Donnerstag , 20. September 2018
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Grafik: lz

Herbstaufschwung geht an den Älteren vorbei

Lüneburg. Die Zahl der Arbeitslosen in Stadt und Landkreis Lüneburg ist leicht zurückgegangen. 5056 sind aktuell bei der Agentur für Arbeit gemeldet, das sind 1 28 weniger als im Vormonat und sogar 254 weniger als im September 2016. Die Arbeitslosenquote beträgt damit nun 5,3 Prozent.

Die einzigen, die vom leichten Herbstaufschwung nicht profitieren konnten, sind die Älteren und die Langzeitarbeitslosen: 1589 Männer und Frauen ab 50 Jahre sind ohne Job, das sind sogar vier mehr als im August. 1528 Personen gelten als langzeitarbeitslos, zwei mehr als im Vormonat. Anders die Lage bei der Jugend: 604 Personen unter 25 Jahren sind als arbeitslos gemeldet, 74 weniger als im August. Auch in der Gruppe der Ausländer gibt es einen positiven Trend: Die Zahl der Menschen ohne Job sank innerhalb eines Monats von 974 auf 946. Die gesondert aufgeführte Gruppe der Geflüchteten im Landkreis Lüneburg nennt 462 Arbeitslose (Vormonat: 478). Nicht in der Zahl enthalten sind die Geflüchteten, die sich aktuell in Sprach-, Qualifizierungs- oder Integrationskursen befinden.

Die Bewegung auf dem lokalen Arbeitsmarkt hat dabei abgenommen: Es fanden weniger Arbeitslose eine neue Beschäftigung, aber es verloren auch weniger Menschen ihren Job als in den Sommermonaten Juli und August. Der Mangel an geeigneten Fachkräften nimmt dabei leicht zu, insgesamt sind derzeit 1739 Stellen unbesetzt. Das sind 121 mehr als im Vormonat.

„Im Vergleich zu August konnten wir in allen vier Landkreisen, die zum Agenturbezirk gehören, geringere Arbeitslosenzahlen verzeichnen. Jedoch verlief die Entwicklung im Vorjahresvergleich unterschiedlich“, analysiert Kerstin Kuechler-Kakoschke, neue Chefin der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Während in den Landkreisen Harburg (-1,0 Prozent), Lüneburg (-4,8 Prozent) und Uelzen (-3,1 Prozent) die Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr abnahmen, erhöhte sie sich in Lüchow-Dannenberg (+4,4 Prozent).

Sie hofft vor allem, dass Unternehmen die Gruppe 50plus stärker in den Blick nehmen: „Ältere Bewerber bringen neben der Lebenserfahrung oftmals wertvolle berufliche Kenntnisse mit. Gleichzeitig wissen wir aus Gesprächen mit Unternehmen, dass diese Beschäftigten loyal und engagiert sind“, gibt sie zu bedenken, „Zudem können altersgemischte Belegschaften von einem gegenseitigen Wissens-transfer profitieren.“

Im gesamten Agenturbezirk sind 5592 unbesetzte Stellen gemeldet. Die meisten Zugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (497 Stellen, mit 430 Stellen sind das vor allem Zeitarbeitsfirmen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (435 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (152 Stellen), Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung (77 Stellen) sowie Verarbeitendes Gewerbe (70 Stellen). ahe

Arbeitsmarktreport  

One comment

  1. Herbstaufschwung geht an den Älteren vorbei
    ganz im gegenteil,der nächste winter kommt bestimmt