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Der Adendorfer Klaus Petrasek kandidiert bei den Landtagswahlen am 15. Oktober für die FDP im Wahlkreis 48 (Elbe). Foto: be

Kandidaten zur Landtagswahl/Wahlkreis Elbe: Klaus Petrasek (FDP)

Adendorf. Der vorgezogene Termin für die Landtagswahl am Sonntag, 15. Oktober, nur drei Wochen nach den Bundestagswahlen, macht allen Parteien zu schaffen. Auch die FDP macht da keine Ausnahme, für die der Adendorfer Klaus Petrasek (54) als Direktkandidat im Wahlkreis 48 (Elbe) antritt.

Mit Blick auf die eigentlich für den 14. Januar 2018 angesetzten Landtagswahlen habe er die vergangene Woche mit beruflichen Terminen bestückt, die dann nicht mehr zu ändern waren, erklärt Petrasek. In den verbleibenden zwei Wochen bis zum Wahltermin will er dafür umso präsenter sein.

In Jülich wurde Klaus Petrasek geboren, nach dem Abitur studierte er in Freiburg und Kanada, machte 1991 sein Examen in Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Er arbeitete dann in verschiedenen Großunternehmen, ehe er sich 2004 als Kommunikationstrainer selbstständig machte. 2012 rief Petrasek ein Institut für Kommunikation ins Leben, das er seitdem leitet.

2009 kam Klaus Petrasek mit seiner Familie nach Adendorf, zu der Zeit trat er auch in die FDP ein. Warum in die FDP? „Weil die FDP die einzige Partei ist, die sagt, dass der Mensch eigenverantwortlich lebt, dass der Staat nur die Aufgabe hat, die Rahmenbedingungen des Zusammenlebens zu setzen“, sagt er.

Klaus Petrasek ist Ortsverbandsvorsitzender, Mitglied im Kreisvorstand und im Bezirksvorstand der Liberalen, ein Rats- oder Parlamentsmandat hat er bisher noch nicht angestrebt. Unter den verschiedenen Feldern der Politik liegt ihm die Schulpolitik am nächsten: Als Vater von drei Kindern „erlebe ich am eigenen Leibe, was Schulpolitik bedeutet.“

Eine „vielfältige Schullandschaft“ statt einer Einheitsschule sei eines seiner Ziele und auch Inklusion als Angebot, nicht als Pflicht. „An unseren Kindern dürfen keine Ideologien ausgelebt werden“, fordert Petrasek, der Vorsitzender des Schulelternrats des Scharnebecker Bernhard-Riemann-Gymnasiums ist.

Seine Chancen auf den Einzug in den Landtag sieht Klaus Petrasek realistisch. Als Direktkandidat gegen die Konkurrenz der „Großen“ ist er chancenlos. Und mit Platz 40 auf der Landesliste „müssten wir ungefähr 30 Prozent der Zweitstimmen holen, damit es für mich reicht“, sagt der Kandidat augenzwinkernd.

„Aber es macht mir Spaß, Wahlkampf zu machen und für die FDP Flagge zu zeigen. Und es ist wichtig, dass sich Menschen engagieren, um Politik zu gestalten“, erklärt Petrasek, der in den verbleibenden zwei Wochen bis zum Wahltag noch zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm hat – an Wahlständen will er präsent sein, bei einer Diskussion zur Schulpolitik, beim „Politik-Speed Dating“.

Als „sehr, sehr schwierig“ schätzt Klaus Petrasek die Regierungsbildung nach erfolgter Wahl ein. Für ein Bündnis aus CDU und FDP dürfte es nach den jüngsten Wahlprognosen nicht reichen. Erwärmen könnte sich Petrasek für eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen. „In Schleswig-Holstein scheint das doch auch zu klappen“, sagt er und ergänzt: „Bloß keine Große Koalition.“ pet

Drei Ziele für den Landtag: Bildung, Infrastruktur, Gründungen

Gesicherter Unterricht: Ich setze mich dafür ein, dass die Unterrichtsversorgung endlich gesichert wird. Statt einer Einheitsschule unterstütze ich eine vielfältige Schullandschaft mit Realschulen, Gymnasien und die Erhaltung von Förderschulen. Bei der Inklusion muss das Kind im Mittelpunkt stehen, nicht die Ideologie.

Gute Infrastruktur: Zukunftschancen hängen von einer guten Infrastruktur ab, dazu gehört auch eine moderne digitale Infrastruktur. Ich möchte erreichen, dass ein modernes Breitbandnetz flächendeckend ausgebaut wird.

Existenzgründung: Im Wettbewerb der Regionen muss Niedersachsen nach vorne sprinten. Ich stehe für den Abbau bürokratischer Hürden für Existenzgründer und Mittelständler. Nicht Vorschriften und Subventionen schaffen Arbeitsplätze, sondern gute Voraussetzungen wie eine moderne digitale Infrastruktur.