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Darauf einen Glühwein: Lüneburg möchte sich in diesem Jahr noch mehr als in den vergangenen Jahren als Weihnachtsstadt präsentieren. Foto: lz/t&w

Weihnachtsmarkt Lüneburg: Glühwein gibts jetzt auch am Alten Kran

Lüneburg. Noch klingt der verregnete Sommer aus, doch längst ist Weihnachten bei Veranstaltungsmachern ein Thema. Und in diesem Jahr soll das Motto „Weihnachtsstadt Lüneburg“ mit noch mehr Leben gefüllt werden. Nicht nur vor dem Rathaus und der Johanniskirche soll es adventlich zugehen, sondern auch am Alten Kran im Wasserviertel und auf dem Hof der „Krone“ an der Heiligengeiststraße. Bei beiden Projekten spielt Matthias Ellinger eine entscheidende Rolle.

Zwei neue Projekte für den Lüneburger Weihnachtsmarkt

Ellinger hat bis vor ein paar Monaten das Lokal „News“ an der Schröderstraße betrieben. Als sein Vertrag auslief, konnten er und der Vermieter sich auf keine Verlängerung einigen. Der Wirt hatte auf dem Innenhof seines Lokals über Jahre den nach eigenen Angaben „kleinsten Weihnachtsmarkt Norddeutschlands“ betrieben – mit großem Erfolg.

Gemeinsam mit Lutz Stoffregen von der „Krone“ will er das Ganze nun zum Weihnachtsdorf wachsen lassen. Stoffregen berichtet, dass man unter anderem eine Blockhütte mit rund 120 Quadratmetern Fläche aufbauen möchte, in der Gäste feiern können. Öffnen möchte das Duo vom 23. November bis einen Tag vor Silvester.

Größer ist das Vorhaben im Wasserviertel. Die Stadtverwaltung bestätigt, dass Ellinger mit seinem Konzept eine Ausschreibung gewonnen hat. Dieses Vergabeverfahren hatte der Wirtschaftsausschuss des Rates befürwortet.

Es gibt noch Klärungsbedarf

Laut Stadt sollen zehn Verkaufsstände nach dem Vorbild von Lüneburger Giebelhäusern entstehen, dazu zwei Pavillons, die an den Kran erinnern. Servieren möchte Ellinger neben skandinavischen Fischspezialitäten unter anderem Baumkuchen aus Salzwedel. Dazu sollen sich auf dem „hanseatischen Weihnachtsmarkt“ lokale Händler präsentieren, die beispielsweise Schmuck nach Lüneburger Motiven anbieten.

Chöre singen, auf einem Schlitten werden Weihnachtsgeschichten vorgelesen, dazu soll mit Hilfe des Krans Salz auf den Ewer verladen werden. Der Platz wird mit Tannen geschmückt, dazu soll es eine indirekte Beleuchtung geben.

„Ich weiß erst seit Dienstag, dass ich den Zuschlag bekommen habe“, sagt Ellinger. Über einige Punkte seiner Ideen müsse er noch mit der Verwaltung und dem Denkmalschutz sprechen: „Da gibt es wohl noch Einwände und Klärungsbedarf.“ Doch er ist optimistisch, diese Fragen bei einem für den kommenden Montag anberaumten Ortstermin beantworten zu können.

Hamburg als Vorbild

Die Stadt geht hier einen neuen Weg: Erstmals vergibt sie für solch einen Markt eine kommunale Fläche komplett an einen Betreiber, der sich dann weitere Kooperationspartner sucht. Um dem Unternehmer, der für Stände und Konzeption einiges investieren muss, eine gewisse Sicherheit zu geben, schließt sie den Nutzungsvertrag über drei Jahre mit der Option, ihn um zwei Jahre zu verlängern.

Hamburg ist dafür ein Vorbild: Die Metropole vergibt den Betrieb für Weihnachtsmärkte auch über mehrere Jahre. Danach beginnt ein erneuter Wettbewerb. Der Ansatz: Es gibt einen ständigen Wandel, Interessenten sind bestrebt, mit neuen Ideen zu punkten.

Von Carlo Eggeling