Dienstag , 25. September 2018
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Orkan Xavier hat Teile des Lüneburger Rathauses abgedeckt. Das Getrüst an der Westfassade ist aktuelle nicht standsicher. Das gebiet ist abgesperrt. Foto: lz/be

Xavier sorgt für „turbulente“ Stunden

Lüneburg. Das Sturmtief Xavier sorgte auch für die Beamtinnen und Beamten der Notrufannahme und der dazugehörigen Disposition für „turbulente“ Stunden. Im Zeitraum von 12 bis 18 Uhr wurden 471 Gefahrenstellen gemeldet. Das bedeutet, dass ungefähr alle 45 Sekunden ein Notruf in Bezug auf das Sturmtief einging. „Die Leistungsfähigkeit der Kooperativen Leitstelle Lüneburg ist erneut deutlich geworden. Auch in dem Wissen, dass jede Leitstelle ab einer bestimmten Anzahl von parallel eingehenden Notrufen an ihre Grenzen kommt, können im Vergleich zu einer Wache weitaus mehr Notrufe angenommen und bearbeitet werden. Mein Dank gilt insbesondere den Kolleginnen und Kollegen, die am Nachmittag innerhalb von drei Stunden knapp 700 Notrufe erfolgreich gemanagt haben.“, sagte die Leitende Beamtin vom Dienst, Polizeihauptkommissarin Melanie Jentsch. Diese Zahl ist umso bemerkenswerter, wenn berücksichtigt wird, dass am Vortag im gleichen Zeitraum 89 Notrufe eingingen. lz

+ + + Update: 18:15 Uhr: Gerüstbauern ist es gelungen, neue Ankerpunkte zu setzen und das Gerüst wieder sicher mit der Rathausfassade zu verschrauben. Die Sperrungen für den Verkehr konnten aufgehoben werden. Das Briefwahlbüro ist ab morgen, Freitag, 6. Oktober, wieder über die Waagestraße und den Rathausgarten, Eingang E des Rathauses zu erreichen. sp

+ + + Update: 17:44 Uhr: Mehr als 2000 Haushalte im Landkreis sind aufgrund des Orkans derzeit ohne Strom. Ralph Montag vom Netzbetreiber Avacon: „Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben. Dazu nutzen wir das verbleibende Tageslicht — Sturmschäden im Dunkeln zu erkennen, ist deutlich schwieriger und dauert länger.“ Er könne keine Prognose wagen, wann die betroffenen Haushalte wieder versorgt werden können. Er hoffe zwar, dass dies innerhalb der nächsten Stunden erfolgen könne, bittet aber ausdrücklich darum, sich auf eine längere Zeit ohne Strom vorzubereiten.

+ + + Update: 16.43 Uhr: Gerüstbauer haben damit begonnen, das Gerüst an der Westfassade des Rathauses vorm Umstürzen zu sichern. Sie schnitten Planen herunter, die wie Segel wirkten. Außerdem stützt ein Kran das Gerüst ab. Weil Teile des Gerüsts verbogen seien und nicht mehr ohne weiteres mit der Rathauswand verankert werden könnten, rechnen Experten vor Ort damit, dass Großteile des Gerüsts zeitnah abgebaut werden. sp 

Lüneburg. Berichten der Stadtpressestelle zufolge haben die orkanartigen Böen von Sturmtief „Xavier“ am Donnerstagnachmittag Teile des Rathausdaches abgedeckt. Das Gerüst an der Westfassade des Gebäudes ist zudem aktuell nicht standsicher. Die Ratsbücherei bleibt daher bis auf Weiteres geschlossen. Mitarbeiter haben das Gebäude verlassen.

Briefwahlbüro Am Ochsenmarkt

Pressesprecher Daniel Gritz: „Der Rathausgarten bleibt bis auf weiteres gesperrt. Der Zugang zum Briefwahlbüro erfolgt über die Straße Am Ochsenmarkt, Eingang L des Rathauses. Ein Rathausmitarbeiter weist an der Tür den Weg.“

Auch die Straße Am Marienplatz bleibt für Verkehrsteilnehmer vorübergehend gesperrt. Wer aus der Reitenden-Diener-Straße kommt, wird von der Polizei und Mitarbeitern der Stadt links in die Straße Am Ochsenmarkt umgeleitet. Wer aus Richtung Egersdorffstraße/Auf dem Meere/Neue Sülze kommt, kann auch als Fußgänger oder Radfahrer die Straße Am Marienplatz nicht mehr passieren. Die Waagestraße dagegen ist nur für Kraftfahrzeuge gesperrt.

In der Artlenburger Landstraße, Höhe Mediamarkt, muss die Abwasser, Grün & und Lüneburger Service GmbH einen Baum fällen. Hier kommt es zu Verkehrsbehinderungen.

Die Hansestadt Lüneburg informiert laufend über ihren Notfall-Newsletter, über www.hansestadtlueneburg.de, über die städtische Facebook-Seite und über das Bürgertelefon 04131/3 09 – 31 00. Informationen zum Bahnverkehr finden Sie hier.

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