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Der letzte Breitband-Infoabend fand in Südergellersen statt: Bürgermeister Steffen Gärtner (v. l.), Uwe Luhmann (Elbkom), NGN-Telecom-Chef Matthias Theisen und Franz-Peter Sprung (Ingenieurbüro LAN Consult) freuen sich auch hier über ein volles Haus. Foto: t&w

Thema Breitband lockt

Bardowick/Kirchgellersen. Schnelle Breitbandverbindungen für die Samtgemeinden Bardowick und Gellersen – das bewegt die Menschen. An elf Abenden informierten der Glasfasernetzanbieter NGN Telecom, das Beratungsbüro LAN Consult und die Elbmarsch Kommunal Service AöR (ElbKom), die für die Infrastruktur sorgt, über die Pläne für die Samtgemeinden Bardowick und Gellersen.

„Und an elf Abenden hatten wir ein volles Haus. Immer mussten einzelne Interessierte stehen, zum Auftakt in Handorf sogar von draußen durchs Fenster zuhören“, sagt Elbkom-Vorstand Uwe Luhmann. Er schätzt die Zahl der Interessierten auf insgesamt 3000 hätzt. Eine zwölfte Infoveranstaltung habe es für den Landfrauenverein Kirchgellersen gegeben.

Das Prinzip des Glasfaserausbaus in den Samtgemeinden Bardowick und Gellersen: Die Elbkom, die das auch schon in der Samtgemeinde Elbmarsch getan hat, schafft die Infrastruktur vom Tiefbau bis zum verlegten Glasfaserkabel, die NGN pachtet das fertige Netz, betreibt die Internetanschlüsse. Sie zahlt dafür an die Elbkom, die so ihre Ausgaben refinanziert. Den Umfang der Investitionen schätzt Uwe Luhmann auf „neun bis zehn Millionen Euro“.

4350 Haushalte kommen für einen Anschluss an das schnelle Glasfasernetz in Frage

„Die Euphorie hier ist noch viel größer, als sie es in der Samtgemeinde Elbmarsch schon war“, vergleicht Uwe Luhmann die Stimmung mit der, die vor mehr als zwei Jahren dort geherrscht habe. Er habe keine Befürchtungen, dass die benötigten 60 Prozent Vorverträge in den Samtgemeinden nicht erreicht werden. In der Samtgemeinde Elbmarsch habe man bis zum Stichtag die 60-Prozent-Marke knapp erreicht. „Mittlerweile sind wir schon bei 75 Prozent. Und die Zahlen gehen weiter nach oben“, berichtet Luhmann.

Für einen Anschluss an das schnelle Glasfasernetz in Frage kommen insgesamt 4350 Haushalte – in den Gemeinden Handorf, Barum, Wittorf, Radbruch, Mechtersen, St. Dionys sowie Kirchgellersen, Westergellersen, Heiligenthal, Dachtmissen und Südergellersen. „Um die Quote von 60 Prozent zu erreichen, müssen 1200 Haushalte in der Samtgemeinde Gellersen mitmachen, 1400 in der Samtgemeinde Bardowick“, hat Uwe Luhmann ausgerechnet.

Man könne jedem Kunden Bandbreiten von bis zu 1000 Mbit/s anbieten, hatte Matthias Theisen, Geschäftsführer des Internetanbieters NGN Telecom, Anfang August bei einer Veranstaltung mit den Gemeindebürgermeistern erklärt.

Ende dieses Jahres soll der erste Spatenstich erfolgen

Schon in den ersten Tagen nach Beginn der Informationsveranstaltungen seien rund zehn Prozent der erforderlichen Vorverträge erreicht worden, sagt Luhmann. Seitdem gehen kontinuierlich weitere Anträge ein. Vorteil für die, die bis zum Stichtag 20. Oktober unterschreiben: Der Hausanschluss ist für sie kostenlos.

Werden die 60 Prozent erreicht, wird der Verwaltungsrat der Elbkom Ende Oktober entscheiden, ob das Projekt Breitband für die Samtgemeinden Bardowick und Gellersen in Angriff genommen wird. Ende dieses Jahres soll der erste Spatenstich erfolgen.

„An mindestens drei Orten wollen wir zeitgleich mit den Arbeiten beginnen, damit es schneller vorangeht“, sichert Luhmann zu. Laufen die Arbeiten dann auch über den Winter planmäßig, „können etwa sechs bis acht Monate später die ersten Anschlüsse freigeschaltet werden. Das zeigen unsere Erfahrungen aus der Samtgemeinde Elbmarsch“. Informationen zum Projekt gibt es unter www.glasfaser-bardowick-gellersen.de.

Von Ingo Petersen

Landrat macht den ersten Spatenstich
Ein schnelles Glasfasernetz ist für die Bereiche Bienenbüttel und Bad Bevensen in greifbarer Nähe: Am kommenden Mittwoch, 13. September, wird Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume im Bienenbütteler Ortsteil Steddorf den ersten Spatenstich zum Bau des kreiseigenen Glasfasernetzes vornehmen.

In beiden Bereichen waren die für den Beginn der Arbeiten erforderlichen Quoten von 60 Prozent an Vorverträgen von den in Frage kommenden Haushalten erreicht worden. In den weiteren unterversorgten Bereichen im Landkreis, den Gebieten Hansestadt Uelzen, Wrestedt sowie Ebstorf, Hanstedt, Schwienau und Wriedel droht der Ausbau dagegen zu scheitern.

Weniger als 30 Prozent, teilweise weniger als 20 Prozent der Haushalte, haben bis zur vergangenen Woche Vorverträge unterzeichnet, heißt es vom Landkreis.

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