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Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert, Präsident Olaf Kahle, Präsident Braunschweig Helmut Streiff, Hauptgeschäftsführer Dr. Bernd Meier. Foto: t&w

IHK Lüneburg Braunschweig: Konföderation statt Fusion

Lüneburg. Die Diskussion über eine mögliche Zusammenlegung der beiden Industrie- und Handelskammern Lüneburg-Wolfsburg und Braunschweig wird um eine Variante erweitert: Statt von Fusion sprechen der Lüneburger IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert und Lüneburgs IHK-Präsident Olaf Kahle jetzt von einer „Konföderation“ mit den Braunschweiger Kollegen. Ein entsprechendes Schreiben an die Mitglieder der IHK-Vollversammlung liegt der LZ vor.

Darin wird auch der Begriff „Konföderation“ – eher bekannt aus dem amerikanischen Bürgerkrieg – erläutert: Demnach bezieht sich der Begriff „auf einen vertraglichen Zusammenschluss selbstständiger Organisationen, die nach außen hin gemeinsam auftreten, ihre Souveränität und Hauptsitze aber beibehalten“. Für diese Form der Zusammenarbeit habe sich eine Dreiviertelmehrheit in der Arbeitsgruppe „IHK-Kooperation“ ausgesprochen, die Fusion mit Braunschweig dagegen werde abgelehnt.

Das letzte Wort haben die Mitglieder der IHK-Vollversammlung, die am Donnerstag, 7. September, tagen. Die IHK-Vollversammlung gilt als gewähltes Parlament der regionalen Wirtschaft. Sie setzt sich aus Branchen-Vertretern aller Regionen zusammen. Schließen auch sie sich dem Konföderations-Gedanken an, sollen die Verhandlungen mit der IHK Braunschweig im Oktober beginnen.

Das deutlich flexiblere Organisationsmodell

Schon lange tragen sich die Präsidien beider Kammern mit dem Gedanken einer engen Zusammenarbeit. Selbst eine Fusion wurde als Option ins Auge gefasst, aber seinerzeit von den Lüneburger Verwaltungschefs, Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge (beide SPD), auf das Schärfste kritisiert (LZ berichtete).

Nun also die Konföderation: Für Zeinert und Kahle das deutlich flexiblere Organisationsmodell. Denn während bei einer Fusion die Zusammenführung aller Bereiche praktisch auf einen Schlag erfolge, laufe dies bei der avisierten „Konföderation schrittweise ab“, heißt es in dem Schreiben an die Mitglieder der Vollversammlung. Und weiter: „Bei guten Erfahrungen kann die Integration forciert werden. Im Falle unguter Entwicklungen kann die weitere Integration gestoppt oder auch wieder zurückgedreht werden.“

Möglichkeiten für eine Konföderation mit der Braunschweiger IHK sehen die Lüneburger auf etlichen Ebenen. Entsprechende Ideen (noch nicht abgestimmt mit der IHK Braunschweig) werden bereits formuliert. Beispielsweise der Aufbau übergreifender Kompetenzen für die Infrastruktur- und Innovationsförderung, für Tourismus, erneuerbare Energien, Handel und Stadtentwicklung, für Unternehmensförderung, aber auch für die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelten.

IHK Lahn-Dill als Musterbeispiel

Die gemeinsame Personal- und Investitionsplanung steht bei der Konföderation ebenso auf der Agenda wie die Zusammenführung von Abteilungen, ein gemeinsames IHK-Magazin, ein gemeinsamer Internetauftritt oder auch gemeinsame Veranstaltungen.

Als Vorbild für diese Form der Zusammenarbeit dient den Lüneburgern die IHK Lahn-Dill, die sich aus den Industrie- und Handelskammern Dillenburg und Wetzlar zusammensetzt. Seit 1998 teilen sich beide Kammern einen gemeinsamen Hauptgeschäftsführer – ein Modell auch für Lüneburg? Dazu will sich die Pressestelle der IHK Lüneburg-Wolfsburg zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern.

Nur so viel: „Richtig ist, dass eine Arbeitsgruppe Kooperation den ergebnisoffenen Auftrag hatte, Positionen und Anforderungen der IHK Lüneburg-Wolfsburg für die vertiefte Kooperation mit Nachbar-IHKs zu erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die zukünftige und langfristige Ausrichtung unserer IHK. Die Arbeitsgruppe hat sich auf die Zuammenarbeit mit der IHK Braunschweig konzentriert. Das Ergebnis der Beratungen werden wir der IHK-Vollversammlung am 7. September vorstellen“, sagt IHK-Sprecherin Sandra Bengsch.

