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Der Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster, Brigadegeneral Olaf Rohde (l.), und der Kommandeur des Offizieranwärter-Bataillons 1, Oberstleutnant Lars Persikowski beim Aufstellungsappell der 4. Kompanie in Lüneburg. (Foto: kre)

Neue Kompanie in Lüneburg

Lüneburg. Die Bundeswehr wurde in den vergangenen Jahren massiv verkleinert, Einheiten und Verbände außer Dienst gestellt. Diese Entwicklung machte auch vor dem Standort Lüneburg nicht Halt. Der Termin am Freitag in der Theodor-Körner-Kaserne war deshalb nicht nur für Brigadegeneral Olaf Rohde ein ganz besonderer: Denn statt die Fahne eines weiteren Verbandes einzurollen, stellte der Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster eine neue Einheit in Dienst. Die 4. Kompanie des Offizieranwärter-Bataillons 1 zieht in die Theodor-Körner-Kaserne ein. Für 1,2 Millionen Euro wurden dafür eigens zwei Unterkunftsblöcke saniert und modernisiert.

Das Stammpersonal der neuen Kompanie – rund 40 Soldaten – nahm gestern an dem Aufstellungsappell in der Kaserne teil. Sie werden künftig für die Ausbildung der insgesamt 192 Offizieranwärter verantwortlich sein, die ab Juli nächsten Jahres in die Unterkunftsblöcke einziehen werden. Denn seit 2006 werden alle Offizieranwärter der Landstreitkräfte in zunächst drei und seit 2013 in den zwei Offizieranwärter-Bataillonen 1 in Munster und 2 in Hammelburg zusammengefasst und ausgebildet.

Auswirkung des Bundeswehr-Wachstumsplans

Die „Vierte“ ist eine Außenstelle des Munsteraner Offizieranwärter-Bataillons 1. Die übrigen Kompanien und der Stab des Verbandes sind in der benachbarten Garnisonsstadt Munster beheimatet.
Ziel des Verteidigungsministerium ist es, den Personalumfang der Truppe bis 2024 von aktuell 175 000 Soldaten auf 198 000 zu erhöhen. „Die neue vierte Kompanie ist somit eine unmittelbare Auswirkung der Entscheidung, die Bundeswehr wieder wachsen zu lassen und Aufgaben und Personal in Einklang zu bringen“, erklärte Rohde, der den Standort Lüneburg aus seiner Zeit als Kommandeur der Lüneburger Aufklärer noch bestens kennt.

Dass Lüneburg seit 1706 Garnisonsonstadt ist und es auch bleiben will, daran erinnerte Lüneburgs Bürgermeister Eduard Kolle (SPD) in seinem Grußwort. Im Rathaus sei man froh, dass nach Jahren der Truppenreduzierung und Kasernenschließungen wenigstens die Aufklärer, die Fahrschule und die Sanitätsgruppe am Standort geblieben seien. „Und wir freuen uns, dass nun noch die 4. Kompanie des Offizieranwärter-Bataillons dazukommt“, betonte Kolle, denn: „Bürger, Studenten, Besucher, aber auch Soldaten – sie alle prägen erst das Bild einer Stadt.“

Von Klaus Reschke

One comment

  1. Wer sich mit den Spiegeln auf den Schultern nicht auskennt dürfte es schwer haben zu erraten wer nun wirklich links steht (siehe Untertext zum Foto). Brigadegeneral Olaf Rohde (l.) oder Oberstleutnant Lars Persikowski (l.).