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Gute Ideen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit am Nadelöhr an der Dachtmisser Straße erhofft sich die Gemeinde Reppenstedt von einem Planungswettbewerb. Foto: uk

Jetzt sind Ideen gefragt

Reppenstedt. Der Bereich gilt als neuralgischer Punkt im Ortszentrum von Reppenstedt: Das Gebiet um Rathaus, Schule, Gellersenhalle und -haus braucht ein neues Gesamtkonzept – mit Fokus auf die Verkehrssicherheit. Das jedenfalls war ein Ergebnis des Workshops, bei dem im März Anregungen von Bürgern gesammelt worden waren und der die Basis bildet für den Rahmenplan zur Städtebauförderung in Reppenstedt. Wie berichtet, stehen der Gemeinde in den nächsten zehn Jahren Fördermittel von 4,9 Millionen Euro aus dem Programm zur Verfügung.

Die Politik greift das Thema nun auf und möchte einen Wettbewerb starten: Die Planungsausschüsse der Gemeinde Reppenstedt und der Samtgemeinde Gellersen legten jetzt in einer gemeinsamen Sitzung das genaue Plangebiet sowie die Ziele und Regularien für den Wettbewerb fest. Drei Gegenstimmen gab es von den Grünen, die gegen die Wettbewerbsidee sind.

Der Planbereich umfasst die gesamte Grundstücksfläche von Schule, Rathaus und Gellersenhalle auf der einen Seite sowie Gellersenhaus und Marktplatz mit der Dachtmisser Straße auf der anderen Seite. „Die Planer müssen eine Gesamtschau haben und bei ihren Ideen auch über den Tellerrand hinausschauen können“, begründete Klaus von Ohlen vom Sanierungsträger BauBeCon den Ansatz. Ein Zehn-Punkte-Katalog enthält die Aufgaben, für die Lösungen gesucht werden. An erster Stelle steht die Neugestaltung des Parkplatzes am Rathaus, die auch die Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg einschließen soll. Dazu soll die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zwischen Rathaus und Gellersenhaus verbessert und dabei zugleich die Zusammengehörigkeit beider Gebäude verdeutlicht werden. Weitere Aufgaben: Öffnung des Eingangs zur Landwehr, Gestaltung der Vorplätze von Rathaus und Gellersenhaus, aber auch die Aufenthaltsqualität vor dem Jugendzentrum und schlechte Versickerung von Oberflächenwasser vor dem Schuleingang.

Hoffnung auf kreative Antworten von Fachleuten

Viele Probleme also, für deren Lösung sich die Politik kreative Antworten von Fachleuten erhofft. Die Regularien für den nichtoffenen „Realisierungswettbewerb“ sehen vor, dass fünf Planungsbüros gesetzt, weitere zehn im Losverfahren für die Teilnahme auserkoren werden. Den Sieger ermittelt ein Preisgericht, das sich aus Landschaftsarchitekten, einem Verkehrsplaner sowie Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers, Gemeindedirektorin Susanne Stille, Bürgermeister Peter Bergen (CDU) und dessen Stellvertreter Christian Purps (SPD) zusammensetzt. „Ziel des Wettbewerbs ist kein fertiger Entwurf, sondern ein Preis für eine Planungsidee“, stellte von Ohlen klar. Voraussetzung für die Auftragsvergabe an den Preisträger sei die Einhaltung des Kostenrahmens. Gerechnet wird mit einer Dauer von sechs Monaten für den Wettbewerb. Die Kosten von rund 51.000 Euro werden zu zwei Dritteln über das Städtebauförderungsprogramm finanziert. Etwa 17.000 Euro trägt die Gemeinde Reppenstedt als Auftraggeberin.

Von Ute Klingberg-Strunk

One comment

  1. Untertunneln?! Ähnlich dem A7-Deckel?