Mittwoch , 26. September 2018
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Barbara Beenen bei sich zu Hause in Deutsch Evern mit einem ihrer beiden Hunde. Die 47-jährige Sozialdemokratin ist die SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis 48 Elbe. Foto: lz/phs

Kandidaten zur Landtagswahl/Wahlkreis Elbe: Barbara Beenen (SPD)

Deutsch Evern. Bei den Sozialdemokraten sollen es jetzt die Frauen richten: Im Deutschen Bundestag ist es Andrea Nahles, die künftig die SPD-Fraktion führen wir d. Im Landtagswahlkampf setzen die Genossen alle Hoffnung auf Barbara Beenen, um den Wahlkreis Elbe zurückzugewinnen. Eine Personalie, die aus mehreren Gründen überrascht: Denn erstens ist die 47-jährige Diplom-Informatikerin erst seit 2014 Mitglied in der Partei, zweitens wohnt sie in Deutsch Evern in der Samtgemeinde Ilmenau. Und diese Kommune gehört – obwohl im Landkreis Lüneburg gelegen – zum Wahlkreis Uelzen. Barbara Beenen kann sich am 15. Oktober also noch nicht mal selbst wählen. Stattdessen muss sie einen doppelten Wahlkampf führen. Für sich selbst im Wahlkreis Elbe und für ihren Parteigenossen Andreas Dobslaw im Wahlkreis Uelzen.

Viel Arbeit also für die gebürtige Nürnbergerin neben ihrer eigentlichen beruflichen Tätigkeit als freiberufliche Software-Entwicklerin. Die Entscheidung, sich politisch zu engagieren, hat die Mutter einer 19-jährigen Tochter vergleichsweise spät getroffen. Warum bei der SPD? „Ich hatte damals auch erwogen, bei den Piraten mitzumachen“, berichtet die SPD-Landtagskandidatin schmunzelnd. Doch die innerparteilichen Streitigkeiten hätten sie letztlich abgeschreckt. Auch mit den Grünen habe sie sich beschäftigt, richtig zugesagt aber habe ihr nur die SPD.
Und so trat sie 2014 in die älteste deutsche Partei ein – und machte schnell innerparteilich Karriere. Im April diesen Jahres übernahm die Besitzerin von vier Katzen und zwei belgischen Schäferhunden den Vorsitz des SPD-Ortsverbandes Ilmenau. Außerdem ist sie Fraktionschefin im Gemeinderat Deutsch Evern und Mitglied im Kreistag.

Dass sie nun auch die SPD-Kandidatin im Wahlkreis Elbe ist, habe sie selbst überrascht. Zumal sie sich auf den vier Regionalkonferenzen gegen erfahrene SPD-Haudegen wie Klaus-Peter Dehde aus Neu Darchau und Stefan Klautzsch aus Wendisch Evern durchsetzen konnte. Nach ihrer Nominierung war Barbara Beenen nach eigenen Worten erst einmal „drei Wochen damit beschäftigt, eine Wahlkampfstrategie für mich zu entwickeln.“ Ihr zunächst wichtigstes Ziel: „Mein Gesicht im Wahlkreis bekannt machen.“

Wie sieht sie ihre Chancen, den Wahlkreis direkt zu gewinnen? „Das wird auf jeden Fall kein Selbstgänger,“ urteilt die 47-Jährige und spricht sich dabei auch ein wenig selbst Mut zu: „Bei meiner Nominierung ist mir bereits eine Überraschung gelungen, warum soll das nicht noch ein zweites Mal der Fall sein?“

Dass ihr Wohnort außerhalb des eigenen Wahlkreises liegt, empfindet die Sozialdemokratin dabei nicht als Nachteil: „Bisher hat mich auf meinen Wahlkampfterminen jedenfalls noch niemand darauf angesprochen, warum ich mich als Deutsch Evernerin bei der Landtagswahl für den Wahlkreis Elbe bewerbe.“ Sollte es trotz aller Mühen doch nichts werden mit dem Einzug ins Parlament, will sich Barbara Beenen nicht entmutigen lassen. Dann eben beim nächsten Mal. Nach Möglichkeit wieder im Wahlkreis Elbe: „Hier sind mir die Menschen ans Herz gewachsen.“ kre

Drei Ziele für den Landtag: Gute Bildung für alle, Umweltschutz und Breitbandausbau

Besseres und schnelleres Internet stehen ganz oben auf der Agenda. Wir sind damit in der Bundesrepublik ohnehin sehr spät dran. Leider wurde diese Aufgabe auf die Kommunen übertragen. Das ist eigentlich die Aufgabe des Bundes.
Für die Abschaffung der Kita-Gebühren bis hin zur kostenlosen Meisterausbildung will ich mich starkmachen, gemäß der Devise: Bildung darf nichts kosten.
Umwelt und Hochwasserschutz messe ich ebenfalls einen großen Stellenwert bei. Und bei der neuen Suche nach einem atomaren Endlager soll zwar keine Region in Deutschland von vornherein ausgeschlossen werden, aber Gorleben kommt für mich da nicht mehr in Frage.