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Die Luftaufnahme zeigt den nördlichen Bereich des Fleckens Bardowick rund um den Dom. Im Hintergrund ist der erst vor kurzem fertiggestellte Bürgerwindpark zu erkennen. Foto: boldt

Bardowick soll attraktiver werden

Bardowick. Um das Altdorf attraktiver zu gestalten, strebt der Flecken Bardowick die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen an. Wi e berichtet, laufen bei der Kommune seit April die Vorbereitungen, damit es mit der Aufnahme in das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ für das Jahr 2018 klappt.

Zu den Voraussetzungen gehört neben der Umsetzung einer „Vorbereitenden Untersuchung“ mit einer Bürgerversammlung auch die Fortschreibung des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“. Nach der öffentlichen Auslegung billigte der Fleckenrat während seiner jüngsten Sitzung nun einstimmig das Konzept und erklärte zugleich formal seine Absicht, städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen auch tatsächlich durchzuführen. Denn dabei geht es um viel Geld: Derzeit wird von Gesamtkosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro ausgegangen. Der Eigenanteil der Kommune beläuft sich dabei auf ein Drittel, also 1,4 Millionen Euro, verteilt auf die Förderdauer von zehn Jahren. Das hielt der Rat einstimmig für tragbar.

Welche Projekte tatsächlich in Angriff genommen werden, das ist momentan noch offen. Als Hauptziele benennt das Entwicklungskonzept die Weiterentwicklung des Versorgungszentrums Pieperstraße / Große Straße und die Optimierung der Verkehrsflächen. Da Bardowick eine echte Ortsmitte fehlt, soll das historische Zentrum um den Dom besser mit dem Geschäftsbereich an der Pieperstraße und dem Bereich „Am Markt“ verbunden werden. Bemängelt wird auch, dass ein Ort für sozialen Austausch der Bewohner fehle.

Fokus ist auf den Bereich rund um den Dom gerichtet

Geplant ist, das komplette Altdorf mit Dom und Rathaus im Norden bis zum Kindergarten im Süden als Sanierungsgebiet festzulegen. Das könne sich jedoch noch ändern, erklärte Judith Artmann vom Sanierungsträger BauBeCon: „Der Fördermittelgeber legt den Fokus auf den zentralen Versorgungsbereich. Damit könnte die Abgrenzung kleiner werden.“

An anderer Stelle im Dorf möchte die Gemeinde vorerst keine Veränderungen zulassen: Mit einem Bebauungsplan soll die künftige Entwicklung entlang des „Ilmer Wegs“ und nördlich der Bahnhofstraße sowie des Park-and-Ride-Platzes neu geordnet werden. Den Aufstellungsbeschluss fasste der Rat bereits 2015, nun soll eine zwei Jahre gültige Veränderungssperre die laufende Planung absichern. „Wir brauchen Zeit, um das Verfahren durchzuführen“, begründete Sandra Ahlers vom Bauamt. Reichlich viel Zeit, besonders für Gewerbetreibende, fand Carsten Peters (CDU): „Das behindert viele Bauherren in ihrer Entwicklung.“ Ahlers sah darin kein Problem: „Wenn Nutzungsänderungen in unser Konzept passen, können wir immer im Einzelfall entscheiden.“

Von Ute Klingberg-Strunk