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Sich bei den Mud Masters in Luhmühlen bis zur Erschöpfung durch den Matsch und über Hindernisse quälen, macht den Teilnehmern richtig Spaß. Foto. lz/phs

Mud Masters Luhmühlen: Schlammschlacht mit Spaßfaktor

Luhmühlen. Am Hindernis Nummer 14 schlägt die Stunde der Wahrheit. Auf den Unterarmen robbend geht es beim „Sizzler“ durch eine tiefe Schlammpfütze. Als ob das nicht genug wäre, gibt´s von oben kleine Stromstöße, sobald man sich aufrichtet. Kein Wunder also, dass die meisten Läufer einen Moment mit sich ringen: Die harte Variante mit oder lieber doch die „Pussy Lane“ ohne Strom? Für Janina Popovic kommt „Pussy“ nicht in Frage. Entschlossen wirft sich die 19-Jährige in den matschigen Untergrund. „Einfach geil“, ruft die Hamburgerin begeistert, während ihr die braune Brühe aus den Zöpfen tropft. „Genau deshalb mache ich hier mit: Man macht Dinge, die man sonst nicht mehr machen darf. Und das macht tierisch Spaß.“

Tierisches Vergnügen im Matsch

Im Schlamm wälzen und sich dabei so richtig dreckig machen – das haben die meisten der rund 3000 Teilnehmer bei den Mud Masters in Luhmühlen wohl zuletzt in der Matschecke im Kindergarten genossen. Nach dem Auftakt 2016 war der Matsch nun zum zweiten Mal Programm auf dem Gelände des Eventparks Luhmühlen. Wo sonst Pferd und Reiter auf den Parcours gehen, hatten die Veranstalter insgesamt 39 Hindernisse installiert, die Körper und Kopf gleichermaßen forderten. „Der Wettkampfgedanke steht hier nicht im Vordergrund“, betont Veranstalter André Skwortsow. „An erster Stelle steht, dass sich die Teilnehmer gegenseitig helfen und den Parcours gemeinsam bewältigen.“ Viele starteten deshalb auch in der Gruppe.

Schlammgetränkte Klamotten und Dreckkrusten im Gesicht – das war am Ende der Einheitslook, in dem sie nach wahlweise 6, 12, 18 oder sogar 42 Kilometern ins Ziel kamen. Alle haben sich gefordert: etwa an den „Monkey Bars“, bei denen es an Seilen hangelnd über das Wasserbecken geht. Oder beim „Flyer“, der zehn Meter hohen Wasserrutsche, die mit einem Tauchgang in trübem Wasser endet. Neu in diesem Jahr: der „Pipe Runner“, eine Viertelröhre, bei der es auf Timing und Kraft ankommt. Was auffällt: Alle feuern sich gegenseitig an, Schilder verkünden beruhigend: „Es ist nur Schlamm!“ Das hebt die Stimmung bis zum Ziel, in dem die Läufer mit einem „Schön, dass ihr angekommen seid!“ vom Sprecher gefeiert werden. „Das ist das Wichtigste“, sagt Skwortsow, „alle laufen mit einem Lächeln herum.“

Von Ute Klingberg-Strunk