Von Klaus Reschke

8 Kommentare

  1. Sehr geehte Damen und Herren,

    ich selbst bin was die IHK als Einrichtung angeht ein Kritiker. Man muss sagen, dass die Einrichtung in der heutigen Form, hiermit meine ich die IHK generell, eigtnlich nicht zeitgemäß und auch nicht kompatibel mit dem hier heute bestehenden politischen System ist. Wir leben in einer Demokratie und haben eine soziale Marktwirtschaft, die Kammern sind aber eher eine pseudo kommunistische planwirtschaftliche Einrichtung, mit einer Neigung zu Bevormund und Intransparenz. Die Kammern selbst stellen sich immer als Vertretung der regionalen Wirtschaft da, dazu sind die Kammern weder legitimiert noch entspricht das den Tatsachen. Die Interessen sind sehr vielfältig und vielschichtig, da generell eine übergeordnete Position zu haben und diese dann als IHK zu kommunizieren, ist nur in sehr wenigen Fällen überhaupt serös möglich. Die IHKs sind bürokratische, ineffizente und nicht demokratich legitimierte Einrichtungen, basierend auf Beiträgen der Zwangsmitglieder. Anders als beispielsweise beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk wo jeder potenziell Leistungen angeboten bekommt, sich dann aber für die Nutzung entscheiden kann oder nicht und diese Abgabe für den Öffentlichen-Rundfunk der Meinungsvielfalt und der Stärkung der Demokratie dient, ist das bei den Zwangsbeiträgen bei der IHK völlig anders gelagert. Die allergrößte Mehrzahl der Mitglieder bei jeder IHK hat praktisch mit der IHK keine Berührung, interessiert sich meist auch nicht für diese und was die machen. Die meisten emfpinden die Zahlung als nicht gerechtfertigt und sehen die Zwangsmitgliedschaft kritisch. Die IHK Vollversammlungen sind gelinde gesagt eine Witzveranstaltung, sie sind eine absurde Farce in diesem Kammer System. Die Wahlbeteilligung liegt im Schnitt wenn man sich das in Deutschland so anschaut bei in der Regel 5-10 Prozent, da kann man ja schon nicht von einer qualifzierten und demokratischen Grundlage sprechen. Die Leute die dann in dem Gremium sitzen, auf deren Haltungen und Positinen haben die Zwangsmitglieder danach keinen Einfluss, in der Regel man kann das nicht verallgemeinern, es mag dort immer wieder mal Personen mit anständigen Haltungen geben, vertreten eher subjektive Interessen und selten Positionen ihrer Branche oder der regionalen Wirtschaft insgesamt. Warum geht man in so ein Gremium, weil man das Netzwerk nutzen will, eventuell mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit, und eventuell auch auf Aufträge spekuliert. Das sind menschliche und verständliche Beweggründe, aber da ist aus meiner Sicht die Bezeichnung Ehrenamt schon falsch, denn man verspricht oder erhofft sich einen direkten oder indirekten Nutzen. Ehrenamt fnde ich, ist dann etwas anderes. Dann hat man das Problem, das die Arbeitsweise und die Produktivität der IHKs eigentlich oftmals sehr überschaubar ist, den bereich der Bildung unn dem Anbieten von Lehrveranstaltungen, nehme ich da mal aus, in dem Bereich kann auch objektiv der IHK die Kompetenzen nicht absprechen. Ansonsten wird dort eigentlich überwiegend nichts gemacht bzw. oftmals werden finanzielle Mittel sinnfrei oder substanzlos verbrannt. Die Arbeitsweisen und Prozesse in den IHKs sind weitgehend intransparent und nicht durch die IHK Mitglieder beeinflussbar. Viele hohe Funktionäre verstoßen regelmäßig gegen geltendes Recht, hier gibt es diverse Beispiele aus den vergangenen Jahren. Es gibt entpsrechende Rechtssprechungen.

