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Bürgermeister Hartmut Schmidt (l.) überreichte zum Einzug einen Eimer mit Inhalt an den Leiter des SOS-Hofs Bockum, Manfred Persy. Foto: lz/uk

SOS-Hof Bockum feiert Einweihung neuer Wohnhäuser

Amelinghausen . Es war ein großer Tag für die Bewohner und Mitarbeiter des SOS-Hofes Bockum: Mit einem locker-fröhlichen Festakt feierten sie die Einweihung von zwei neuen Wohnhäusern für ambulant Betreute an der Amelinghausener Bäckerstraße. Nicht nur „ganz Bockum“, wie SOS-Hof-Leiter Manfred Persy formulierte, war zur Einweihung gekommen, auch viele Angehörige, Freunde und Nachbarn nutzten die Chance, einmal einen Blick in die beiden Häuser mit ihrer modernen Architektur zu werfen.

Mitten im kleinen Neubaugebiet an der Bäckerstraße sind zwei Wohnhäuser entstanden, die auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer genau abgestimmt sind: Fünf Bewohner mit Behinderung werden in das Wohngruppenhaus einziehen, zu dem im Erdgeschoss auch ein Büro und ein großer Gruppenraum als Treffpunkt gehören. In den Appartements nebenan finden fünf weitere ambulant Betreute ein neues Zuhause. Hell, modern und freundlich präsentieren sich die Räume. Dazu passen die hochwertigen Betten und Schränke, die in der eigenen Tischlerei gefertigt wurden.

„Zehn Bewohner sitzen auf gepackten Koffern und freuen sich, bald hier einziehen zu dürfen“, sagte Persy in seiner Begrüßungsrede. Er dankte allen am Bau Beteiligten sowie den Spendern, die zur Realisierung des Projektes mit einem Volumen von 900 000 Euro beigetragen hatten. „Es ist für uns etwas Besonderes, hier in einem Neubaugebiet bauen zu können“, unterstrich er. „Wir wollten immer, dass Betreute mitten im Dorf leben, wo sie ihre Alltagsdinge selbstständig erledigen können. Dieses Projekt ist wieder ein Schritt in diese Richtung.“

Auch für Architekt Johannes Jakubeit, der den symbolischen Schlüssel überreichte, war das Projekt besonders: „Es ging da­rum, ein Ensemble zu schaffen, das sich an die Umgebung anpasst: mit Nähe zum Nachbarn und zugleich der Möglichkeit, Gemeinschaft zu leben. Und das alles in einer hochwertigen und zeitgenössischen Sprache.“ Bürgermeister Hartmut Schmidt (SPD) überreichte zum Einzug ein praktisches Geschenk, einen Putzeimer, prallgefüllt mit Süßigkeiten. „Wir freuen uns immer über neue Bürger im Dorf“, sagte er. Mit der mittlerweile 15. Wohnstätte des SOS-Hofes in Amelinghausen werde der Ort „wieder etwas bunter. Wir treffen die Bewohner beim Einkaufen oder beim Rasenmähen an der Kirche. Sie gehören dazu.“

Noch sind einige wenige Rest­arbeiten auf dem Außengelände des Areals zu erledigen. Der Baum im Innenhof, der später einmal Schatten spenden soll, ist frisch gepflanzt. Er bekam zur Feier des Tages von jedem der künftigen Bewohner noch eine Extraschaufel frischen Boden spendiert.

Von Ute Klingberg-Strunk