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Mit einem Sprung aus dem Seitenfenster rettet sich der Fahrer Björn Berger aus seinem brennenden Mazda. Streckenposten und Feuerwehr sind sofort zur Stelle. Foto: jens blechner

Oldendorf/Luhe: Heißer Ritt auf dem Stoppelfeld

Oldendorf/Luhe. Das Stoppelfeld­rennen in Oldendorf/Luhe ist bekannt für spektakuläre Renn-Szenen. Doch das, was sich jetzt bei der 27. Auflage auf dem Acker abspielte, hat es so noch nicht gegeben. Überschläge und Renn­abbrüche in Serie, ein Fahrer konnte sich nur mit einem Hechtsprung aus seinem brennenden Fahrzeug retten.
„Das war schon ungewöhnlich. Aber alles ist glimpflich verlaufen, die Sicherheitsstandards haben gegriffen“, sagte der 2. Rennleiter Kai Hoffmann-Kruse vom veranstaltenden Verein der

Faslamsbrüder erleichtert. Er lobte auch die Helfer an der Strecke sowie die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK.
Das Organisations-Team hatte durch viele kurzfristige Anmeldungen und am Ende fast 100 Teilnehmer einige logistische Herausforderungen zu meistern. Anstatt der vorgesehenen fünf Durchgänge gab es nur drei, von denen zwei in die Wertung kamen. Schon im ersten Durchgang kam die rote Flagge für Rennabbruch mehrfach zum Einsatz, weil sich Fahrer nach Kollisionen in den tiefen Furchen des Ackers überschlugen.

Im zweiten Durchgang fing dann der Mazda 323 von Björn Berger aus Uelzen auf der Strecke plötzlich Feuer. Mit einem Hechtsprung durch das Seitenfenster brachte sich der Fahrer in Sicherheit. Helfer und Feuerwehr waren kurz darauf zur Stelle und löschten das brennende Fahrzeug. Björn Berger blieb unversehrt, erhielt am Ende des Tages den Pokal für den besten Stunt.
Sportlich ging es ebenso „heiß“ zu. So sicherte sich in der mit mehr als 30 Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse bis 80 PS Björn Kemper (Lüneburg/Golf III) mit rund 3,5 Sekunden Vorsprung auf Maximilian Buhrz (Marschacht/Renault 19) Platz eins. Bester Lokalmatador war Sebastian Cohrs aus Neu Oldendorf auf Rang sechs. Noch enger ging es in der Klasse über 80 PS zu: Stoppelfeld-Urgestein Claus-Peter „Ede“ Mädge aus Oldendorf verpasste in seinem Saab 9000 den Sieg nur knapp um zwei Sekunden – Sven Staggenborg (Heiddorf/Golf II) gewann.
Die schnellste Zeit aller Akteure brannte Manuel Schulz (Dalldorf) mit seinem Fiat X1/9 mit 2:25,1 Minuten in den Acker. Damit sicherte er sich auch Platz 1 in der Klasse der Fahrzeuge mit Allradantrieb. Hendrik Rund, Vorsitzender der Oldendorfer Faslamsbrüder, kam in dieser Klasse mit seinem Audi 100 auf Rang drei. Nach der Veranstaltung folgte noch eine ausgelassene Party für alle Helfer.

Weitere Sieger des Renntags: Heckantrieb: Steffi Karl (Bardowick/VW Käfer); Junior-Cup: Jannik Gubbe (Südergellersen/Polo); Spezialfahrzeuge: Johannes Peper (Rendsburg/Marke Eigenbau); Schnellster Schrauber: Hans Ehlert (Dehnsen); Schnellste Frau: Lena Hassebrauck (Rehlingen).

Von Marcel Blaukloh