    Jetzt möchte ich nochmal auf das Thema Zusammenarbeit und Fusionen eingehen. Es gab immer wieder Fusionen auch von Kammern zuletzt gingen die IHK Bremerhaven und die IHK Bremen zusammen, dort insofern eine Ausnahme, weil die Fusion dort nachweislich sinnvoll ist. In den allermeisten Fällen haben diese Fusionen überhaupt keine positiven Auswirkungen, weder bei den Kosten noch bei der Arbeitsproduktivität gegenüber den Mitgliedern. Der einzige Aspekte der bleibt, ist eine zunehmende Zentralisierung und Entfernung von der regionalen Wirtschaft, dass widerspricht ja dem Eigenverständnis der IHK und ist auch für die Mitglieder nicht vorteilhaft. Es führt zu einer Verschiebung der Aufmerksamkeit und einer Verwässerung der Fokussierung und Schwächung des regionalen Engagements. Jetzt strebt man hier eine etwas seltsam bezeichnete Form der Kooperation an, wobei es immernoch so wirkt als Streben einige der Funktionäre weiterhin eigentlich die Fusion an. Die Frage braucht es eine solche formale Kooperation überhaupt, wenn ich mich nicht täusche ist man doch über die NORD IHK, die AG der Niedersächsischen IHKs und den DIHK sowieso in ein Kooperations Netzwerk eingebunden, zudem gibt es weitere Netzwerke und auch projektbezogen lassen sich temporär effiziente Kooperationen bilden, ich muss also denn Sinn dieser Aktion doch in Frage stellen. Die IHKs müssen mal langsam anfangen sich den Realitäten zu stellen, und nicht immer zwanghaft ein Selbstbild zeichnen, dass weder glaubhaft ist noch den Tatsachen entspricht. Anstatt sinnlosen Aktionismus könnten die IHKs mal daran arbeiten ihren Mitgliediern ihre Leistung zu demonstrorieren und sich zu rechtfertigen, und versuchen zu Vermitteln wieso man sie braucht. Ich persönlich finde die IHKs in der heutigen Form sind überflüssig nicht rechtmäßig konstituiert und sind abzuschaffen oder stark zu reformieren. In eine Art Agentur oder Behörde für die Steuerung und Überwachung der Ausbildung. Für die anderen Belange gibt es effiziente und starke Interessensverbände, die ihre Leistung unter Beweis stellen, für deren Mitgliedschaft man sich frei entscheiden kann. Weiterhin können sich auch lokale Gewerbetreibende jederzeit zu Verbänden oder Interessensgemeinschaften zusammenschließen, was vielerorts unter anderem in Lüneburg erfolgreich gemacht wird.

    • Wir leben in einer Demokratie und haben eine soziale Marktwirtschaft,
      der witz war schon mal gut.
      warum verlieren sie so viele worte, über eine verkappte kirche? zwangsabgaben bleiben was es sind. von marktwirtschaft kann keine rede sein. die ihk verhält sich wie andere schnorrer. es fehlt nur noch eine heiligsprechung.

  2. Mark-Stefan Winter

    Gute, treffende IHK-Kritik, Herr Sommer!

    Aber was heißt, „den bereich der Bildung unn dem Anbieten von Lehrveranstaltungen, nehme ich da mal aus, in dem Bereich kann auch objektiv der IHK die Kompetenzen nicht absprechen“? Mag sein, dass es da akzeptable Kompetenzen gibt, Herr Sommer. Aber um welchen Preis? Haben Sie sich mal überlegt, dass die IHK, diese „Lehrveranstaltungen“ mit den erzwungenen Gebühren von „Mitgliedsbetrieben“ finanziert, die exakt das gleiche anbieten, also als direkte Wettbewerber abkassiert und gnadenlos benachteiligt werden?

    Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg vertritt nach eigenem Verständnis die Interessen von 65.000 gewerblichen Unternehmen aus den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Heidekreis, Celle und Gifhorn sowie der Stadt Wolfsburg gegenüber Politik und Verwaltung.

    Meine Frage:

    Wer vertritt die Interessen dieser 65.000 gewerblichen Unternehmen aus den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Heidekreis, Celle und Gifhorn sowie der Stadt Wolfsburg gegenüber der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg?

    Da Kammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts in Deutschland ohnehin partiell Organ der mittelbaren Staatsverwaltung und keine rein gesellschaftlichen Verbände sind, kann das hoheitliche Quantum der Aufgaben (Ausbildungsstandards, Zertifizierung, Authentifizierung, Akkreditierung, Verifizierung und Autorisierung) im digitalen Zeitalter eine auf wenige Mitarbeiter zusammengeschmolzene Landesbehörde (in Niedersachsen für die vier Regionen etwa mit Dependancen in Braunschweig, Hildesheim, Lüneburg und Oldenburg) übernehmen. Die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen und Gutachtern wird ohnehin bald vollständig durch den EU- Personenzertifizierungsstandard gemäß DAkkS des BMWi abgelöst worden sein.

