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Das Briefwahlbüro hat schon geöffnet, Sylvia Schröder-Lade selbst ist aber erst am 15. Oktober im Bürgeramt im Einsatz: Sie gehört zu den engagierten Helfern, die bei der Landtagswahl helfen. Foto: lz/be

Wahlhelferin mit Leib und Seele — Helfer gesucht

Lüneburg. Zweimal innerhalb von drei Wochen hat sich Dr. Sylvia Schröder-Lade (65) den Sonntag reserviert, für eine wichtige ehrenamtliche Tätigkeit. Nachdem si e bereits bei der Bundestagswahl als Wahlvorstand im Bürgeramt im Einsatz war, ist sie in dieser Funktion wieder bei der Landtagswahl dabei. Rund 670 Bürger helfen am 15. Oktober in der Hansestadt bei der Stimmabgabe und der anschließenden Auszählung. Dr. Sylvia Schröder-Lade hat darin große Routine, seit 35 Jahren nimmt sie diese „Bürgerpflicht“ wahr.

Seit 12 Jahren Wahlvorstand

Ihre Familie wie auch sie selber seien immer politisch engagiert gewesen, stellt sie voran. Zudem habe sie sich immer gerne ehrenamtlich eingesetzt, zum Beispiel als Schulelternratsvorsitzende oder auch im Kirchenvorstand. In das Amt des Wahlhelfers sei sie „irgendwie reingerutscht“. Ein Erlebnis aus der Anfangszeit erinnert sie noch gut: Die Briefwahlauszählung beim Landkreis dauerte bis nach 24 Uhr. „Da war ich fast bedient“, sagt sie forsch – und stellte sich beim nächsten Mal wieder gerne zur Verfügung.

Auch weil ihr etwas am Herzen liegt: „Ich trete mit dafür an, dass den Bürger bei der Stimmabgabe ein gut gelauntes, fröhliches Team empfängt, damit er sich empfangen fühlt.“ Dazu gehört auch, dass Geburtstagskindern gratuliert wird wie auch Erstwählern: „Zu denen sage ich: Glückwunsch, dass sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Bitte nehmen Sie dieses jedes Mal in Anspruch, denn nur damit können Sie etwas bewegen.“

Seit zwölf Jahren ist sie Wahlvorstand, meist im Wahllokal im Bürgeramt. Wenn ihr die Listen der ihr zugeteilten acht Helfer vorliegen, nimmt sie in Absprache mit ihnen die Einteilung für die Vormittags- und Nachmittagsschicht vor. „Frischlinge“ versorgt sie dabei mit allen wichtigen Informationen. Wenn einer spontan im Team ausfällt, springt sie gerne ein und übernimmt beide Schichten. Punkt 8 Uhr eröffnet sie das Wahllokal, die zweite Mannschaft tritt um 13 Uhr an.

Finanzielle Entschädigung ist „absolute Nebensache“

Manchmal steuern auch Bürger das Wahllokal an, die ihren Umschlag mit der Briefwahl dort abgeben möchten. Dr. Sylvia Schröder-Lade stellt klar: „Das ist hier nicht möglich.“ Am kommenden Wahlsonntag kann der Umschlag aber noch bis 18 Uhr in den Briefkasten am Ochsenmarkt 1, Eingang A, eingeworfen werden. Dieser wird Punkt 18 Uhr geleert. Dann beginnt bekanntlich die Auszählung, zu der sich das komplette Team des Wahllokals wieder einfindet. „Es ist das demokratische Recht des Bürgers, dass er dabei sein darf.“ Die Zaungäste sollten sich aber still verhalten, da die Auszählung Konzentration verlange, bittet der Wahlvorstand.

Als Aufwandsentschädigung erhalten die Helfer ein „Erfrischungsgeld“, je nach Aufgabe 25 oder 35 Euro. „Absolute Nebensache, für mich steht der Dienst fürs Gemeinwohl im Vordergrund.“ Allerdings hätte sie einen kleinen Wunsch: „Es wäre doch eine nette Geste der Kandidaten, wenn sie den Wahlhelfern in einigen Lokalen guten Tag sagen und für ihr Engagement danken.“

Von Antje Schäfer

Stadt braucht: Unterstützung Helfer gesucht

Viele von den rund 670 Wahlhelfern, die in der Stadt Lüneburg bei der Landtagswahl im Einsatz sind, waren auch schon bei der Bundestagswahl am 24. September aktiv. Die Stadt sucht dennoch vereinzelt noch weitere Freiwillige für den 15. Oktober.

Diese können sich über die Internetseite melden unter www.hansestadtlueneburg.de/wahlhelfer oder bei Philipp Hesebeck unter (04131)  3093212.