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Jens Fahrenholz (3.v.l.) und Regine Nogli (vorne l.) überreichten die Spende, von der unter anderem Gartenbänke für den Sinnesgarten angeschafft werden. Das freut Mirko Surburg, Rolf Sauer, Geschaftsführer der Gesundheitsholding, Thomas König, Leiter der Alten Stadtgärtnerei (v.l.), und Claudia Bitti.

Lüneburger Sinnesgarten wächst

Lüneburg. Gut fünf Wochen nachdem der erste Spatenstich für den Sinnesgarten erfolgt ist, der für demenzielle Bewohner des Seniorenzentrums Alte Stadtgärtnerei angelegt wird, sind die Arbeiten bereits weit vorangeschritten. „In ein paar Tagen soll der Garten zur Nutzung fertiggestellt sein. Aber wir sammeln weiter Spenden für die Einrichtung, zum Beispiel für den Pavillon für Ergotherapie, eine Erwachsenenschaukel und Bänke“, sagt Claudia Bitti von dem Förderkreis „Fundskerle“, der Projekte der Gesundheitsholding unterstützt. Für große Freude sorgte deshalb eine Spende der Nordson Engineering GmbH, Lüneburg, in Höhe von 3000 Euro, mit der drei Bänke angeschafft und Mitarbeiter geschult werden, um den Garten in die Therapieangebote einzubinden.

Riechen, Schmecken, Sehen kann Erinnerungen wachrufen. Das gilt in besonderem Maße für demenzkranke Menschen. Mit dem Sinnesgarten wird eine „Therapie der Sinne“ im Freien möglich, die den Verlauf einer demenziellen Erkrankung positiv beeinflussen kann, erläutert Claudia Bitti. Entstanden ist inzwischen eine Wegeführung in Form einer Acht.  Damit können die Demenzkranken ihren Bewegungsdrang ausleben und immer wieder zum Ausgangspunkt finden, erklärt Mirko Surburg, Gartentherapeut und Gärtnermeister. Auch vier Hochbeete sind inzwischen gebaut. Die Pflanzen sollen zum Riechen, Fühlen sowie zum Gärtnern animieren, um so Erinnerungen zu wecken, da viele ältere Bewohner zum Beispiel Gärten bewirtschaftet haben. Angelegt wird außerdem ein Übungsgehparcour mit unterschiedlichen Materialien, der zur Sturzprävention dient.

Spende in Höhe von 6000 Euro

„Das Projekt Sinnesgarten hat bereits im vergangenen Jahr unser Interesse geweckt. Wir haben dieses 2016 mit einer Spende in Höhe von 6000 Euro unterstützt. Wir waren sehr angetan von der Idee, einen Garten für demenziell Erkrankte zu schaffen“, sagt Jens Fahrenholz, Geschäftsführer von Nordson Engineering, Lüneburg. Seither habe man mit Interesse verfolgt, dass sich die Spendeneinnahmen positiv entwickelten, so dass mit der Umsetzung in diesem Jahr begonnen werden konnte. „Wir kamen zu dem Schluss, noch einmal nachzulegen, um Bau und Ausstattung voranzutreiben.“ Das Spendengeld stammt aus einem Fonds, der aus Gewinnen des international agierenden Unternehmens gespeist wird.

Weitere Infos zu dem Projekt gibt es unter www.fundskerle.org im Internet. as