Mittwoch , 20. September 2017
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Niedersachsens Tourismusbranche hofft auf einen neuen Gäste-Rekord. Foto: lz/dth

Lüneburger Heide und Harz sind hip

Lüneburg/Hannover. Niedersachsen steuert in diesem Jahr auf einen neuen Gäste-Rekord zu. In den ersten sechs Monaten zählten Vermieter, Gastwirte und Hoteliers zwischen Küste und Harz knapp 20 Millionen Übernachtungen. Bei einem schönen Herbst werde man den Bestwert von 2016 mit 42 Millionen knacken, zeigte sich der Vorsitzende des Tourismusverbandes Niedersachsen, Sven Ambrosy, am Freitag in Hannover zuversichtlich. „Niedersachsen-Urlaub liegt voll im Trend“, meinte der Landrat des Landkreises Friesland. „Aber wir dürfen uns nicht auf unserem Erfolg ausruhen, sondern müssen richtig Gas geben.“ Die Konkurrenz in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern schlafe nicht.

Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus in Niedersachsen mit einem jährlichen Primärumsatz von 20,7 Milliarden Euro und 293 000 Erwerbstätigen müsse das Land die Branche fördern und die richtigen Rahmenbedingungen setzen. SPD-Mann Ambrosy präsentierte einen Forderungskatalog an die künftige Landesregierung, dessen 14 Punkte von besseren Bahnanschlüssen über flexiblere Arbeitszeiten bis hin zu einem neuen Ansiedlungsmanagement für Hotelprojekte und einer Entzerrung der Sommerferienregelung reichen. Die Branche selbst forderte der Verbandschef auf, die Stärken und Attraktivität der einzelnen Reiseziele auszubauen sowie neue Schwerpunkte zu setzen.

Lüneburger Heide legt staubiges Image ab

So habe die Lüneburger Heide ihr angestaubtes Image aus früheren Jahrzehnten längst abgelegt und sich etwa mit sportlichen Treckingangeboten neu erfunden. „Die Heide ist mittlerweile richtig hip.“ 2,78 Millionen Übernachtungen vermeldet die Region im ersten Halbjahr, das ist eine Steigerung von 1,2 Prozent. Dem Harz ist es laut Am­brosy mit Wandern und Mountain-Biking erfolgreich gelungen, sich von der Winterabhängigkeit zu lösen. Schneemangel führe dort längst nicht mehr zu den früher gefürchteten Besuchereinbrüchen. Um 2,5 Prozent legten hier die Besucherzahlen zu.

Niedersachsen liegt bei den Übernachtungen hinter Bayern, Baden-Württemberg und NRW auf Platz vier. Rechnet man den reinen Urlaubstourismus, also ohne Geschäftsbesuche, schafft es das Land auf Rang zwei. pm

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