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Die Vorsitzende der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Bärbel Höltzen-Schoh (l.), wünscht der neuen Lüneburger Agenturchefin Kerstin Kuechler-Kakoschke eine erfolgreiche Arbeit und bedankt sich bei Vorgänger Bernd Passier. Foto: lz/be

Kerstin Kuechler-Kakoschke ist neue Agenturchefin

Lüneburg. Mit ihrer neuen Aufgabe kehrt Kerstin Kuechler-Kakoschke über eine Zwischenstation an der Leine zurück an die Ilmenau – allerdings nicht nach Uelzen, wo sie einige Jahre den dortigen Agenturbezirk leitete, sondern nach Lüneburg. Bärbel Höltzen-Schoh, Niedersachsen-Chefin der Agentur für Arbeit, führte sie bei der Feierstunde in der IHK als neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen ein.

Kuechler-Kakoschke ist Nachfolgerin von Bernd Passier, der zum Monatswechsel in den Ruhestand gegangen ist und nun offiziell verabschiedet wurde. Rund 70 Gäste aus dem öffentlichen Leben dankten ihm für seine Arbeit und wünschten der Neuen viel Glück.

Verantwortung für mehr als 700 Mitarbeiter

Kerstin Kuechler-Kakoschke ist nun Chefin von mehr als 700 Mitarbeitern, von denen 180 im Domizil An den Reeperbahnen wirken. Zuständig ist die Lüneburger Agentur für die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Harburg. Die gebürtige Hannoveranerin wuchs in Braunschweig auf, machte dort ihr Abitur und studierte Betriebswirtschaftslehre in Braunschweig und Göttingen, ist Diplom-Kauffrau. „Am 1. Januar 1993 fing ich als Trainee bei der Bundesagentur an und war in Braunschweig in dem Fachvermittlungsdienst tätig, der arbeitslose Akademiker betreut. Eine spannende Zeit für mich, schließlich kam ich gerade selbst von der Uni“, erzählt sie der LZ. Eine Auszeit gönnte sie sich, als ihre beiden Töchter zur Welt kamen – die Zwillinge sind heute 21 Jahre alt.

Ihre Landeschefin Höltzen-Schoh lobte: „Sie verfügt über wertvolle Kenntnisse, die sie auf unterschiedlichen Feldern der Arbeitsmarktverwaltung erwarb – beispielsweise als Führungskraft im zweitgrößten deutschen Jobcenter in Hannover, wo sie stellvertretende Geschäftsführerin war, und zuletzt in der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen.“ Nach Hannover war Kuechler-Kakoschke nach ihrer Zeit in Uelzen gegangen, wo sie von 2008 bis 2012 Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur war – zu dem Zeitpunkt fusionierten die Agenturen Lüneburg und Uelzen.

Prognose: Arbeitslosigkeit gehe zurück

Die neue Agenturchefin ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Braunschweig. „Ich habe inzwischen aber auch eine Wohnung in Lüneburg“, verrät die 51-Jährige, die sich mit Fitnesstraining und Jogging körperlich in Form und mit Lesen („am liebsten Krimis“) geistig fit hält. Sie kennt Lüneburg, hat sich in ihren ersten zwei Wochen hier auch einen ersten Überblick über die Arbeitsmarktsituation verschafft. Von der LZ auf eine Prognose angesprochen, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke: „Die Arbeitslosigkeit geht in unseren vier Landkreisen weiter zurück. Die Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte.

Wir haben aber Arbeitslose, die unsere starke Unterstützung benötigen. Mit der Arbeitswelt, in der die Digitalisierung eine immer stärkere Rolle spielt, wird sich auch unser Aufgabenfeld ändern. Gerade den Bereich von Übergängen im Beruf, etwa hin zu Aufgaben im elektronischen Bereich, werden wir stärker beratend und mit Qualifizierungen begleiten müssen. Die Zukunft wird öfter ganz individuelle Lösungen für Betriebe, Beschäftigte, Arbeitslose und Bewerber am Ausbildungsmarkt erfordern.“
Lob für Umbau zu einem modernen Dienstleister

Niedersachsens Agenturchefin Bärbel Höltzen-Schoh bedankte sich bei ihrem alten Kollegen und Freund Bernd Passier, der vor fast 13 Jahren zunächst die Leitung der Arbeitsagentur Lüneburg und später der fusionierten Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen übernahm: „Die Bundesagentur hat Dir, Bernd, viel zu verdanken.“ Er habe sich während seiner Laufbahn einen hervorragenden Namen als Arbeitsmarkt- und Verwaltungsexperte gemacht: „Er hat den Umbau der Bundesagentur für Arbeit zum modernen Dienstleister mitgestaltet und umgesetzt.“

Von Rainer Schubert