler Sommernachtsmusik, und sonst nichts. Nächster Termin: Das Duo Acuerdo (Cello, Akkordeon) spielt am Freitag, 14. Juli, 21 Uhr. Das Programm liegt unter anderem im Ticketshop der Landeszeitung aus, dort gibt es natürlich auch Karten.

Von Frank Füllgrabe

One comment

  1. Ich würde das letzte Hemd geben wenn Volker Pispers im Gut Wienebüttel auftreten würde !!!!!!!