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Sie möchten diesen Straßenabschnitt vor dem Zentralgebäude umgestalten: (v.l.) Christian Wulf, Geschäftsführer der von der Stadt beauftragten Firma Siebenbrodt, der zuständige Bauleiter Björn-Olde Backhaus und Fachbereichsleiterin Uta Hesebeck. (Foto: phs)

Kreuzung soll Entlastung bringen

Lüneburg. Die Bauarbeiten am Zentralgebäude dauern an, jetzt steht die Zufahrt zum Grundstück im Fokus. Die Stadt möchte dort, wo der Düvelsbr ooker Weg auf die neue Universitätsallee trifft, eine Kreuzung einrichten. Ampeln sollen den Verkehr regeln. Gleichzeitig werden neue Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt. Die knapp 800 000 Euro teuren Arbeiten sollen in drei Abschnitten erfolgen und dreieinhalb Monate dauern.

Noch nutzen viele Autofahrer die Heinrich-Böll-Straße, um die Parkplätze an der Leuphana zu erreichen. Das wird nach dem Umbau nicht mehr möglich sein, die Stadt wird auf Höhe des Vamos Poller in den Boden setzen. Für Fußgänger, Radfahrer und Rettungsfahrzeuge wird der Durchgang weiterhin geöffnet bleiben. Autofahrer können dann, wenn sie die ehemalige Uelzener Straße in Richtung Süden befahren, direkt hinter dem Libeskind-Bau rechts abbiegen und so den Campus erreichen.

Wer bezahlt eigentlich was?

▶ Leuphana: 400 000 Euro für die Herstellung der Straße und den Regenwasserkanal.
▶ Stadt: 300 000 Euro für die Anpassung des Einmündungsbereichs, Deckenherstellung und Lichtsignalanlage.
▶ AGL: 95 000 Euro für den Schmutzwasserkanal.

Am Montag, 9. Oktober, soll es losgehen, die Anwohner wurden bereits informiert, dass sie mit einer Vollsperrung von mindestens sechs Wochen rechnen müssen. Sie können ihr Wohngebiet mit dem Auto nicht mehr über den Düvelsbrooker Weg verlassen. Uta Hesebeck, Leiterin des Fachbereichs Straßen- und Grünplanung, Ingenieurbau bei der Stadt, sagt: „Die Bockelsberger Bürger müssen den Bernhard-Riemann-Weg nutzen, eine Umleitung wird ausgeschildert.“ Eigentlich ist die Verbindung zwischen Bernhard-Riemann-Weg und Christian-Lindemann-Straße ein Geh- und Radweg, für die Bauzeit soll dieser auch für Autofahrer hergerichtet werden.

Die Kreuzung vor dem Zen­tralgebäude soll so konstruiert werden, dass jeder Verkehrsteilnehmer bei Grün in jede Richtung abbiegen kann. Vor allem für die Autofahrer, die vom Düvelsbrooker Weg auf die Universitätsallee stoßen, sieht Hesebeck eine große Erleichterung. Denn die Hauptverkehrsstraße sei stark befahren, oft müsse man da minutenlang warten, um einzufädeln. Der Andrang dürfte noch zunehmen, wenn die Leuphana über eine neue Zufahrt verfügt.

Mit „argen Verkehrsbehinderungen“ auf der Universitätsallee sei erst im dritten Bauabschnitt zu rechnen. Zunächst sollen die Arbeiten am Düvelsbrooker Weg über die Bühne gehen, sechs Wochen sind dafür eingeplant. Etwa der gleiche Zeitansatz gilt auch für die andere Straßenseite, also für die Arbeiten auf dem Uni-Gelände. Doch dann steht die Zusammenführung und das Aufstellen der Ampelmasten an. Vier Wochen soll das dauern.

Von Anna Paarmann

5 Kommentare

  1. Was tut man nicht alles für die Leuphana. Incl. der Öffnung des Bernhard-Riemann-Weges zur Christian-Lindemann-Straße und später wieder der Schließung dürfte es die Stadt insgesamt an die 500.000 Euro kosten. Die Führung der Leuphana jubelt sicher angesichts einer Universitätskreuzung während an anderen Punkten in Lüneburg die Straßen vor sich hin gammeln und Autofahrer weiter um Stoßdämpfer, Reifen und Felgen ihrer Fahrzeuge bangen müssen und es für Radfahrer ein halsbrecherisches Abenteuer ist diese Straßen zu befahren.

  2. „Die knapp 800 000 Euro teuren Arbeiten“

    Das sind so versteckte städtische Kostenbeteiligungen, von denen bei den „Investitionen“ und „Beihilfen“ für den überkandidelten Protzpalast vorher nie die Rede gewesen ist.

    An der Lüner Rennbahn wird es ähnlich kommen, wenn die Bahlburg für den Ansturm ihrer Event-Euphoriker verkehrsgerecht hergerichtet werden „muss“.

  3. Statt das zu machen könnte man auch die Fahrbahndecke der Willy-Brand-Str. Zwischen Goetestr. Und Munstermannskamp in Angriff nehmen. Da fährt man schon ungerne lang (Loch an Loch, aber hält ja noch)

    Einfach die vorhandene Kreuzung nutzen die 50 Meter weiter ist und schon sind Kosten gesparrt.
    Auch ein Grund warum das Gebäude es in das Schwarzbuch geschafft hat.

  4. Wo sollen da denn noch Ampeln hin !? Im Umkreis von 300m ist da doch sowieso schon alles mit (überflüssigen) Ampeln zugepflastert. Selbst die Ausfahrt von der ARAL-Tanke hat eine eigene Ampel. Da staut es sich jetzt doch schon alles. Da gibt es Ampelphasen, damit 1-2 Autos fahren können (H.-Böll-Str.). Die ganze Gegend dort ist eine verkehrsplanerische Vollkatastrophe !!!!!!!

  5. Und ich prell mir die Hoden, weil die Radwege in Lüneburg teilweise voll im Arsch sind…aber dafür ist kein Geld da…