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Uwe Dorendorf am Flügel, er möchte die Nachfolge von Karin Bertholdes-Sandrock antreten und in den Landtag einziehen. Foto: lz/be

Kandidaten zur Landtagswahl/Wahlkreis Elbe: Uwe Dorendorf (CDU)

Adendorf/Clenze. Das Kaminfeuer verbreitet wohlige Wärme. Es gibt frisch gebrühten Kaffee, Gebäck steht bereit: Für seinen Gesprächspartner nimmt sich Uwe Doren dorf Zeit, auch wenn sein Terminkalender prall gefüllt ist. Der 57-Jährige befindet sich im Wahlkampf. Wenn am Sonntag, 15. Oktober, um 18 Uhr die Wahllokale schließen, wird sich zeigen, ob der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Lüchow-Dannenberg alles richtig gemacht hat. Dorendorf will für die CDU in den Landtag einziehen.

Wahlkampf im umfunktionierten Wohnmobil

Der Versicherungskaufmann tritt im Wahlkreis Elbe an. Der umfasst den Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Stadt Bleckede, die Gemeinden Adendorf und Amt Neuhaus sowie die Samtgemeinden Dahlenburg, Ostheide und Scharnebeck. Es ist der flächenmäßig größte Landtagswahlkreis in Niedersachsen. Für Dorendorf bedeutet das, dass er auf dem Weg zu den Teminen viel Zeit auf der Straße verbringen muss. Aber auch die nutzt der passionierte Jäger – unterwegs ist er mit seinem Wohnmobil, das er zum rollenden „Wahlkampf-Mobil“ umfunktioniert hat.

Zum Gespräch mit der LZ trifft sich Dorendorf in Adendorf. Hier wohnt er mit seiner Frau Felicitas, seiner neunjährigen Tochter und seinen beiden Hunden „Ludwig“ und „Pelle“, einem bayerischen Gebirgsschweißhund und einem dänisch-schwedischem Farmhund. Sein Erstwohnsitz aber ist nach wie vor Clenze im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dort hat der Christdemokrat auch seine Versicherungsagentur, dort engagiert er sich ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden sowie kommunalpolitisch: Als CDU-Kreisverbandsvorsitzender, als Kreistagsabgeordneter, als Ratsvorsitzender in Clenze, Hegeringleiter und als Obergildemeister der Schützengilde Clenze.

Zur Politik gebracht hat den gebürtigen Clenzer der ehemalige Landtags- und Bundestagsabgeordnete Kurt-Dieter Grill. Dorendorf erinnert sich genau: „Ich wollte nur meinen Unmut loswerden.“ Doch Grill habe gekontert, schimpfen und sich beschweren sei leicht, das könne jeder. Wenn Dorendorf tatsächlich etwas ändern wolle, solle er selbst aktiv werden. Das machte der heute 57-Jährige: Er trat in die CDU ein, wurde kurze Zeit später Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung (MIT) und lernte, dass man in der Politik tatsächlich etwas bewegen kann.

Als Nachfolger für Karin Bertholdes-Sand­rock in den Landtag

Ursprünglich wollte sich Dorendorf um das Bundestagsmandat bewerben. Das hätte bedeutet, dass er bei der Kandidatenkür gegen den späteren Wahlsieger Eckhard Pols hätte antreten müssen. Zu diesem „Duell“ kam es nicht. Die CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sand­rock hatte ihren landespolitischen Ruhestand ankündigt, Dorendorf will nun als ihr Nachfolger in den Landtag einziehen. „Die Mitarbeit im Landwirtschaftsausschuss reizt mich besonders“, blickt er in die Zukunft. Obwohl er selbst kein Landwirt sei, habe er doch durch seine berufliche Tätigkeit viele Einblicke in die Landwirtschaft gewonnen.

Auf die Frage, wie er sich selbst beschreibt, sagt Uwe Dorendorf: „Emotional, leidenschaftlich, fair.“ Seine Frau Felicitas ergänzt „Und nie schlecht gelaunt.“ Sie nennt noch eine weitere Eigenschaft ihres Mannes: „Er kann einfach nicht ‚Nein‘ sagen.“ kre

Drei Ziele für den Landtag: Breitbandausbau, Landwirtschaft, Sprachrohr für Bürger

Der flächendeckende Breitbandausbau ist ein ganz wichtiges Anliegen. Schnelles und leistungsfähiges Internet ist heute ein Muss. Auch das Handy-Netz weist in vielen Regionen noch Funklöcher auf. Auch hier braucht es Verbesserungen.
Die Bio- und die konventionelle Landwirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beide Modelle haben ihre Berechtigung und müssen entsprechend gefördert und unterstützt werden.
Sprachrohr für Bevölkerung auf dem Lande möchte ich sein. Schließlich hat die Landbevölkerung andere Sorgen und Nöte als die Menschen in der Stadt. Angefangen von Infrastruktur-Problemen, der ärztlichen Grundversorgung bis hin zur Rückkehr des Wolfes. Wo notwendig, muss die Anzahl der Wölfe reguliert werden.