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Sichtbar gelitten hat die Amselbrücke am Tor zu Wilschenbruch, von Montag an wird sie nun saniert und dafür gesperrt. Foto: lz/be

Amselbrücke ab Montag gesperrt

Lüneburg. Die oberste Holzschicht der Amselbrücke ist marode, sie muss zum Teil erneuert werden. Am Montag, 18. September, startet die Stadt nun mit der Sanieru ng. Für Autofahrer bedeutet das, dass die Brücke bis Freitag, 29. September, gesperrt ist. „Nur Fußgänger und Radfahrer können passieren“, sagt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau bei der Stadt.

Als Gründe für den Verschleiß der Holzschicht sieht die Expertin eine verstärkte Verkehrsbelastung: Einerseits ist das Neubaugebiet Auekamp entstanden, andererseit nutzten vermehrt Autofahrer die Strecke als Abkürzung. Zugesetzt hat den Holzbohlen außerdem, dass eine Zeitlang auch Fahrzeuge mit bis zu 12 Tonnen über die Brücke rollen durften – zuvor war sie auf 3,5 Tonnen beschränkt. Denn im Zuge der Kampfmitteluntersuchungen im Neubaugebiet Ilmenaugarten und während des Baus der Zufahrt von der Friedrich-Ebert-Brücke in das Gebiet war Wilschenbruch für größere Fahrzeuge nur über die Amselbrücke erreichbar.

Holzbohlen aus Eiche sollen ersetzt werden

Im Zuge der Sanierung sollen nun verschiedene Holzbohlen aus Eiche ersetzt werden. „Doch damit erhalten wir die Brücke nur für weitere fünf Jahre“, erklärt Uta Hesebeck. Da auch die Unterkonstruktion sowie der Korrosionsschutz in die Jahre gekommen sind, ist für 2022 ein Neubau vorgesehen.

Schon jetzt stehe fest, dass es dann keine Holzbrücke werde, da diese grundsätzlich nur eine Lebensdauer von 20 Jahren habe. Die genauen Planungen erfolgen in den kommenden Jahren unter Beteiligung der Politik.

Parallel zur Brückensanierung wird die Fahrbahndecke des Amselwegs bis zum Reiherstieg ertüchtigt. Sie wird um zehn Zentimeter verstärkt, damit das Wasser in die Seitenräume ablaufen kann. Damit fällt auch der Startschuss für die jährliche Deckensanierungen von Straßen, die in diesem Jahr auf der sogenannten Prioritätenliste stehen (siehe Kasten).

Von Antje Schäfer