    Andererseits, um die freiheitssichernde Funktion der Selbstverwaltungsidee zu vermitteln und zu realisieren, benötigen die Gewerbetreibenden und Unternehmen keine berufsständischen Monopolverbände und Kartelle, die sie per Gesetz dazu verpflichten (Es gibt starke und gut begründbare Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Zwangskorporation im Kammerwesen!), Mitglied zu werden, Beiträge zu zahlen und eine Nomenklatura in Divisionsstärke dick- und durchzufüttern, deren (weder nach fachlichen, noch nach demokratischen Gesichtspunkten angemessen selektiertes) Führungspersonal aufgrund dieses ihres angeblich hohen Repräsentationsgrades vermeint, eine starke Stimme gegenüber Politik und Gesetzgeber darstellen zu sollen und – wie der ADAC mit dem fadenscheinigen Argument der Mitgliederstärke – darauf pochen zu können, sie seien im Gesetzgebungsverfahren regelmäßig anzuhören, wenn die vermeintlichen Interessen ihrer Mitglieder tangiert werden. Dabei sind die eigenmächtigen, häufig angemaßten oder nur von einigen dominanten Mitgliedsunternehmen befürworteten Stellungnahmen der IHKn (ohne dass auf Minderheitspositionen von erheblichem Gewicht in der Kammer Rücksicht genommen oder hingewiesen würde) zu sozial-, bildungs-, verkehrs-, energiepolitischen sowie überregionalen und internationalen Themen für sehr viele „Mitglieder“ oft einfach nur inakzeptabel.

    Ja, Herr Sommer, ich meine, die Idee der Selbsthilfe durch Zusammenschluss wäre bei freien, sich freiwillig assoziierenden Betrieben in sich selbst organisierenden berufsständischen Körperschaften oder Interessenverbänden besser aufgehoben als in einem notverkammernden Behördenzwitter, dem es zuallererst um Selbtserhalt zur Sicherung des Einkommenskomforts seines Mitmachpersonals zu gehen scheint, über welchen Umstand mit martialischen Reklamekampagnen in Hannover und wichtigtuerischen Parkettevents in Berlin aber immerzu eifrig hinweg-performed wird.

    • lobbyisten werden schnell zu ganoven. kartelle sind es. ein freiwilliger zusammenschluss ist da nichts anderes. die kleingartenhierachie mit deren vorgesetzen ist da ein beispiel. wie wollen sie dieses verhindern?

    • Herr Winter, ich danke Ihnen für Ihren Beitrag. Inhaltlich kann ich dem überwiegend nur zustimmen. Er besticht auch durch eine sehr gehobene Rhetorik. Ein Kontrast zu dem was man sonst so im Netz zu lesen bekommt.

