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Schön Dick Butter, Band mit Lüneburg-Wurzeln, sucht neue Wege des Zusammenhalts. Foto: nh

Rockmusik mit „Zartcore“-Geschmack

Lüneburg. Fünf Jungs aus Lüneburg und einer aus Lauenburg: Jakob studiert Architektur in Weimar, Johannes Kunst und Philosophie in Kiel. Hauke, der Lauenburger, studiert Philosophie in Hamburg, Julius Mediengestaltung in Stuttgart, der andere Johannes Musik in Leipzig, und Niklas fängt als Schauspieler in Celle an. Also noch einmal: Weimar, Kiel, Hamburg, Stuttgart, Leipzig, Celle. Das sind die Orte, die von den Jungs überwunden werden müssen – immer dann, wenn es um Schön Dick Butter geht. So heißt ihre Band, die sich zu Raabe-Schul-Tagen in Lüneburg gründete und tatsächlich noch besteht. Jetzt haben sie sogar ein Album zu bieten.

„Eigentlich haben wir erst nach dem Abi wieder richtig zusammengefunden“, sagt Jakob Tuszynski, Trompeter in der Band. Trotzdem müssen sie nun ein typisches Problem junger Bands meistern, das alle trifft, die nach der Schule auseinanderfliegen. Manche Bands schaffen es, dass die Mitglieder ihren Berufsweg in der Region suchen; das war bei der Lüneburger Gruppe Loifior so. Andere brechen gleich gemeinsam in die Welt auf; auf diesem Weg probt Denmantau aus dem Bevenser Raum den Sprung ins Profilager. Die Jungs, die sich spontan den Namen Schön Dick Butter gaben, können als Konstante ein elterliches Sommerhaus im tiefen Mecklenburg vorweisen – „im Nix“, wie sie sagen. Da treffen sie sich so etwa alle zwei Monate zum Proben und was so dazugehört.

Was noch geht: Sie suchen Auftritte in den jeweiligen Studienorten. Mit den Zeiten wird das nun insofern noch schwerer, weil Sänger Niklas Hugendick in Celle nicht einem Semester-, sondern dem Spielplan seines Theaters folgen muss. Niklas ist der Mann, der die Ideen zu den Songs vorlegt und die Texte. „Mal loser, mal präziser folgen wir seinen Vorgaben“, sagt Hauke Winkler, der Mann am Bass. Zwölf Songs hat die Band jetzt im Tonspur-Studio von Matthias Herbst aufgenommen. Will man die Musik charakterisieren, „dann haben wir uns bei der der Frage auf ‚deutscher Soulrock‘ geeinigt“, sagt Drummer Johannes Buller. Im Netz nennen sie es „handgemachte Herzinfarktmusik mit deutschen Texten, knackigen Bläsersätzen und erdigen Grooves. Fett, schnörkellos und tanzbar.“

Außer den Genannten gehören Julius Plener (Gitarre) und Johannes Dau (Saxophon) zur Band. „Zartcore“ heißt das Album. Am 12. August ab 21 Uhr im Café Klatsch wird Schön Dick Butter die CD fett auftischen. oc