Mittwoch , 26. September 2018
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Stephan Bothe ist Vorsitzender der AfD-Fraktion im Lüneburger Kreistag, er hat einen sicheren Listenplatz für die Landtagswahl.

Kandidaten zur Landtagswahl/Wahlkreis Lüneburg: Stephan Bothe (AfD)

Lüneburg. Vor zehn Jahren habe er sich in der CDU engagieren wollen. „Da habe ich mich nicht zu Hause gefühlt“, sagt Stephan Bothe. „In einer großen Partei sind Sie ein Rädchen.“ In der Euro-Krise 2013 fand er eine neue politische Heimat: „Die AfD war die Chance, etwas aufzubauen.“ Und etwas zu werden. Bothe steht auf Platz 2 der Landesliste seiner Partei. Nimmt die, wie erwartet, bei der Landtagswahl die Fünf-Prozent-Hürde, hat der Lüneburger einen Sitz im Leine-Schloss in Hannover sicher.

Für das Gespräch treffen wir uns in einem Café an der Schröderstraße. Bothe hat seine Frau Susanne mitgebracht. Er ist gelernter Krankenpfleger, sie Krankenschwester, aber seit drei Jahren zu Hause auch wegen der beiden noch kleinen Kinder. Aufgrund seiner Ausbildung sind soziale Themen und speziell die Pflege ein großes Anliegen. Der 33-Jährige, der nun im Maßregelvollzug mit psychisch kranken Straftätern arbeitet, sagt: „Da ist das Programm der AfD nicht fertig, ich werde in diesem Punkt hoch aktiv sein.“

Bothe beschreibt, was viele beklagen: „Eine Pflegekraft hat für alles Zeitvorgaben. Da haben Sie einen Patienten mit Schluckbeschwerden, der muss in zwei Minuten versorgt werden.“ Das sei nur eines von vielen Beispielen: „Die Pflegeschlüssel müssen erhöht werden, es muss mehr Personal her.“

Doch woher nehmen? Bekanntlich mangelt es an Pflegern und Schwestern. „Es ist eine Frage des politischen Willens“, sagt Bothe: In der Euro-Krise seien Milliarden dagewesen, als Hunderttausende Flüchtlinge ins Land kamen ebenfalls. „Was hat der Staat da ausgegeben? Da hat niemand gefragt.“ Was nicht stimmt, denn die Kommunen haben auf Kosten aufmerksam gemacht und mit Berlin und Hannover ums Geld für Unterkünfte und Sprachkurse gerungen.

Die Zuwanderung ist das Thema für Bothe und seine Partei: „Abschiebeverfahren müssen beschleunigt werden“, sagt Bothe. Es könne nicht angehen, dass rund 4000 Menschen in Niedersachsen leben, die eigentlich kein Bleiberecht besäßen. Doch das Land handelt. Im ersten Halbjahr kam es nach Angaben aus Hannover in Niedersachsen zu knapp 1000 Abschiebungen.

Bothe hält nichts von offenen Grenzen und den hohen Sozialleistungen für Flüchtlinge: „Je mehr Anreize man schafft, desto mehr Leute kommen.“ Der Kandidat plädiert für ein Einwanderungsgesetz: In Australien oder den USA müsse man dafür unter anderem ein Einkommen und einen Beruf nachweisen.

Bothe ist sich sicher, dass viele Bürger mit Anliegen der AfD sympathisierten, sich aber nicht trauten, dass offen zu sagen. Wenn die Antifa die Stände der Partei blockiere, wage sich kaum jemand heran. Aber wenn die Linken weg seien, sehe es anders aus. Bei Auftritten der Linken „hinterfragt man das Demokratiebild in diesem Land“. Seine Frau ist beim Einkauf als „Nazi“ beschimpft worden. Bothe gibt sich kämpferisch: „Man wächst daran und wird stärker.“

Von Carlo Eggeling

Drei Ziele für den Landtag: Polizisten, Pflegekräfte und Elbbrücke

Im Bereich der Pflege muss es eine Stärkung geben. Es wird mehr Personal benötigt.

Es muss mehr Polizei in der Fläche und auf der Straße geben. Wenn das Land neue Beamte einstelle, dürften sie nicht in den Verwaltungsetagen verschwinden.

Zum Thema Verkehr: Die Elbbrücke muss her. Das Amt Neuhaus ist wirtschaftlich abgehängt. Durch eine bessere Verkehrsanbindung könnten sich Betriebe ansiedeln und ein neuer Markt entstehen. Zudem muss die A 39 gebaut werden, das bringt mehr Betriebe in die Region. Zudem ist die A 7 ständig verstopft.

7 Kommentare

  1. Ein symphathischer Mann. Erfrischend jung. Mit überzeugenden Ansichten. Man könnte auf die Idee kommen, AfD zu wählen.

    • Er mag sympathisch sein, ohne Frage. Aber überzeugend in seinen Ansichten? Naja…
      Die kritikwürdigen Bedingungen in Gesundheits- und Pflegewesen sind schon lange bekannt und für die Herausforderungen die sich aus dem Asylrecht ergeben kennt auch die AfD keine Lösungen. Statt detaillierte Konzepte vorzulegen, macht sie es genauso wie die anderen Parteien, jongliert mit irgendwelchen Zahlen um auf der populistischen Spielwiese Aufmerksamkeit zu gewinnen.

    • Sympathisch und erfrischend, das sind so Schlagworte aus der Deo- und Slipeinlagenwerbung. Es reicht nicht, sympathisch zu sein und den Anschein „überzeugender“ Ansichten zu erwecken! Das hatten wir alles schon einmal. Denken Sie nur an den Freiherrn zu Guttenberg. Der war auch sympathisch. Aber was hinter der Fassade gegelter Herzlichkeit zum Vorschein kam, war ein verantwortungsloser Egomane und Luftikus.

  2. hohen Sozialleistungen für Flüchtlinge? so hoch, wie die boni der betrüger in der wirtschaft? wohl kaum. wer keine menschen mag, trennt gern. aber sehr selten an der richtigen stelle.

  3. Danke Herr Bothe für Ihren Einsatz , trotz der feigen verbalen Angriffe der deutschfeindlichen Organisationen. Wir zählen auf die AfD.

    • Andreas H.,

      Hören Sie auf mit Ihrem arroganten Schwachsinn! Unterstellen Sie Leuten die der AfD negativ gegenüberstehen keine „Deutschfeindlichkeit(?!“.
      Meine Familie- väterlicher und mütterlicherseits – lebt nachweislich seit knapp 500 Jahren in Norddeutschland, ich liebe die deutsche Sprache(wahrscheinlich weil es meine Muttersprache ist) und würde im keinem Land der Welt lieber leben wie in Deutschland.
      Ich würde der AfD nicht einmal meinen Müll anvertrauen, weil sie ein Sammelbecken, oftmals, gescheiterer Existenzen ist.
      Sie und Ihre Konsorten stellen sich hin als würden Sie allein das „wahre“ Deutschland vertreten, dabei sind Sie eine Strömung unter vielen!

    • Aha, A. H., besitzen Sie die Lizenz zum Umarmen? Wer ist „wir“? Sie, Andreas andy, André Hebsen und Ihre vielen anderen Masken? Mein Tip: Beim nächsten Junggesellenabschied, der »Kleiner Feigling« im ICE verkaufen will, einfach die Gewerbeaufsicht rufen!