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Auf der Ackerfläche neben dem Kindergarten soll die neue Krippe in Kirchgellersen gebaut werden. Foto: uk

Weg frei für Krippenbau

Kirchgellersen. Der Bau einer neuen Kinderkrippe in Kirchgellersen rückt einen Schritt näher: Einstimmig empfahl der Gemeindeausschuss der Gemeinde Kirchgeller sen auf seiner jüngsten Sitzung den Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 9 Hornwiesen-Ost. Stimmt auch der Rat zu, ist damit planungsrechtlich der Weg frei für den Neubau, den die Samtgemeinde Gellersen als Bauherrin unmittelbar neben dem örtlichen Kindergarten errichten will.

Nur wenige Stellungnahmen, darunter keine privaten, waren zu dem Entwurf eingegangen. Das hat auch damit zu tun, dass kaum Änderungen rund um das Kindergartengelände geplant sind. Die Zuwegung über den Kindergartenweg mit einem Wendehammer am Ende gilt auch für die neue Krippe, die östlich neben das vorhandene Gebäude gesetzt wird. Entstehen soll hier ein eingeschossiges Gebäude mit einer Grundfläche von 390 Quadratmetern. Eingeplant ist im hinteren Bereich ein sechs Meter breiter Anpflanzstreifen. „Kirchgellerser Familien werden hier eine sehr gute Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder bekommen“, freute sich Bürgermeister Jürgen Hövermann (CDU), der den Standort für optimal hält: „Wir haben hier noch etwa 1,5 Hektar Reservefläche übrig“, sagte er, „mal sehen, was in den nächsten Jahren noch auf uns zukommt.“

Dringend benötigt wird das Haus mit insgesamt dreißig Plätzen schon jetzt, denn die Krippe im Evangelischen Gemeindehaus ist ausgelastet, und die Warteliste wird immer länger. Aus diesem Grunde plant die Samtgemeinde nun für den Übergang: „Wir werden ab Februar mit der Anmietung eines Containers eine Zwischenlösung anbieten“, kündigte Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers bei der Sitzung des Gellerser Bau- und Planungsausschusses an. Der Bauantrag für den Krippenbau ist gestellt, Baubeginn könnte laut Susanne Stille vom Bauamt der Samtgemeinde bereits im November sein. Spätestens zum nächsten Kindergartenjahr soll die Einrichtung dann in Betrieb gehen.

„Wir haben keine öffentlichen Gelder zu verschenken“

Beinahe weihnachtlich wurde es im weiteren Verlauf der Kirchgellerser Sitzung: Yvonne Wulf möchte parallel zum Kunsthandwerkermarkt in der Grundschule am ersten Advent einen Weihnachtsmarkt am Einemhofer Weg ins Leben rufen und hat dafür schon bei Vereinen etliche Mitstreiter gewonnen. Knackpunkt ist jedoch die Finanzierung der Buden: 3200 Euro Zuschuss lautete Wulfs vorgezogener Weihnachtswunsch an die Gemeinde. Damit ließen sich vier Verkaufsbuden bauen. Das war den Politikern jedoch zu happig. „Deine Begeisterung für die Idee ist toll, aber wir haben hier keine öffentlichen Gelder zu verschenken“, sagte Hövermann, und Rainer Wiegel (CDU) warnte davor, „übers Ziel hinauszuschießen.“ Einstimmig sprach sich der Ausschuss nach intensiver Debatte für den Vorschlag von Jens Böttcher (CDU) aus, der einen Zuschuss von maximal 1600 Euro für den Bau von zwei Buden vorsieht. uk