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Die Freiwillige Feuerwehr Wendhausen ist Kreismeister 2017, beim Wettkampf in Aktion: Torben Stolte und René Soetbeer. Foto: t&w

Wendhausen holt Kreismeistertitel

Melbeck. Es ist der letzte und zugleich wichtigste Wettkampf des Jahres für die Feuerwehren im Landkreis Lüneburg. Beim Kreisfeuerwehrtag in Melbeck ermittelten die Wettkampfgruppen der Kinder-, Jugend- und aktiven Wehren in verschiedenen Wettbewerben ihre Kreismeister.

Insgesamt 22 Gruppen aus dem Landkreis Lüneburg waren zum Kreisentscheid auf dem Sportplatz in Melbeck angetreten. Die Gruppen hatten sich im Laufe des Jahres bei den Gemeindeentscheiden qualifiziert. Die Wettbewerbsgruppen traten in zwei Wertungsgruppen an: In der Wertungsgruppe eins (vier Gruppen) befindet sich die Feuerwehrpumpe im Löschfahrzeug. In Wertungsgruppe zwei (18 Gruppen) wird mit Tragkraftspritzen außerhalb des Löschfahrzeugs gearbeitet. Am Ende sicherte sich die Feuerwehr aus Melbeck den Kreismeistertitel in Wertungsgruppe eins. Sieger in Wertungsgruppe zwei wurde Wendhausen.

Ausgetobt haben sich auch 22 Staffeln aus 17 Kinderfeuerwehren bei den „Spielen ohne Grenzen“ an insgesamt acht Stationen, die spielerisch der Brandschutz-Erziehung dienen. Die Sechs- bis Zehnjährigen traten beim Dosenwerfen, Torwandschießen oder Wörterraten gegeneinander an. Aufgrund des guten Wetters gab es zur Abkühlung auch einen Geschicklichkeitslauf mit bunten Wasserbomben. „Wenn die Sonne scheint, versuchen wir immer etwas mit Wasser für die Kinder zu machen“, erklärte Kreisjugendfeuerwehrwartin Michaela Stein.

Alle Teilnehmer bestehen Jugendflamme-Prüfung

Etwas ernster ging es bei den Jugendfeuerwehren zu: Insgesamt 64 Jugendliche waren zur Einzelabnahme für das Leistungsabzeichen „Jugendflamme Stufe II“ angetreten. Diese Möglichkeit haben die 13- bis 16-Jährigen nur einmal im Jahr, „deshalb ist das hier heute etwas Besonderes“, erklärte Matthias Knaack, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. „Wer alle drei Stufen der Jugendflamme bestanden hat, hat es später beim Eintritt in den aktiven Feuerwehrdienst leichter.“ An fünf Stationen mussten die Jugendlichen ihre Kenntnisse beweisen, etwa in den Bereichen Fahrzeugkunde, Verkehrsabsicherung oder Wasserentnahme und -abgabe. Am Ende haben alle Jugendlichen die Prüfungen bestanden und erhielten die blauen Jugendflamme-Plaketten, die sie ab sofort an ihren Uniformen tragen dürfen.

Für Besucher gab es rund um die Wettkämpfe ein buntes Rahmenprogramm: eine Schlemmermeile, eine Fahrradcodieraktion der Polizei und eine große Hüpfburg. Hingucker war das Teleskopmastfahrzeug aus Lüneburg. Aus der Kanzel des 40 Meter hohen Gelenkmastes konnten Besucher sich einen Überblick über das Gelände verschaffen.

Von Patricia Luft