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Die Marktbeschicker waren fast immer vorn dabei. In diesem Jahr aber treten sie bei den Wettkämpfen gar nicht an. Foto. lz/t&w

Sülfmeistertage 2017: Die Favoriten passen

Lüneburg. Die Panasonic Youngstars gaben alles bei den Wettkämpfen der Sülfmeistertage 2016, rollten schließlich ihr historisches Kopefass als erstes Team durchs Ziel und ernannten nach den spannenden Spielen Anabel I. zur neuen Sülfmeisterin. Das Team setzte sich gegen elf Konkurrenten durch. Bei den 15. Lüneburger Sülfmeistertagen 2017 vom 29. September bis zum 1. Oktober allerdings gehen nur neun Teams an den Start, die untereinander ausmachen, wem Anabel I. das Zepter übergibt.

„Die Wettkämpfe werden nicht minder spannend“, ist sich Birgit Stumpenhorst sicher, die Veranstaltungsleiterin bei der Lüneburg Marketing GmbH sagt: „Ich habe die Teams beim Wettspiel­abend kennengelernt, sie gehen mit großem Enthusiasmus an die Sache ran.“

Sülfmeistertage ohne Marktbeschicker

Vier Teams sind gegenüber dem Vorjahr nicht bei den Spielen dabei. Nicht vertreten sind die Marktbeschicker, die stets zu den Favoriten zählen und schon mehrmals den Sülfmeister stellten. Der Vorsitzende und ehemalige Sülfmeister Cord Wöhnecke sagt: „Wir haben keine junge Mannschaft zusammenbekommen, die jungen Leute gehen in die Lehre oder studieren. Und die Vorbereitungen auf die Spiele kosten Zeit.

Aber wir sind natürlich traditionell beim Festumzug mit unserem Wagen dabei.“ Besetzungsprobleme hatten auch die „LüWo-Lüd“ von der Lüwobau, deren Sprecher Christoph Neumann sagt: „Wir hatten zu wenige Zusagen aus unserer Firma, und es gibt auch einige Wehwechen. 2018 aber wollen wir wieder dabei sein.“

Dass die „Gartenfreunde“ vom Kleingärtner-Bezirksverband passen, hat laut dem Vorsitzenden Joachim Roemer mehrere Gründe: „Einige, die in den Vorjahren sehr aktiv waren, sind nicht mehr dabei. Und wenn wir antreten, dann mit einem konkurrenzfähigen Team, das wir hoffentlich im nächsten Jahr wieder stellen können.“ Einen weiteren Grund kennt Birgit Stumpenhorst: „Einer der Gartenfreunde heiratet, das bindet an dem Wochenende Leute.“

Anabel I ist Sülfmeisterin 2016

Höhe des Startgeldes ein Problem

Aus einem traurigen Anlass verzichtet die Avacon auf die Teilnahme, ihr Sprecher Rolf Sänger sagt: „Es gab einen tödlichen Unfall mit einem unserer Auszubildenden. Da wollen wir den Ball natürlich flach halten. Nächstes Jahr starten wir einen neuen Angriff.“

Die Höhe des Startgeldes nennt keines der Teams als Grund für die Absage. Firmen, die mitmachen wollen, müssen 1750 Euro zahlen, Vereine 175 Euro. Dazu sagt die Veranstaltungsmanagerin: „Über die Jahre sind die Preise günstiger geworden.“ Auch schon in den Vorjahren waren oft weniger als ein Dutzend Teams dabei, 2015 beispielsweise zehn und 2014 acht Mannschaften. Um aber eine gerade Zahl von Teams zu haben, verlost die Marketinggesellschaft nun noch eine sogenannte Wild Card für eine zehnte Gruppe.

Messen werden sich am 30. September in zwei Gruppen folgende Teams: Freiwillige Feuerwehr Lüneburg, Panasonic Allstars, die „M‘S“ von Manzke, die „Lünehünen“ der SVG Lüneburg und das SaLü-Team (Gruppe 1) sowie die Panasonic Youngstars, die Auszubildenden der Sparkasse, GfA und Städtisches Klinikum (Gruppe 2).

Von Rainer Schubert

40 Gruppen kommen zum Umzug: Lüneburg feiert sich selbst

Die Sülfmeistertage dürften wieder Tausende Gäste anziehen. Neben den Wettkämpfen locken ein mittelalterlicher Markt an der Johanniskirche und auf dem Sand. Dort spielen auch Bands wie Drachenflug und Querbeatz, zudem die Marktvagabunden von Heidenlärm, das Duo Lunatix bietet eine Feuershow.

Am Sonntag, 1. Oktober, steht der Festumzug auf dem Programm, der um 15 Uhr auf den Sülzwiesen beginnt und dann durch die Innenstadt führt. Bislang haben sich 40 Gruppen angemeldet. Veranstaltungsmanagerin Birgit Stumpenhorst räumt ein, dass es bislang weniger Organisationen sind als im Vorjahr.

Sie ist angesichts der Erfahrungen aus früheren Jahren optimistisch: „In den Tagen davor werden sich noch Gruppen melden.“ Mit dem Fass-Verbrennen soll das Fest am Abend ausklingen.