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Wie am Dienstag bekannt wurde, legt Olaf Kahle mit sofortiger Wirkung sein Amt als Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg nieder. Foto: lz/t&w

IHK-Präsident Olaf Kahle tritt zurück

Lüneburg/Wolfsburg. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, Olaf Kahle, hat am Dienstag seinen Rücktritt erklärt, das geht aus einer aktuellen Presseerklärung der IHK-Lüneburg-Wolfsburg hervor. Demnach habe er den Vollversammlungsmitgliedern und Mitarbeitern mitgeteilt, dass seine Entscheidung mit sofortiger Wirkung in Kraft trete. Auch sein Vollversammlungsmandat legt Kahle mit diesem Schritt nieder.

Beschluss nicht vertretbar

Unter anderem sehe Kahle sich nicht in der Lage, den von der Vollversammlung in der vergangenen Woche gefassten Beschluss über eine vertiefte Zusammenarbeit mit der IHK Braunschweig nach außen zu vertreten. Er war vor fünf Jahren zum Präsidenten gewählt worden, seine offizielle Amtszeit hätte Ende 2018 geendet.

„Präsident Kahle hat wesentlichen Anteil daran, dass unsere IHK heute zukunftsfähig aufgestellt ist“ sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert zum Rücktritt Kahles. „Dies gilt unter anderem für die Fachkräftesicherungs-Initiative ,hierjetztmorgen‘ und die Zusammenarbeit in der IHK Niedersachsen. Auch deshalb bedauern wir seine Entscheidung und danken ihm für die konstruktive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit in den letzten fast fünf Jahren“.

Über Wochen hatten eine mögliche Zusammenlegung der beiden Industrie- und Handelskammern Lüneburg-Wolfsburg und Braunschweig im Raum gestanden. Mit einer geplanten Konföderation hatte der scheidende Präsident jüngst eine neue Variante für eine Zusammenführung ins Spiel gebracht. Am vergangenen Freitag dann kam es aus Braunschweig zu einer Absage an das Vorhaben Kahles. lz

Rücktrittserklärung im Wortlaut

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8 Kommentare

    • Zeinert muss folgen?
      und was wird sich dann ändern?

      • Wer weiß das schon?

        Sicher ist aber, daß sich nichts ändern wird, wenn er bleibt.

      • Die vier IHK-Fürsten haben über Monate ein groteskes Schaulaufen veranstaltet und riesige Mengen an Zeit, Geld und Arbeitskraft verschwendet, ohne jemals den eigentlichen Sinn der „Verschmelzung“ jenseits von dullen Floskeln (Synergie-Blabla) verständlich machen zu können. Es ist nötig, dass der feudale Selbstbedienungsshop für überkandidelte Funktionäre endlich geschlossen, das gedanklich offensichtlich verwirrte Leitungspersonal schnell ausgetauscht und durch eine Reform der kranken Strukturen à la Hamburg die Rückkehr zu einer echten Dienstleistungsorganisation für Mitglieder eingeleitet wird.

        Das ist meine Antwort an Sie, die ich schon vorgestern formuliert habe, Herr Bruns.

  1. Nun, wenn der Purpur fällt, muß auch der Herzog nach.

  2. Er selbst habe sich eigentlich nie für das Amt favorisiert, hatte Ex-IHK-Präsident Olaf Kahle schon am Nachmittag seiner Wahl als Nachfolger von Eberhard Manzke am 28. Januar 2013 zugegeben: „Ich finde, es hätte eine Frau werden müssen.“

    Vielleicht wird es ja diesmal eine Frau?

    Vielleicht wagt Hiltrud Lotze jetzt den Karriereschritt in die wahrhaft wilde Welt wahnsinnig wertvoller Wirtschaftsverbände?

  3. Auch Hans-Herbert Jenckel sieht die vielen Fehler dieser miserablen Theateraufführung, bricht aber eine Lanze für eine Institution, die nur deshalb noch existiert, weil zwar viel über sie gemault, aber nichts Besseres an ihre Stelle gerückt wird; und der Online-Chef verneigt sich vor Olaf Kahle, einem Helden des Rückzugs, dessen geradlinige Konsequenz ihm mit Blick auf das dickfällige Aussitzen und Wegducken anderer Verantwortlicher imponiert.

    Hier geht’s zum Beitrag: https://jj12.wordpress.com/2017/09/12/die-ihk-und-der-pulsschlag-der-patrioten/

  4. Natürlich ist es angemessen und angebracht dass der Herr von seinem Amt zurücktritt. Aber eine treibende Kraft hinter diesen unsinnigigen Fusionsvorhaben ist der Hauptgeschäftsführer, der sollte natürlich auch Anstand und Rückgrat beweisen und auch sofort die Verantwortung übernehmen und unter Verzicht auf sämtlichen Pensionsansprüche sein Amt zur Verfügung stellen. Das kann aber dann auch nur ein weiterer Zwischenschritt sein. Obendrein sollte noch das Präsidium zurücktreten und auch alle Mitglieder der Vollversammlung sollten ihr Gewissen entdecken und erkennen, dass sie durch ihre Funktion der Wirtschaft in den Rücken fallen, sie sollten sich entschuldigen bei den Unternehmerinnen und Unternehmern und ebenfalls alle ihr Mandat niederlegen. Dann kann man konstatieren, dass die IHK führungslos ist und somit nicht mehr Handlungsfähig somit kann man dann den Rechtsweg beschreiten gegen die IHK klagen.