      Auf ihre Rückfrage bzw. Kritik an meinen Ausführungen zum Bereich Bildung will ich an dieser Stelle nochmal näher eingehen. Mir ist natürlich bewusst, dass die IHK hier auch in einem Markt als Konkorrent gegenüber vielen Bildungsträgern auftritt, und hier auch noch subventioniert bevorteilt ist. Aber ich meinte damit eher die Aspekte der formalen Angelegenheiten, den sie später argumentativ eher dem Staat zuordnen wollen, wo wir uns ebenfalls in den Vorstellungen sehr nahe sind. bzw. sich unsere Ansichten decken. Weiterhin hat die IHK aber auch zugleich für viele Marktteilnehmer einen Markt erst begründet, denn es gibt sehr viele Unternehmen die diverse Kurse und Vorbereitungen im Bereich der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung anbieten die auf den IHK Abschlüssen und Zertifikaten basieren, dass muss man schon auch sehen. Und es gibt ein paar Anlässe oder Bildungsangebote, die man schon als Mitglied wenn auch nicht freiwillig mittragen kann, denn wenn dort Personen qualifiziert werden nützt das indirekt auch immer der Wirtschaft. Aber richtig wäre es, man würde generell für diese Bildungsangebote bis auf Ausnahmen regulär Gebühren verlangen und diese dann ausschließlich über die Einnahmen zu finanzieren. Bei gleichzeitigem Wegfall der Subentionierung, dann hätte man einen Wettbewerb, in dem sich die IHK mit den andenre messen müsste. Es gibt teilweise auch den unschönen Umstand, dass auf der einen Seite massive Einnahmen durch Zwangsgebühren generiert werden, teilewise auch massive Vermögen bei den IHKs angehäuft wurden, teilweise juristisch belegt widerrechtlich, und verlangt dann wiederum aber obendrein noch Gebühren für Bildungsangebote, was irgendwie auch nicht richtig ist. Besonders interessant und kritisch finde ich die Prüdungsgebühren. Im Kern haben Sie es geschrieben, die zentrale Aufgaben der Überwachung, Steuerung und Begleitung von Ausbildungsverhältnissen inklsuive der Prüdungsorganisation könnte man direkt einer staatlichen Einrichtung übertragen. Die IHK ist ein Pseudokontrukt, wie ich das ausführte und sie auch treffend schreiben. Sie wird immer als ein unabhängiges Selbstverwaltungsorgan der Wirtschaft deklariert, dies ist natürlich absurd. Der Staat wäre hier der richtige Träger der Aufgaben und ich stimme zu vermutlich würde sich das dort effizienter, unbürokratischer und mit wenger Personalaufwand und Kosten gut umsetzen lassen. Entweder schafft man da eine eigene Einrichtung oder gliedert diese Aufgaben bei geeigneten Einrichtungen bzw. Behörden an. Theoretisch könnte man pro Bundesland eine Zentrale Erfassungsbehörde einrichten, welche die Ausbildungsbetriebe erfasst und die Ausbildungscerhätlnisse registriert, und für die Prüfung könnte man zentrale Kommissionen oder Ausschüsse an den Berufsschulen ansiedeln als dauerhafte Einrichtung. Wie man das dann organisatorisch, strukturell und geografisch sinnvoll macht müsste man evaluieren. Gibt auch andere Modelle oder Konzepte. Mindestens aber könnte man die IHKs zu einer reinen Ausbildungsbehörde bzw. Einrichtung umgestalten, mit klarer Definition und Beschränkung der Zuständigkeit. Da könnte man auch das Personal reduzieren, die repräsentativen Prachtgebäude wären auch nicht mehr erforderlich. Und auch sonst würden sehr viele Fragwürdige Ausgaben und oder Aktionen die Kosten verursachen bei gleichzeitig sehr geringem oder nicht erkennbaren Nutzen entfallen. Entschuldigen Sie meine Rechtschreibung.

    • Mark-Stefan Winter

      Ja, Herr Sommer, ich meine, die Idee der Selbsthilfe durch Zusammenschluss wäre bei freien, sich freiwillig assoziierenden Betrieben in sich selbst organisierenden berufsständischen Körperschaften oder Interessenverbänden besser aufgehoben
      sehr nett formuliert, man könnte es glatt kartell nennen, oder? man erspart sich nur die beiträge. wen wollten sie auf den arm nehmen?

  3. Hedwig von Schloppenstedt

    Höchste Zeit, dass die IHK Lüneburg-Wolfsburg-Braunschweig endlich eine Medien-Kampagne „Pro-Arena“ bzw. “JA-zur Arena!“ ins Leben ruft, bzw. finanziert, nach dem Vorbild der so überaus erfolgreichen „JA zur A39“- Kampagne; schließlich geht es bei beiden „Lückenschlüssen“ um „Wachstum und Beschäftigung“ in unserer Region! Wir brauchen endlich objektive Reklame, und nicht ständig subjektive Fragesteller, Nörgler, Paragraphen- und Bedenkenträger – und die IHK-Kassen sind ja, dank emporsprudelnder Beitragszahlungen, gut gefüllt. Die fantastischen Vorteile der Arena sollten auch in diesem Fall von einer Profi-Werbeagentur in emotionale Youtube- und Kino-Spots verpackt werden, mit authentischen Geschichten, wie es besser und schöner wird bei uns in Lüneburg, wenn die neue Eventhalle Image in den Landkreis hinausstrahlt. Geld darf da nicht so eine große Rolle spielen. Besonders wünschenswert wäre auch ein Pro-Arena-Song, gesungen evtl. von Bernd Althusmann, Jürgen Krumböhmer und Manfred Nahrstedt, nach dem Vorbild der three tenors; – das hätte man ja eigentlich schon auf dem Stadtfest machen müssen! Eins steht fest: ohne Arena fehlt uns was. Ich fordere Helene-Fischer-Konzerte und vegane Koch-Messen als attraktives Integrationsangebot für alle! Und jeden dritten Dienstag fideles Quartettgrinsen mit Michael Zeinert, Olaf Kahle, Helmut Streiff und Dr. Bernd Meier! Kosten-Nutzen-Analyse hin oder her.

  4. Tjaja, die Filterblase ist zwar für alle Welt ein Modethema, nur für die manschettenknopfpräsentierenden Blaseninsassen von der IHK ist sie natürlich keines: https://jj12.wordpress.com/2017/08/20/die-filterblase-ein-leidiges-modethema/