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Das bescheidene Wetter hat auch einen Vorteil: Es gibt viel Platz im Becken. Volker und Monika Wagner aus Hamburg verbringen den Sommer in Amelinghausen und gehen jeden Tag schwimmen – seit 50 Jahren zählen sie zu den Stammgästen. Auch Badeaufsicht Sabine Gräber-Kruzinski (l.) kennen sie deshalb bestens. Foto: lz/be

Verregneter Sommer lässt Besucherzahlen einbrechen

Lüneburg. „Es war kein Freibadsommer.“ Mit diesem Satz fasst Bernd Holler, Betriebsleiter des Adendorfer Freibads, prägnant das zusammen, was alle seine Kollegen in der Region zu spüren bekommen haben. Die Sonne hat sich zu selten von ihrer schönsten Seite gezeigt, die Besucherzahlen in den Schwimmbädern der Region lagen am Ende deutlich unter denen, die zu Saisonbeginn noch erhofft wurden.

Die meisten Freibäder haben in der vergangenen Woche die Saison beendet, Nachzügler sind das Waldbad Amelinghausen, das am kommenden Sonntag, 17. September, die Saison beendet, und das Freibad in Salzhausen, das noch bis zum 16. September geöffnet hat. Die jeweiligen Schwimmmeister aber sind sich einig: Die Bilanz für 2017 fällt angesichts des häufigen Regens mau aus. Es gab so gut wie keine konstanten Wärmeperioden, sondern nur einzelne Tage, an denen es so heiß war, dass die Besucher in Scharen gekommen sind.

„An den besten Tagen kamen mehr als 1000 Besucher“, blickt Denis Recknagel vom Freibad Lauenburg zurück. Es habe kaum Konstanz gegeben. „In den vergangenen Jahren waren die Besucherzahlen über die Monate kontinuierlich verteilt, in diesem Jahr gab es vor allem Ausreißer-Tage. Wenn warmes Wetter war, sind die Leute sehr gerne gekommen.“ Doch insgesamt wurden weniger Eintrittskarten verkauft. 45 000 Besucher in diesem Sommer bedeuten rund 20 000 weniger als im Vorjahr. Unterkriegen lassen wolle er sich nicht. „Wir werden uns im nächsten Jahr noch stärker darum bemühen, Kinder und Jugendliche ins Freibad zu holen“, sagt Recknagel.

Auch das Lüneburger Freibad Hagen musste Einbußen bei den Einnahmen verkraften. Kamen im vergangenen Jahr noch mehr als 81 000 Gäste zum Schwimmen, waren es in diesem Jahr von Anfang Mai bis Anfang September nur 54 615, also mehr als 26 000 weniger. Ähnlich traurig fallen die Bilanzen in den Freibädern in Amelinghausen und Alt Garge aus. Ernsthafte Konsequenzen – etwa dass Sanierungen geschoben werden müssen – hätten die fehlenden Einnahmen für Wasserratten in der Region zumindest vorerst aber nicht, versichern die Betreiber der Bäder allesamt. Und in Lüneburg bedeutet schlechtes Wetter neben sinkenden Besucherzahlen im Freibad in der Regel auch steigende Zahlen im SaLü. Schließlich spielt das Wetter dort keine Rolle.

Von Katharina Kleine Wächte