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Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit vor der Hermann-Löns-Schule war schon 2012 einmal Thema. Jetzt könnte die Tempo-30-Zone kommen. (Foto: t&w)

Stadt prüft 45 neue Tempo-30-Zonen

Lüneburg. Die Novelle der Straßenverkehrsordnung, die Ende vergangenen Jahres in Kraft getreten ist, ermöglicht es Kommunen, Tempo 30 nun auch vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen an Hauptverkehrsstraßen einzurichten, ohne dass eine besondere Gefahrenlage vorliegt, die bislang dafür Vo­raussetzung war. Die Stadt Lüneburg nimmt das zum Anlass, um auf die Bremse zu treten: Die Verwaltung legt dem Verkehrsausschuss für dessen nächste Sitzung am kommenden Donnerstag, 28. September, eine Liste mit möglichen weiteren Tempo-30-Zonen vor, die allesamt einzeln geprüft werden sollen. Denn Tempo 30 sei auch kein Automatismus.

Dabei sind auch die Hermann-Löns-Schule und die Igelschule. Laut Verwaltung sind die beiden Schulen, die einzigen städtischen Grundschulen, die noch nicht in einer Tempo-30- oder in einer Fußgängerzone liegen. Die Löns-Schule liegt an der vielbefahrenen Verbindungsstraße, die von Lüneburg stadtauswärts nach Reppenstedt führt, die Igelschule grenzt an die Dahlenburger Landstraße – Hauptverkehrsachse aus dem und in den östlichen Landkreis. Vor fünf Jahren hatte die CDU schon einmal beantragt, dass auch vor diesen beiden Grundschulen Tempo 30 eingeführt werden soll – damals führte der Vorstoß nicht zum Erfolg.

Auch vor dem Johanneum gilt Tempo 50

Und die Verwaltung hat weitere Schulen im Blick: Auch vor der Christianischule auf dem Kreideberg gilt 50 km/h als Maximalgeschwindigkeit und eben nicht 30. Prüfen will die Stadt auch die Situation für die Oberschule am Wasserturm, weil auf einem kleinen Abschnitt der Haagestraße vor der Volkshochschule offiziell keine 30 km/h gelten, wobei dort kaum schneller gefahren werden dürfte. Bei den Gymnasien nimmt das Johanneum die Ausnahmestellung ein, an der Theodor-Heuss-Straße gilt ebenfalls Tempo 50.

Von den 54 Kindergärten und Horteinrichtungen gilt vor 24 Tempo 30 oder weniger, für die anderen 30 Einrichtungen plant die Verwaltung ebenfalls Einzelfallprüfungen. Gleiches gilt für jene acht der insgesamt elf Seniorenheime, vor denen aktuell ebenfalls schneller als 30 km/h gefahren werden darf. Einen Blick will die Stadt darüber hi­naus auf die Lage am Städtischen Klinikum an der Bögelstraße und am Psychiatrischen Klinikum Am Wienebütteler Weg richten, auch dort könnte die Novelle greifen.

Die untere Straßenverkehrsbehörde werde sich nun alle genannten Orte anschauen, die Lage beurteilen und jeweils abwägen, ob eine Änderung notwendig und sinnvoll ist. Auch die Polizei werde beteiligt. Was dabei herauskommt, soll dann noch einmal dem Verkehrsausschuss vorgelegt werden.

Die Sitzung des Verkehrsausschusses im Huldigungssaal des Rathauses ist öffentlich und beginnt um 16 Uhr.

Von Alexander Hempelmann

One comment

  1. Es muss auch in ganz Oedeme Tempo 30 sein. Nicht nur ein Schild im Bleckengrund sondern auch im Kampferweg, Hirtenweg Werner von Meding usw. Ein Schild reicht nicht aus. Es wird mit 70 Stdkilometer durch die Ortschaft gejagt. Es gibt viele Kleine Kinder und ausserdem kommen auch viele auf dem Schulweg diese Straßen entlang. Wäre schön wenn Sie das so weiter geben könnten.