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Die Veranstalter beim Aufbau auf dem Festivalgelände in Tangendorf: (oben, v.l.) Julian Domsch, Patrick Maetze, Sven Achterberg, (unten, v.l.) Max Gerstenberg, Björn Lütker, Manuel Khoury und Jonathan Feldmeier. Foto: be

„Second Home“ – Festival in Tangendorf: Einfach zu Hause fühlen

Tangendorf. Was macht man als Jugendliche in Tangendorf, wenn man gerne zu elektronischer Musik feiern, dafür aber nicht jedes Mal bis in die nächste Stadt fahren möchte? „Man organisiert einfach seine eigene Elektro-Party!“ Das dachten sich acht Elektro-Fans aus dem Landkreis Harburg. Was 2015 noch als private Veranstaltung begann, ist mittlerweile zu einem professionellen Elektro-Festival geworden, das im letzten Jahr bereits rund 800 Besucher nach Tangendorf lockte. Heute findet das „Second Home Festival“ zum dritten Mal statt, und bietet seinen Besuchern wieder elektronische Beats in familiärer Wohlfühl-Atmosphäre.

„Wir machen alles selbst. Wir haben alles, was wir dafür können müssen und brauchen, in den eigenen Reihen.“
Manuel Khoury, Veranstalter und DJ

Schon in ihrer frühen Jugend hörten Max Gerstenberg und seine Freunde gerne Elektro. Doch in Tangendorf gab es für die Clique keine Veranstaltungen, auf denen ihre Lieblingsmusik gespielt wurde. „Hier gibt es viele Schlagerpartys, aber nichts mit Elektro-Musik“, sagt Max Gerstenberg. Bereits vor Jahren besaß der 27-Jährige seine eigene Veranstaltungstechnik, organisierte mit Freunden zusammen Feiern. Mit der Zeit dann wurde die Gruppe größer, entstanden ist schließlich ein achtköpfiges Veranstaltungsteam – bestehend aus Manuel Khoury, Jonathan Feldmeier, Julian Domsch, Sven Achterberg, John Bethien, Max Gerstenberg, Björn Lütker und Patrick Maetze. Zusammen stellen sie am Sonnabend zum dritten Mal ein Elektro-Festival auf die Beine, das auf einer rund 1500 Quadratmeter großen Grünfläche im Aueweg in Tangendorf, gegenüber des Kieswerkes, Platz bietet zum Tanzen, Kicker oder Billard spielen und Entspannen – unter freiem Himmel, mitten in der Natur.

Planungen laufen seit 2016

Die 23- bis 29-jährigen Veranstalter aus dem Landkreis Harburg verbindet vor allem eines: die Leidenschaft für Elektro-Musik. Beruflich haben sie verschiedenste Interessen und Qualifikationen, sie arbeiten als Fotograf, Werbedesigner, Konstrukteur, Tischler, Heizungsbauer, Fachinformatiker oder Elektroingenieur – und genau deshalb „ergänzen wir uns so gut in unserem Team“, erklärt Manuel Khoury. Denn die acht jungen Männer veranstalten das gesamte Festival in Eigenregie: Von der Licht- und Tontechnik, dem Bau und der Gestaltung der Bühnen, der Flyergestaltung bis hin zu der gesamten Organisation rund um Genehmigungen, Getränke oder dem Vorverkauf der Eintrittskarten. „Wir machen alles selbst. Das bietet sich an, weil wir alles, was wir dafür können müssen und brauchen, in den eigenen Reihen haben“, sagt Khoury.

Bereits seit letztem Jahr laufen die Planungen für das diesjährige „Second Home Festival“, der Aufbau läuft seit dem letzten Wochenende auf Hochtouren. Für die Veranstalter sehr zeitintensiv. „Aber man lernt jedes Jahr dazu und bekommt mehr Erfahrung. Das ist Learning by Doing.“ Auch für die Musik sorgen einige der Jungs selbst: Manuel Khoury und Jonathan Feldmeier als das Duo „JOEKY“, Julian Domsch als „Julezz“ oder Sven Achterberg als „Tiberias“ legen in ihrer Freizeit regelmäßig als DJ‘s auf – und das mit Erfolg. Der 26-jährige Sven Achterberg aus Stelle zum Beispiel gehört zu den Resident-DJ‘s der Discothek „Atrium“ in Kiel, ist regelmäßig in ganz Norddeutschland unterwegs.

Friedliches Feiern zu harten Rhythmen

Headliner am Sonnabend sind unter anderem „Lina Lindström“ aus Schweden sowie „Max Fail“ und „Amentis“ aus Hamburg. „Uns war es wichtig, dass wir viele regionale DJ‘s dabei haben“, erklärt Sven Achterberg eine Besonderheit des „Second Home“-Konzeptes. Eine weitere verrät bereits der Name des Festivals: „Es soll ein Ort sein, an dem jeder willkommen ist und sich ganz wie zu Hause fühlen kann.“ Dafür sorgen sollen unter anderem Tischkicker, Billardtische und Sofa-Lounges.

In diesem Jahr wird es zudem erstmals eine zweite Bühne geben. Gespielt wird aus allen elektronischen Musikrichtungen etwas – von Techhouse bis Hardstyle. „Je später der Abend, desto härter wird es“, verrät Max Gerstenberg. Seine Erfahrung: „Trotzdem feiern alle friedlich zusammen.“ Und auch mit der Resonanz aus der Samtgemeinde Salzhausen sind die Veranstalter zufrieden: „Viele sagen, es ist toll, dass mal was gemacht wird – auch die Älteren. Letztes Jahr hatten wir Besucher von 16 bis 70 Jahren mit dabei“, sagt Manuel Khoury.

Kurzentschlossene haben heute an der Abendkasse noch die Möglichkeit, Tickets zu kaufen – bis 20 Uhr für 18 Euro, danach für 20 Euro. Los geht es bereits um 16 Uhr, 12 Stunden später endet das Festival dann. Weitere Infos unter info@secondhomefestival.de oder bei Facebook unter „Second Home“.

Von Patricia Luft

One comment

  1. Mega kleines und gutes Festival. Bis nächstes Jahr